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News Bamberg

Mehr Lebensräume für Amphibien im Stadtwald

Wie ein innovatives Projekt alte Wasseranlagen in wertvolle Feuchtbiotope verwandelt

Leah Von Leah
30.April.2026 | 13:26 Uhr
in Bamberg
Hier fühlen sich Gelbbauchunke und Kammmolch wohl. Quelle: Stadt Bamberg

Hier fühlen sich Gelbbauchunke und Kammmolch wohl. Quelle: Stadt Bamberg

Der Stadtwald steht vor großen Herausforderungen. Klimawandel, längere Trockenperioden und veränderte Umweltbedingungen setzen dem sensiblen Ökosystem zunehmend zu.

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Schon vor Jahrzehnten erkannte der damalige Revierleiter Dieter Bierlein: „Der Stadtwald braucht mehr Wasser!“ Seine pragmatische Herangehensweise führte zur Entstehung des Kühtränkweihers – ein erster Schritt hin zu mehr Feuchtigkeit und biologischer Vielfalt im Wald. Heute wird diese Vision weitergeführt. Im Rahmen des Biodiversitätsprojekts wurde das Teilprojekt ‚Wasser und Wald‘ ins Leben gerufen. Ziel ist es, bestehende Strukturen sinnvoll zu nutzen und gleichzeitig neue Lebensräume für bedrohte Arten zu schaffen. Die feierliche Einweihung am 28. April markiert einen wichtigen Meilenstein in der nachhaltigen Entwicklung des Stadtwaldes.

Vom Industrieüberbleibsel zum Naturparadies

Die Grundlage für das Projekt bilden ehemalige Versickerungsanlagen aus den 1930er Jahren. Damals wurde Wasser aus dem Sendelbach und dem Halbmeilengraben in den Hauptsmoorwald geleitet, um das Grundwasser für das Stadtwaldwasserwerk anzureichern. Mit der Stilllegung der Anlagen im Jahr 1986 verfielen diese Strukturen jedoch zunehmend. Zurück blieb ein komplexes System aus Sickerschlitzen, Absetzbecken und Gräben – lange Zeit ungenutzt. Genau hier setzte das Projekt an. Statt die Anlagen abzureißen, wurden sie gezielt in naturnahe Feuchtlebensräume umgewandelt. Dieser Ansatz spart Ressourcen und nutzt vorhandene Strukturen effizient. Das Ergebnis ist beeindruckend: Aus alten technischen Anlagen entstand ein lebendiges Ökosystem, das zahlreichen Tier- und Pflanzenarten neue Perspektiven bietet.

Neue Lebensräume für bedrohte Amphibien

Ein zentrales Ziel des Projekts ist der Schutz und die Förderung streng geschützter Amphibienarten. Besonders im Fokus stehen die Gelbbauchunke und der Kammmolch. Beide Arten sind auf feuchte, strukturreiche Lebensräume angewiesen, die in der modernen Landschaft zunehmend selten werden. Die neu geschaffenen Feuchtbiotope bieten ideale Bedingungen: flache Gewässer, wechselnde Wasserstände und naturnahe Uferzonen. Diese Vielfalt ermöglicht es den Amphibien, sich fortzupflanzen und stabile Populationen aufzubauen. Besonders bemerkenswert ist die Gelbbauchunke: Ihr charakteristischer Ruf dient als akustischer Indikator für ein funktionierendes Ökosystem. Wo ihr „Uuuuh“ zu hören ist, stimmt die ökologische Balance. Damit wird sie zu einem wichtigen Signalgeber für den Erfolg des Projekts.

Innovative Wasserführung als Schlüssel zum Erfolg

Damit die neuen Lebensräume dauerhaft bestehen können, ist eine gezielte Wasserzufuhr entscheidend. Dafür wurde ein ausgeklügeltes System entwickelt. Über ein neu errichtetes Seitenwehr wird Wasser aus dem Sendelbach abgeleitet – bis zu 133 Liter pro Sekunde. Das Wasser gelangt über eine moderne Rohrleitung in den Stadtwald. Eine besondere technische Herausforderung war dabei die Unterquerung der Bundesstraße B 22. Mithilfe eines gesteuerten Rohrvortriebsverfahrens konnte diese Aufgabe ohne Verkehrsunterbrechung gelöst werden. Auch am Halbmeilengraben wurden umfangreiche Maßnahmen umgesetzt. Ein neues Schlitzwehr sorgt dafür, dass bei Hochwasser bis zu zwei Drittel des Wassers – maximal rund 710 Liter pro Sekunde – in das neu gestaltete Grabensystem umgeleitet werden. So entsteht ein dynamisches Wassernetz, das sich an natürliche Bedingungen anpasst.

