Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg beteiligt sich an einem neuen Forschungsprojekt zur Bekämpfung digitaler Desinformation.
Im Verbundprojekt BOSNET entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit Hochschulen, Unternehmen und Behörden Lösungen, um Falschinformationen in sozialen Medien schneller zu erkennen und den Austausch zwischen Sicherheitsbehörden zu verbessern. Das Projekt wird ab Juli 2026 mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert.
KI soll Desinformation schneller erkennen
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung eines KI-gestützten Analysemoduls, das Behörden bei der Bewertung verdächtiger Inhalte unterstützen soll. Ergänzt wird dieses durch eine gemeinsame Wissensplattform, auf der Informationen über Desinformationsfälle und geeignete Gegenmaßnahmen gebündelt werden. Ziel ist es, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben besser miteinander zu vernetzen und die Reaktion auf gezielte Falschinformationen zu beschleunigen.
Universität Bamberg übernimmt zentrale Rolle
Unter der Leitung von Prof. Dr. Milad Mirbabaie ist die Universität Bamberg maßgeblich an der wissenschaftlich-technischen Umsetzung beteiligt. Das Forschungsteam analysiert unter anderem, wie sich sicherheitsrelevante Desinformationen in sozialen Netzwerken verbreiten, entwickelt erklärbare KI-Modelle und testet diese gemeinsam mit Behörden anhand realer Daten. Darüber hinaus entstehen Trainingsszenarien und Praxistests, um die entwickelten Systeme auf ihren Einsatz im Behördenalltag vorzubereiten.
Vertrauen in demokratische Institutionen stärken
Mit dem Projekt reagieren die Beteiligten auf aktuelle Herausforderungen wie Deepfakes, KI-generierte Inhalte und koordinierte Desinformationskampagnen. Langfristig soll BOSNET dazu beitragen, staatliche Institutionen im Umgang mit digitaler Desinformation zu stärken und das Vertrauen der Bevölkerung in demokratische Prozesse zu fördern.















