Ein kräftiges Sommergewitter mit Windböen von bis zu 9,5 Beaufort hat am späten Donnerstag Nachmittag weite Teile des Bamberger Stadtgebiets getroffen.
Die starken Böen führten an mehreren Stellen zu Ast- und Gehölzbrüchen. Neben der Feuerwehr waren auch die Gärtner und Baumpfleger von Bamberg Service im Dauereinsatz, um Gefahrenstellen zu sichern und die entstandenen Schäden zu beseitigen. Auch am Folgetag kontrollierten die Einsatzkräfte weiterhin den städtischen Baumbestand und arbeiteten weitere Schadensstellen ab.
Mehrere Bäume im Hain betroffen
Zu den größten Schäden zählen mehrere Astabbrüche im Hain. Betroffen waren unter anderem Rotbuchen nahe der Tennishalle, am Hutanger sowie am Philosophenweg. Teilweise wurden Wege durch herabgestürzte Äste blockiert. Weitere Schäden entstanden an einer Robinie auf der Bayerleinswiese, einem Ahorn im Heinrichspark sowie an einer Kiefer in der Coburger Straße. Dort wurde die unmittelbare Gefahr bereits beseitigt, der Abtransport des Holzes soll in der kommenden Woche erfolgen.
Schäden an der Aussegnungshalle in Gaustadt
Besonders stark betroffen war auch der Friedhof in Gaustadt. Mehrere Astabbrüche an wertvollen Habitat-Eichen beschädigten die Aussegnungshalle. Die Gefahrenstellen wurden umgehend abgesichert. Der Beerdigungsbetrieb ist nach Angaben von Bamberg Service jedoch nicht beeinträchtigt und kann wie geplant stattfinden.
Regelmäßige Baumkontrollen im gesamten Stadtgebiet
Bamberg Service betreut rund 30.000 städtische Bäume. Drei zertifizierte Baumkontrolleure und drei professionelle Baumpflegeteams überprüfen den Bestand das ganze Jahr über auf seine Verkehrssicherheit. Nach Sturmereignissen erfolgen zusätzliche Kontrollen aller Gehölzbestände. Dennoch weisen die Verantwortlichen darauf hin, dass selbst gesunde und regelmäßig kontrollierte Bäume bei Windstärken ab Beaufort 8 durch extreme Wetterlagen beschädigt werden können. Solche Ereignisse gelten auch aus Sicht der Versicherungen als höhere Gewalt.
Bamberg Service appelliert an die Bevölkerung
Trotz der heftigen Windböen gab es erfreulicherweise keine Personenschäden und keine größeren Sachschäden im Stadtgebiet. Bamberg Service bittet die Bevölkerung dennoch, bei Stürmen und schweren Gewittern Grünanlagen mit großem Baumbestand – insbesondere den Hain, Uferwege, den Volkspark sowie Friedhöfe – zu meiden. Außerdem wird empfohlen, sich während solcher Wetterlagen nicht unnötig unter Bäumen aufzuhalten und besondere Vorsicht walten zu lassen.
















