Steigende Temperaturen, zunehmende Extremwetterereignisse und veränderte Umweltbedingungen beeinflussen die Verbreitung von Infektionskrankheiten, die Wasserqualität und das allgemeine Wohlbefinden der Bevölkerung. Gesundheitsämter, darunter auch das Bamberger Gesundheitsamt, stehen vor der Aufgabe, diese Risiken zu erkennen, Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen.
Infektionsschutz: Neue Herausforderungen durch Klimaveränderungen
Mit der Erwärmung der Erde verändern sich auch die Lebensräume vieler Krankheitserreger und deren Überträger, wie Zecken oder Mücken. Dies führt dazu, dass tropische Infektionskrankheiten vermehrt auch in gemäßigten Klimazonen auftreten. Das Gesundheitsamt Bamberg beobachtet diese Entwicklungen genau und informiert die Bevölkerung über notwendige Schutzmaßnahmen, etwa gegen durch Zecken übertragene Krankheiten wie FSME oder Borreliose.
Hitzeschutz: Maßnahmen für die Gesundheit der Bevölkerung
Hitzeperioden nehmen in Deutschland zu und belasten insbesondere ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder. Um gesundheitliche Folgen wie Dehydrierung oder Hitzschläge zu vermeiden, setzt sich das Gesundheitsamt Bamberg für umfangreiche Präventionsmaßnahmen ein. 2023 wurde ein Netzwerk gegründet, bestehend aus dem Gesundheitsamt Bamberg, der GesundheitsregionPlus Bamberg und den Klimaanpassungsstellen von Stadt und Landkreis. Gemeinsam arbeiten sie daran, Fachkräfte zu schulen, Informationsmaterial bereitzustellen und gezielte Maßnahmen zur Reduzierung von hitzebedingten Gesundheitsproblemen umzusetzen.
Wasserqualität: Schutz von Badeseen und Trinkwasserversorgung
Die Qualität von Bade- und Trinkwasser spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Bevölkerung. Während der Badesaison kontrolliert der Hygienekontrolldienst des Gesundheitsamtes Bamberg regelmäßig die Wasserqualität der Badeseen und prüft das Algenwachstum. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und die Öffentlichkeit rechtzeitig zu informieren. Auch die Trinkwasserversorgung wird genau überwacht, um sicherzustellen, dass der Klimawandel keine negativen Auswirkungen auf die Wasserqualität in Stadt und Landkreis Bamberg hat.
Tag des Gesundheitsamtes: Würdigung der kommunalen Gesundheitsbehörden
Der „Tag des Gesundheitsamtes“ wurde 2019 vom Robert Koch-Institut (RKI) ins Leben gerufen, um auf die wichtige Arbeit der Gesundheitsämter hinzuweisen. Er findet jedes Jahr am 19. März statt – dem Geburtstag von Johann Peter Frank, einem der Begründer des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Mit diesem Aktionstag wird die zentrale Rolle der kommunalen Gesundheitsbehörden für den Schutz der Bevölkerung hervorgehoben.
Gemeinsam für eine gesunde Zukunft
Der Klimawandel stellt eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen der Zukunft dar. Durch enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Institutionen setzt sich das Gesundheitsamt Bamberg aktiv dafür ein, die Bevölkerung zu schützen und gezielte Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge zu ergreifen. Informationen, Aufklärung und Prävention sind dabei die Schlüssel, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit bestmöglich zu minimieren.
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