Die BMA365 Bamberg Baskets haben am 22. Spieltag der easyCredit BBL den nächsten Erfolg eingefahren.
Beim Auswärtsspiel gegen die SKYLINERS Frankfurt setzte sich das Team von Head Coach Anton Gavel am Sonntagnachmittag vor 4.750 Zuschauern in der Süwag Energie ARENA mit 84:61 (46:29) durch. Nach dem Heimsieg am Freitag gegen Braunschweig legten die Bamberger damit nach und feierten einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Besonders die intensive Verteidigung und eine geschlossene Teamleistung legten den Grundstein für den klaren Erfolg.
Bamberg startet mit viel Energie
Von Beginn an traten die Bamberger mit deutlich höherem Energielevel auf als noch zwei Tage zuvor. Bereits nach knapp zwei Minuten lag Bamberg mit 7:0 in Führung, was Frankfurts Trainer Klaus Perwas früh zur ersten Auszeit zwang. In der Offensive fanden die Gäste schnell ihren Rhythmus. Vor allem Demarcus Demonia setzte Akzente und traf früh von der Dreierlinie. Auch Ibi Watson sorgte mit einem spektakulären Dunk nach einem Backdoor-Play für Highlights. Frankfurt tat sich dagegen schwer, zu guten Abschlüssen zu kommen. Mit nur 6 Treffern aus 18 Würfen im ersten Viertel blieb die Offensive der Gastgeber zu harmlos. Bamberg nutzte das konsequent aus und ging nach zehn Minuten mit 23:15 in Führung.
12:2-Lauf bringt deutliche Halbzeitführung
Im zweiten Viertel bauten die Gäste ihren Vorsprung zunächst weiter aus. Cobe Williams erhöhte mit einem starken Drive zum Korb auf 25:15, womit Bamberg erstmals zweistellig führte. Die SKYLINERS konnten den Rückstand zwischenzeitlich noch einmal verkürzen. Nach einem Dreier von Ryan Hawkins stand es nur noch 31:25, doch Bamberg reagierte sofort. Kapitän Ibi Watson konterte mit einem Dreipunktewurf. Kurz vor der Halbzeit zog Bamberg dann entscheidend davon. Nach einer Auszeit von Coach Gavel starteten die Gäste einen 12:2-Run und setzten sich klar ab. Mit einer komfortablen 46:29-Führung ging es schließlich in die Kabinen.
Defensive Dominanz nach der Pause
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Bamberg das bestimmende Team. Besonders defensiv zeigten die Gäste weiterhin große Präsenz. Center EJ Onu sorgte mit zwei spektakulären Blocks und einem krachenden Dunk für Begeisterung. Gleichzeitig ließ die Bamberger Verteidigung kaum einfache Würfe zu. Als Ibi Watson nach einem weiteren Backdoor-Play auf 53:32 erhöhte, wurde der Vorsprung erstmals deutlich über 20 Punkte groß. Frankfurt fand gegen die aggressive Defense der Gäste weiterhin kaum Lösungen. Zum Ende des dritten Viertels hatten die SKYLINERS noch immer keine 50 Punkte erzielt. Bamberg ging mit einer klaren 65:46-Führung in den Schlussabschnitt.
Souveräner Schlussabschnitt
Im letzten Viertel ließen die Bamberger nichts mehr anbrennen. Die Gäste spielten ihre Angriffe ruhig aus und kontrollierten das Tempo der Partie. Spätestens beim Dreier von Demarcus Demonia zum 74:50 war die Begegnung endgültig entschieden. In der Schlussphase nutzte Coach Gavel den komfortablen Vorsprung, um auch jungen Spielern Spielzeit zu geben. Sowohl Finn Döntgens als auch Nico Höllerl konnten sich mit jeweils zwei Punkten ebenfalls in die Scorerliste eintragen. Am Ende stand ein souveräner 84:61-Auswärtssieg, bei dem alle eingesetzten Bamberger Spieler punkteten.
