Warum fällt es manchen Menschen besonders schwer, bei bestimmten Lebensmitteln aufzuhören zu essen?
Und warum fühlt sich Essverhalten für einige Betroffene wie eine Sucht an? Genau diesen Fragen widmet sich das Forschungsprojekt ‚Suchtmechanismen bei Adipositas: Welche Rolle spielen Food Addiction und Binge-Eating-Störung?‘ (FABEDO) an der Universität Bamberg. Für die Studie werden aktuell Teilnehmende gesucht.
Wer kann an der Studie teilnehmen?
Gesucht werden Personen zwischen 18 und 65 Jahren mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30 kg/m² sowie guten Deutschkenntnissen. Die Teilnahme setzt keine psychologische Vorerfahrung voraus.
Der zeitliche Aufwand umfasst:
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etwa eine Stunde Online-Interview
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rund drei Stunden Labortestung
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ein 30-minütiges digitales Follow-up nach sechs Monaten
Als Aufwandsentschädigung erhalten Teilnehmende 12 Euro pro Stunde. Psychologiestudierende der Universität Bamberg können alternativ bis zu fünf Versuchspersonenstunden erwerben.
Adipositas als globales Gesundheitsproblem
Adipositas zählt zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen weltweit. In Deutschland sind rund 19 Prozent der Bevölkerung betroffen. Trotz erfolgreicher Gewichtsreduktionen kommt es häufig zu erneuten Gewichtszunahmen, was darauf hindeutet, dass neben biologischen auch psychologische Prozesse eine zentrale Rolle spielen.
Zwei Störungsbilder im Fokus der Forschung
Im Zentrum der Studie stehen zwei Konzepte, die sich mit problematischem Essverhalten befassen:
Binge-Eating-Störung: Diese ist gekennzeichnet durch wiederkehrende Essanfälle, die mit Kontrollverlust, Scham und Schuldgefühlen einhergehen.
Food Addiction: Hierbei handelt es sich um die Annahme, dass bestimmte hochverarbeitete und besonders schmackhafte Lebensmittel Reaktionen auslösen können, die denen einer Substanzabhängigkeit ähneln. Food Addiction ist bislang nicht als eigenständige Diagnose anerkannt, ein entsprechender Antrag wurde jedoch gestellt.
Obwohl beide Konzepte voneinander abgrenzbar sind, bestehen inhaltliche und symptomatische Überschneidungen, die bislang nur unzureichend erforscht sind.
Aufbau und Ablauf der FABEDO-Studie
Nach einer standardisierten klinischen Diagnostik werden die Teilnehmenden vier Untersuchungsgruppen zugeordnet – abhängig davon, ob Food Addiction, Binge-Eating-Störung, beide oder keine der beiden Problematiken vorliegen. In einer mehrstündigen Laborsitzung kommen Fragebögen und experimentelle Verfahren zum Einsatz. Untersucht werden dabei emotionale und kognitive Prozesse, die mit suchtähnlichem Essverhalten in Verbindung stehen.
So ist eine Teilnahme möglich
Interessierte können sich unkompliziert über das Kontaktformular der Studie anmelden oder sich direkt per E-Mail unter fabedo@uni-bamberg.de an das Studienteam wenden. Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Studienseite der Universität Bamberg zu finden. Wer unsicher ist, ob der eigene BMI die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt, kann diesen mithilfe von Körpergröße und Gewicht auf einer entsprechenden Online-Seite berechnen.
















