Am 19. Spieltag der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga setzte sich das Team von Head Coach Samuel Gloser mit 53:36 gegen die KuSG Leimen durch und feierte damit den dritten Heimsieg in Serie. Nach den Erfolgen gegen Bad Homburg und Dillingen konnten die Bambergerinnen erneut überzeugen – auch wenn der Weg dorthin zunächst alles andere als einfach war. Vor 507 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle entwickelte sich von Beginn an eine zähe Partie. Beide Mannschaften hatten große Schwierigkeiten, offensiv ihren Rhythmus zu finden. Viele Angriffe verpufften ohne erfolgreichen Abschluss, sodass sich früh abzeichnete, dass dieses Spiel vor allem über Einsatz, Geduld und defensive Stabilität entschieden werden würde. Mit diesem Erfolg sichern sich die Bamberg Baskets nicht nur einen weiteren wichtigen Sieg, sondern machen auch einen entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt.
Schwaches erstes Viertel – Offensiv läuft wenig zusammen
Der Spielbeginn war geprägt von Nervosität und Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Weder Bamberg noch Leimen fanden zunächst Zugriff im Angriff. Nach fünf gespielten Minuten zeigte die Anzeigetafel ein mageres 4:4 – ein deutliches Zeichen für die offensiven Probleme beider Teams. Auch im weiteren Verlauf des ersten Viertels blieb das Niveau überschaubar. Fehlwürfe, Ballverluste und wenige klare Abschlüsse bestimmten das Bild. So ging Leimen mit einer knappen 8:7-Führung in die erste Viertelpause. Für die Zuschauer war es zwar kein offensives Feuerwerk, dafür aber ein intensives Spiel mit viel Einsatz auf beiden Seiten.
Leimen nutzt Bamberger Schwächephase eiskalt aus
Zu Beginn des zweiten Viertels erwischten die Gäste aus Leimen den besseren Start. Mit einem schnellen Lauf setzten sie sich auf 12:7 ab und konnten diesen Vorsprung zunächst verteidigen. Besonders Johanna Mölls sorgte mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf für zusätzliche Sicherheit im Spiel der Gäste. Als US-Spielerin Mallory Brodnik an der Freiwurflinie erfolgreich war und auf 21:13 für Leimen erhöhte, schien das Spiel zu kippen. Bamberg wirkte in dieser Phase ideenlos im Angriff, die Ballbewegung war zu statisch und die Trefferquote ließ weiterhin zu wünschen übrig. Doch genau in diesem Moment zeigten die Gastgeberinnen Moral.
Starker Endspurt vor der Pause bringt die Wende
Kurz vor der Halbzeit gelang den Bamberg Baskets ein entscheidender Lauf. Mit einem 8:0-Run drehten sie das Spiel und gingen überraschend mit einer 22:21-Führung in die Kabine. Dieser Zwischenspurt war nicht nur für das Ergebnis wichtig, sondern auch für das Selbstvertrauen des Teams. Plötzlich war die Energie zurück, die zuvor gefehlt hatte. Die Defensive stand stabiler, und auch im Angriff wurden bessere Entscheidungen getroffen. Die knappe Führung zur Halbzeit sollte sich als Wendepunkt der Partie herausstellen.
Bamberg kommt wie verwandelt aus der Kabine
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Bamberg Baskets deutlich verbessert. Zwar gelang Leimens Topscorerin Nataliia Babii zunächst die erneute Führung, doch Bamberg reagierte prompt. Angeführt von Faith Alston, die wichtige Punkte erzielte, sowie einer starken Spielübersicht im Aufbau, übernahmen die Gastgeberinnen wieder die Kontrolle. Besonders das Zusammenspiel funktionierte nun besser: Zwei sehenswerte Anspiele führten zu einfachen Punkten von Elise Tweedie. Die Defensive wurde aggressiver, Ballgewinne häuften sich – und genau daraus entwickelte Bamberg sein Spiel. Schritt für Schritt bauten sie den Vorsprung aus.
