Der Spielplatz am Jakobsberg soll attraktiver und inklusiver werden. Mit diesem Anliegen haben sich Anwohnerinnen und Anwohner sowie Eltern von Kindergartenkindern an die Stadt Bamberg gewandt.
Rund 300 Unterschriften sammelte die Initiative und übergab sie nun persönlich an Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier im Rathaus. Bei dem Treffen im Kleinen Sitzungssaal waren neben zahlreichen Unterstützern auch mehrere Kinder dabei. Gemeinsam machten sie auf den Wunsch nach einer Modernisierung des Spielplatzes aufmerksam.
Mehr Spielgeräte und Barrierefreiheit gefordert
Die Initiative setzt sich insbesondere für zusätzliche Spielgeräte sowie eine barrierefreie Gestaltung des Spielplatzes ein. Durch seine Lage direkt gegenüber dem Caritashaus für Kinder St. Elisabeth sei der Spielplatz ein wichtiger Treffpunkt für Familien im Stadtteil. Christine Öchsner, die die Unterschriftensammlung organisiert hat, erinnert sich an frühere Zeiten: „In meiner eigenen Kindheit war dieser Spielplatz attraktiver.“ Auch als Mutter und inzwischen Großmutter habe sie festgestellt, dass der Spielplatz deutlich an Anziehungskraft verloren habe.
Oberbürgermeister kündigt Vor-Ort-Termin an
Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier zeigte sich offen für die Anliegen der Initiative. Er kündigte an, gemeinsam mit Baureferentin Annegret Michler einen Vor-Ort-Termin wahrzunehmen und sich mit den Beteiligten auszutauschen. „Spielplätze sind zentrale Orte der Begegnung“, betonte Niedermaier. Gerade Familien mit Inklusionsbedarf müssten stärker berücksichtigt werden, damit alle Kinder gleichermaßen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Inklusion spielt bei Spielplatzplanung eine wichtige Rolle
Die Stadt Bamberg setzt bereits seit mehreren Jahren auf inklusive Angebote auf öffentlichen Spielflächen. Nach Angaben der Stadt gibt es derzeit 119 Spielplätze im Stadtgebiet. Seit 2019 wurden sechs neue Anlagen geschaffen. Nahezu alle Spielplätze verfügen bereits über inklusive Elemente, beispielsweise Angebote zur taktilen oder visuellen Wahrnehmung. Darüber hinaus wurde im Oktober 2025 im Volkspark ein spezielles inklusives Kombinationsspielgerät errichtet. Auf dem Spielplatz beim MTV in der Jahnstraße steht zudem ein Rollstuhlfahrerkarussell zur Verfügung.
Bürgerbeteiligung fließt in neue Konzepte ein
Die Wünsche der Initiative kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadtverwaltung ohnehin an einer strategischen Weiterentwicklung der Spielflächenplanung arbeitet. Baureferentin Annegret Michler erklärte, dass sich das Baureferat und Bamberg Service aktuell mit einer Neuausrichtung der Spielplatzkonzepte beschäftigen. In dieser frühen Phase sollen Anregungen aus der Bevölkerung bewusst aufgenommen und in die Planungen einbezogen werden.
Spielplatz als wichtiger Treffpunkt im Stadtteil
Für die Initiatoren steht vor allem die Bedeutung des Spielplatzes als sozialer Begegnungsort im Mittelpunkt. Mit zusätzlichen Spielangeboten und einer verbesserten Barrierefreiheit könnte der Platz am Jakobsberg künftig wieder stärker zum Treffpunkt für Familien, Kinder und Großeltern werden. Ob und in welchem Umfang die Wünsche umgesetzt werden können, soll nun bei den angekündigten Gesprächen und dem Vor-Ort-Termin geprüft werden.