Mehr als Artenschutz: Vorteile für die gesamte Region

Das Projekt bringt nicht nur Vorteile für Amphibien, sondern für die gesamte Region. Durch die gezielte Wasserlenkung wird das Risiko von Hochwasser reduziert. Gleichzeitig trägt das System zur Stabilisierung des Grundwasserspiegels bei. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Sicherung der Trinkwasserqualität. Das Wasser wird durch die natürlichen Filterprozesse im Boden gereinigt, bevor es ins Grundwasser gelangt. Damit leistet das Projekt einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Wasserversorgung. Auch das Klima profitiert: Feuchtgebiete speichern Wasser, kühlen die Umgebung und erhöhen die Widerstandsfähigkeit des Waldes gegenüber Trockenperioden.

Effiziente Nutzung von Fördermitteln

Ein besonderes Augenmerk lag auf der wirtschaftlichen Umsetzung des Projekts. Mit Gesamtkosten von etwas über einer Million Euro wurde ein beachtliches Ergebnis erzielt. Bemerkenswert ist dabei der geringe Anteil der Planungskosten, der lediglich 16 Prozent der Gesamtkosten ausmacht. Die Finanzierung erfolgte größtenteils durch den Bund, der 90 Prozent der Kosten übernahm. Für die Stadt verbleibt ein Eigenanteil von 10 Prozent. Dieses Verhältnis zeigt, wie effektiv öffentliche Fördermittel eingesetzt werden können, wenn Planung und Umsetzung gut aufeinander abgestimmt sind. Das Projekt gilt daher als Musterbeispiel für wirtschaftliche und nachhaltige Investitionen im Bereich Umwelt- und Naturschutz.

Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Der Erfolg des Teilprojekts ‚Wasser und Wald‘ ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Zahlreiche Institutionen und Unternehmen haben ihre Expertise eingebracht und gemeinsam an der Umsetzung gearbeitet.

Zu den wichtigsten Beteiligten zählen:

  • Ingenieurbüro Hoehnen & Partner (Planung und Baubetreuung)
  • Firma Kehn (Bauausführung)
  • Firma Schlapp (Geländemodellierung)
  • Wasserwirtschaftsamt Kronach
  • Stadtwerke Bamberg
  • Staatliches Bauamt Bamberg
  • Klima- und Umweltamt
  • Landratsamt

Diese Kooperation zeigt, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit für komplexe Umweltprojekte ist. Nur durch das Zusammenspiel von Fachwissen, Erfahrung und Engagement konnte dieses Projekt erfolgreich realisiert werden.

Ein Vorbild für zukünftige Projekte

Das Teilprojekt ‚Wasser und Wald‘ hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Es zeigt eindrucksvoll, wie bestehende Infrastruktur nachhaltig umgenutzt werden kann, um ökologische und gesellschaftliche Ziele zu verbinden. Die Kombination aus Naturschutz, Hochwasserschutz und Trinkwassersicherung macht das Projekt zu einem Vorbild für andere Regionen. Besonders in Zeiten des Klimawandels sind solche integrativen Ansätze von großer Bedeutung. Kommunen, Planer und Umweltorganisationen können aus diesem Projekt wertvolle Erkenntnisse gewinnen und ähnliche Konzepte an ihre eigenen Gegebenheiten anpassen.

Wenn Natur und Technik im Einklang arbeiten

Was einst als unscheinbare Versickerungsanlage begann, ist heute ein lebendiges Beispiel dafür, wie durchdachte Planung und mutige Entscheidungen nachhaltige Veränderungen bewirken können. Der Stadtwald hat nicht nur mehr Wasser bekommen, sondern auch neue Lebenskraft. Die Rückkehr von Amphibien wie der Gelbbauchunke ist dabei mehr als nur ein Erfolg für den Artenschutz. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Natur sich erholen kann, wenn man ihr den nötigen Raum gibt. Dieses Projekt zeigt: Mit Engagement, Innovation und Zusammenarbeit lassen sich selbst alte Strukturen in wertvolle Lebensräume verwandeln – zum Nutzen von Mensch und Natur gleichermaßen.

Quelle: Stadt Bamberg
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Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.

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