An der Graf-Stauffenberg-Schule übernehmen Schülerinnen und Schüler aktiv Verantwortung für ein gutes Miteinander.
Auch in diesem Jahr wurden wieder engagierte Jugendliche zu Streitschlichterinnen und Streitschlichtern ausgebildet und für ihren Einsatz ausgezeichnet. Die feierliche Übergabe der Zertifikate übernahm Oberbürgermeister Andreas Starke persönlich.
Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft stärken
Seit mittlerweile zehn Jahren ist die Streitschlichter-Ausbildung fester Bestandteil des Schulalltags an der Wirtschaftsschule. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Konflikte zu sensibilisieren und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um Streitigkeiten eigenständig zu lösen. Oberbürgermeister Andreas Starke betonte in seiner Ansprache die Bedeutung dieses Engagements. Besonders hob er hervor, wie wichtig es sei, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und aktiv zur Gemeinschaft beitragen. Solche Initiativen seien für die Gesellschaft von großer Bedeutung.
Fehlende Streitkultur als gesellschaftliche Herausforderung
In seiner Rede sprach Starke auch ein aktuelles Problem an: Eine konstruktive Streit- und Diskussionskultur sei heute vielerorts verloren gegangen. Dies betreffe sowohl soziale Medien als auch den persönlichen Umgang und die politische Debatte. Gerade hier setzt die Streitschlichter-Ausbildung an. Die Jugendlichen lernen, respektvoll zu kommunizieren, Konflikte zu erkennen und Lösungen zu finden. Diese Fähigkeiten können sie nicht nur in der Schule, sondern auch im Alltag anwenden.
Streitschlichter als feste Größe im Schulalltag
Die ausgebildeten Streitschlichterinnen und Streitschlichter sind längst ein wichtiger Bestandteil des Schullebens. Sie greifen ein, wenn Konflikte entstehen, und helfen dabei, Streitigkeiten frühzeitig zu entschärfen. Durch ihre Arbeit tragen sie dazu bei, dass Probleme gar nicht erst eskalieren. Gleichzeitig fördern sie ein positives Schulklima, in dem gegenseitiger Respekt und Verständnis im Mittelpunkt stehen.
Persönlichkeitsentwicklung im Fokus
Neben der Konfliktlösung profitieren die Jugendlichen auch persönlich von ihrer Ausbildung. Viele berichten, dass sie durch ihre Tätigkeit selbstbewusster geworden sind und ein besseres Gespür für zwischenmenschliche Situationen entwickelt haben. Die Wertschätzung, die sie für ihr Engagement erhalten, wirkt sich zusätzlich motivierend aus. Rückmeldungen an die Lehrkräfte zeigen immer wieder, wie prägend diese Erfahrung für die persönliche Entwicklung ist.
Ausbildung durch erfahrene Mentoren
Insgesamt sind in diesem Schuljahr 51 Schülerinnen und Schüler als Streitschlichter aktiv. Die Ausbildung übernehmen die erfahrenen Mentoren Barbara Kretschmer und Ralph Olbrich. Neben dem wöchentlichen Wahlfach bildet ein dreitägiger Workshop auf der Burg Feuerstein einen besonderen Höhepunkt. Dort vertiefen die Jugendlichen ihre Kenntnisse und stärken ihre Fähigkeiten im Umgang mit Konflikten.
Langjährige Erfolgsgeschichte
Seit 2016 wurden an der Graf-Stauffenberg-Schule insgesamt 165 Jugendliche zu Streitschlichterinnen und Streitschlichtern ausgebildet. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Schulentwicklung und prägen das Verständnis der Einrichtung als Weltethosschule. Oberbürgermeister Starke nutzte die Gelegenheit, um sich ausdrücklich bei den beteiligten Lehrkräften zu bedanken. Ihr pädagogisches Engagement sei ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Projekts.
Wenn Engagement Schule macht
Das Streitschlichter-Projekt zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen aktiv Verantwortung übernehmen und das Miteinander positiv beeinflussen können. Es stärkt nicht nur die Schulgemeinschaft, sondern vermittelt wichtige Kompetenzen für das spätere Leben. Mit ihrem Einsatz setzen die Jugendlichen ein starkes Zeichen – für Respekt, Dialogbereitschaft und eine konstruktive Konfliktkultur, die weit über die Schule hinaus wirkt.
Leah
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