Ausgeglichene Offensive der Bamberger
Die Gäste überzeugten nicht nur defensiv, sondern auch mit einer ausgewogenen Offensive. Insgesamt verteilte Bamberg den Ball sehr gut und erspielte sich viele offene Würfe.
Topscorer Bamberg
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Demarcus Demonia – 20 Punkte
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Ibi Watson – 15 Punkte, 8 Rebounds, 7 Assists
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Cobe Williams – 12 Punkte
Topscorer Frankfurt
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Till Pape – 13 Punkte
Bemerkenswert: Alle Bamberger Spieler trugen sich in die Punkteliste ein, was die geschlossene Mannschaftsleistung unterstreicht.
Stimmen zum Spiel
Moritz Krimmer (Bamberg Baskets) zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der defensiven Leistung:
„Wenn man auf die Anzeigetafel schaut und sieht, dass wir nur 61 Punkte auswärts zugelassen haben, dann kann man sehr zufrieden sein. Die letzten vier Spiele, inklusive die beim Pokal-Wochenende, lagen wir immer im Rückstand. Heute haben wir das zum Glück einmal anders machen können, was sich auch besser anfühlte und auch einfacher dann zu spielen war, da man sich eben nicht andauernd zurückkämpfen musste.“
Zugleich betonte er die Bedeutung des gelungenen Wiedereinstiegs in den Ligaalltag nach dem emotionalen Pokalerfolg.
Auch Anton Gavel (Head Coach Bamberg) lobte die reife Vorstellung seiner Mannschaft:
„Ich glaube, dass wir über das gesamte Spiel hinweg eine sehr erwachsene Leistung gezeigt haben. Der Schlüssel zum Sieg waren gerade zu Beginn die 16 Assists, die wir bis zur Halbzeit gespielt haben. Dadurch haben wir uns viele gute Würfe herausgearbeitet. Ich denke, wir haben auch defensiv gute Stopps bekommen und insgesamt relativ gut gereboundet. Im Großen und Ganzen war das für uns also eine sehr reife Leistung.“
Besonders wichtig sei der Sieg auch deshalb gewesen, weil Bamberg zuvor zweimal deutlich gegen Frankfurt verloren hatte.
Klaus Perwas (Head Coach Frankfurt) zeigte sich dagegen enttäuscht:
„Wir waren heute eigentlich gar nicht richtig auf dem Platz. Das war schon ein bisschen enttäuschend, muss ich sagen. Wenn mir allerdings vor dem Wochenende jemand gesagt hätte, dass wir mit einer 1:1-Bilanz aus den beiden Spielen gehen, hätte ich das sofort genommen. Trotzdem ist das Spiel heute natürlich enttäuschend – auch für unsere Fans. Aber damit muss man im Profisport umgehen können. Jetzt gilt es, im Training wieder den Fokus zu finden und uns auf den nächsten Gegner am kommenden Sonntag vorzubereiten. Da wollen wir auf jeden Fall eine deutlich bessere Leistung zeigen als heute – was auch notwendig sein wird. Das Spiel heute müssen wir abhaken. Und dann geht es weiter.“
Petkovic weiterhin nicht einsatzfähig
Nicht im Kader der Bamberger stand Adrian Petkovic. Der Guard hatte im Heimspiel gegen Braunschweig nach einem Ellenbogentreffer mit Verdacht auf Gehirnerschütterung das Feld verlassen müssen. Ein Einsatz in Frankfurt kam daher nicht infrage.
Nächstes Highlight in der Brose Arena
Für die BMA365 Bamberg Baskets geht es bereits am kommenden Wochenende mit einem echten Topspiel weiter. Am Sonntag gastiert der amtierende deutsche Meister FC Bayern München Basketball in der Brose Arena. Die Partie ist bereits ausverkauft. Fans können jedoch weiterhin Tickets für das nächste Heimspiel am 29. März gegen die Gladiators Trier erwerben. Mit zwei Siegen in Serie im Rücken wollen die Bamberger nun ihre starke Form bestätigen – und die nächsten Punkte in der easyCredit BBL holen.