Dominantes drittes Viertel entscheidet die Partie
Im dritten Abschnitt zeigte sich die Überlegenheit der Bambergerinnen besonders deutlich. Mit konsequenter Verteidigung und schnellem Umschaltspiel setzten sie sich immer weiter ab. Ein Highlight war der erfolgreich abgeschlossene Schnellangriff von Stephanie Sachnovski kurz vor Viertelende, der die Führung auf 42:29 erhöhte. Dieser Moment symbolisierte die neue Stärke der Gastgeberinnen: schnelles Spiel, klare Entscheidungen und hohe Effizienz. Leimen hingegen fand kaum noch Mittel gegen die aggressive Bamberger Verteidigung. Rebounds wurden vernachlässigt, und auch offensiv fehlte die Durchschlagskraft.
Schlussviertel bringt die endgültige Entscheidung
Auch im letzten Viertel ließ Bamberg nichts mehr anbrennen. Wieder war es Stephanie Sachnovski, die mit einem Ballgewinn und anschließendem Korberfolg den Vorsprung auf komfortable 20 Punkte ausbaute. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden. Zwar gelangen beiden Teams in der Schlussphase nur noch wenige Punkte, doch Bamberg verwaltete den Vorsprung souverän. Der Korbleger von Marisa Köhler zum 51:31 markierte schließlich die Vorentscheidung, bevor das Spiel mit 53:36 endete
Trainerstimmen: Zufriedenheit und klare Analyse
Nach dem Spiel zeigte sich Leimens Head Coach Michael Herb fair und realistisch: „Wir haben hier in der ersten Halbzeit einen guten Fight abgeliefert mit einem engen Spiel bis zur Pause. In der zweiten Hälfte haben wir allerdings vergessen zu rebounden und zu punkten. Daraus hat Bamberg dann die Stärke gezogen und natürlich auch den Sieg.“
Bambergs Trainer Samuel Gloser war vor allem erleichtert über den wichtigen Sieg: „Für uns ist es sehr wichtig, dass wir diesen Sieg einfahren konnten. Jetzt können wir für die kommende Saison planen und es wird sicherlich auch etwas Ruhe reinkommen, so dass wir die nächsten Spiele dafür nutzen können, um das bestmöglich Ergebnis einzufahren.“
Klassenerhalt rückt in greifbare Nähe
Mit dem zehnten Saisonsieg haben die Bamberg Baskets einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Zwar gibt es rechnerisch noch eine theoretische Möglichkeit für ein Abrutschen auf einen Playdown-Platz, doch dafür müsste eine äußerst unwahrscheinliche Konstellation eintreten. Realistisch betrachtet können die Bambergerinnen bereits jetzt mit der Planung für die kommende Saison beginnen – ein wichtiger Vorteil in einer hart umkämpften Liga.
Tabellensituation verbessert sich spürbar
Durch den Sieg klettert Bamberg auf den sechsten Platz der Süd-Gruppe und zieht an der Reserve des USC Freiburg vorbei. Diese Entwicklung unterstreicht die positive Formkurve der Mannschaft in den letzten Wochen. Gerade die Heimstärke erweist sich als entscheidender Faktor. Drei Siege in Folge vor eigenem Publikum sprechen eine klare Sprache.
Ausblick: Nächste Herausforderung wartet bereits
Viel Zeit zum Feiern bleibt jedoch nicht. Am kommenden Wochenende steht das nächste Auswärtsspiel an. Dann treffen die Bamberg Baskets auf die BasCats Heidelberg, die aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Diese Aufgabe wird deutlich anspruchsvoller als das Spiel gegen Leimen. Heidelberg befindet sich in starker Form und wird Bamberg alles abverlangen. Das letzte Heimspiel der Saison findet am 4. April statt. Dann empfangen die Bambergerinnen den MTV Stuttgart – eine weitere Gelegenheit, die starke Heimbilanz auszubauen.















