In einem wahren Basketball-Krimi haben sich die BMA365 Bamberg Baskets am 21. Spieltag der easyCredit BBL bei den ROSTOCK SEAWOLVES mit 88:86 (41:43 – 72:72) nach Verlängerung durchgesetzt.
Vor 3.841 Zuschauern in der Stadthalle Rostock bewiesen die Gäste von der Regnitz starke Nerven und drehten eine intensive Partie, in der sie lange einem knappen Rückstand hinterherliefen.
Starker Start – Crockett antwortet früh
Die Partie begann spektakulär. Gleich der erste Angriff der Bamberger saß: Nach sehenswerter Ballstafette bediente Cobe Williams seinen Teamkollegen EJ Onu per Alley-Oop zur frühen Führung. Doch die Gastgeber hatten mit TJ Crockett ihren überragenden Akteur. Der US-Amerikaner erzielte die ersten sieben Punkte der Seewölfe und sorgte früh für Druck. Das erste Viertel blieb eng, mit leichten Vorteilen für Rostock. Nach zehn Minuten stand es 24:23 für die Hausherren.
Rostock zieht davon – Bamberg kämpft sich zurück
Im zweiten Abschnitt nahm das Spiel an Intensität zu. Crockett blieb heiß und traf hochprozentig aus der Distanz. Zwischenzeitlich lagen die Gäste zweistellig zurück (29:39). Die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel reagierte jedoch eindrucksvoll. Mit einem 12:4-Lauf vor der Pause kämpften sich die Bamberger wieder heran. Moritz Krimmer setzte dabei wichtige Impulse von außen. Zur Halbzeit war beim 41:43 wieder alles offen.
Zähes drittes Viertel – Spannung pur
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine defensiv geprägte Phase. Beide Teams fanden offensiv nur schwer Rhythmus. Jeder Korb musste hart erarbeitet werden. Rostock behauptete weiterhin eine knappe Führung. Ein Dreier von Richard Balint zum Ende des dritten Viertels brachte Bamberg auf 53:56 heran. Auch dieser Spielabschnitt ging minimal an die Hausherren – es blieb ein echter ‚Nailbiter‘.
Dramatische Schlussphase bringt Overtime
Im letzten Viertel wechselte die Führung mehrfach. Ein Dreier von Balint brachte Bamberg wieder nach vorne, doch die Seawolves konterten. Zwei Minuten vor dem Ende traf Demarcus Demonia aus der Distanz zur erneuten Führung. 15 Sekunden vor Schluss lagen die Gäste jedoch wieder zurück. Nach einer Auszeit vollendete EJ Onu zum 72:72-Ausgleich. Der letzte Rostocker Wurf verfehlte sein Ziel – Verlängerung.
Watson behält die Nerven
In der Overtime zeigte Bamberg die größere Abgeklärtheit. Ein Dreier von Ibi Watson und Richard Balint sorgten für eine knappe Führung. TJ Crockett hielt Rostock mit starken Aktionen im Spiel und kam am Ende auf 25 Punkte. Doch in den entscheidenden Sekunden blieb Watson eiskalt von der Freiwurflinie. Sieben Sekunden vor Schluss brachte er seine Mannschaft mit zwei Treffern auf 88:85 in Front. Zwar verkürzte Crockett noch einmal, doch ein letzter Wurfversuch blieb aus. Bamberg rettete den Vorsprung über die Zeit.
Alle Starter zweistellig – Geschlossene Teamleistung
Bemerkenswert: Bei Bamberg punkteten alle fünf Starter zweistellig.
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Watson: 19 Punkte (7 Rebounds)
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Demonia: 18 Punkte
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Williams: 15 Punkte (8 Assists)
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Onu: 12 Punkte
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Balint: 11 Punkte
Diese Ausgeglichenheit war am Ende der Schlüssel zum Erfolg.
Stimmen zum Spiel
Anton Gavel zeigte sich erleichtert:
„Offensiv war es heute keine Augenweide, aber trotzdem haben wir einige gute Würfe bekommen. Am Ende haben wir die Stopps dann auch bekommen. Teilweise haben wir auch nicht schlau agiert, aber wir sind unglaublich froh, dass wir hier bestehen konnten. In den letzten drei Spielen haben wir von Rostock immer auf die Mütze bekommen. Jetzt in der Overtime zu gewinnen, ist für uns enorm wichtig.“
Rostocks Coach Przemyslaw Frasunkiewicz sprach dagegen von einer vertanen Chance:
„Wir haben uns eine zweistellige Führung erarbeitet, den Ball gut bewegt und richtig verteidigt. Danach haben wir den Ball weggeworfen, nicht mehr gepasst und haben Bamberg zurück ins Spiel geholt. Dann ging es Schlag auf Schlag. Am Ende haben sie bessere Abschlüsse als wir gefunden. Es war heute unsere große Chance, über die Top8 nachzudenken. Diese haben wir vertan. Es war wie eine kalte Dusche. Nun müssen wir uns neu ausrichten.“
Blick nach vorne: Pokal-Highlight in München
Für die Bamberger geht es nun weiter mit einem echten Saisonhöhepunkt. Beim BMW TOP FOUR im Münchner SAP Garden treffen sie im Halbfinale des BBL-Pokals auf den FC Bayern München Basketball. Im zweiten Halbfinale stehen sich ALBA BERLIN und die EWE Baskets Oldenburg gegenüber. Mit dem Overtime-Sieg in Rostock im Rücken reisen die Bamberg Baskets nun mit neuem Selbstvertrauen zum Pokal-Showdown.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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