Die Städtepartnerschaft zwischen Bamberg und der ukrainischen Stadt Mukatschewo gewinnt zunehmend an Dynamik. Nach der offiziellen Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags Anfang 2026 nehmen nun auch zivilgesellschaftliche Initiativen Fahrt auf.
Im Fokus steht dabei die Gründung eines Freundeskreises, der den Austausch zwischen beiden Städten aktiv fördern soll. Ziel der Initiative ist es, möglichst viele Menschen aus Bamberg und Mukatschewo miteinander zu vernetzen und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen. Dabei geht es nicht nur um symbolische Begegnungen, sondern um konkrete Zusammenarbeit in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.
Erstes Treffen im Stadt
Ein wichtiger Schritt in Richtung Gründung wurde bereits gemacht: Kürzlich fand ein erstes Treffen engagierter Akteurinnen und Akteure statt. Organisiert wurde dieses von Sascha Götz im Stadt des Smart-City-Programms der Stadt Bamberg an der Promenade. In offener Atmosphäre tauschten die Teilnehmenden erste Ideen aus und diskutierten mögliche Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit des Freundeskreises. Dabei wurde schnell deutlich, dass großes Interesse an einer aktiven Mitgestaltung der Partnerschaft besteht.
Austausch als zentrales Ziel
Wie bei anderen Städtepartnerschaften soll auch der geplante Freundeskreis Bamberg-Mukatschewo den interkulturellen Austausch fördern. Im Mittelpunkt stehen Begegnungen zwischen Menschen, die sich für die jeweils andere Stadt und deren Kultur interessieren. Besonderes Augenmerk liegt darauf, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen. Denn eine lebendige Partnerschaft entsteht vor allem durch persönliches Engagement und den direkten Kontakt zwischen den Menschen vor Ort.
Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Interessierte können sich ab sofort aktiv an der Initiative beteiligen. Über die digitale Plattform ‚Bamberg-Miteinander‘ wurde bereits eine eigene Gruppe für den Freundeskreis eingerichtet. Dort können sich Unterstützerinnen und Unterstützer vernetzen, Ideen einbringen und an der weiteren Entwicklung mitwirken. Die Anmeldung erfolgt unkompliziert online. Nach einer kurzen Registrierung auf der Plattform können Interessierte direkt der Gruppe beitreten und Teil des Projekts werden. Damit wird eine einfache Möglichkeit geschaffen, sich niedrigschwellig zu engagieren.
Alternative Kontaktmöglichkeiten
Für alle, die sich nicht digital anmelden möchten oder können, stehen alternative Wege zur Verfügung. Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus der Stadtverwaltung nehmen Interessensbekundungen auch per E-Mail (sascha.goetz@stadt.bamberg.de) oder telefonisch (0951/87-1008) entgegen. Diese persönliche Ansprache soll sicherstellen, dass wirklich alle Interessierten – unabhängig von ihren technischen Möglichkeiten – die Chance haben, sich einzubringen. Denn Vielfalt und Offenheit sind zentrale Werte der Initiative.
Gemeinsame Veranstaltung geplant
Nach der Sammlung erster Interessensbekundungen ist eine gemeinsame Veranstaltung geplant. Ziel dieses Treffens ist es, die Beteiligten miteinander bekannt zu machen und konkrete Ideen für die Zusammenarbeit zu entwickeln. Dabei sollen mögliche Projekte diskutiert und erste Schritte für die Umsetzung festgelegt werden. Der Freundeskreis versteht sich dabei als Plattform für kreative Ansätze und neue Impulse im Rahmen der Städtepartnerschaft.
Hintergrund der Städtepartnerschaft
Die Grundlage für diese Initiative wurde im Januar 2026 gelegt. In einer feierlichen Sitzung des Bamberger Stadtrats wurde der Partnerschaftsvertrag mit Mukatschewo offiziell unterzeichnet. Die westukrainische Stadt mit rund 85.500 Einwohnern ist zwar nicht unmittelbar vom Krieg betroffen, hat jedoch ebenfalls bereits Auswirkungen des Konflikts zu spüren bekommen. Umso wichtiger ist es beiden Städten, ein Zeichen der Solidarität und Zusammenarbeit zu setzen.
Fokus auf zentrale Zukunftsbereiche
Die Partnerschaft zwischen Bamberg und Mukatschewo ist langfristig angelegt und umfasst mehrere wichtige Bereiche. Dazu gehören unter anderem:
- Bildung und Wissenschaft
- Kultureller Austausch
- Fachaustausch zwischen Institutionen
- Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Beide Städte möchten voneinander lernen und gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen entwickeln.
Bedeutung für die Stadtgesellschaft
Die Gründung eines Freundeskreises ist ein wichtiger Schritt, um die Partnerschaft auf eine breite gesellschaftliche Basis zu stellen. Während offizielle Vereinbarungen den Rahmen schaffen, sind es die Menschen, die diese mit Leben füllen. Durch den direkten Austausch entstehen neue Perspektiven, Verständnis und gegenseitige Unterstützung. Gerade in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen gewinnt dieser persönliche Kontakt an Bedeutung.
Engagement als Schlüssel zum Erfolg
Der Erfolg des Freundeskreises hängt maßgeblich vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger ab. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto vielfältiger und lebendiger kann die Zusammenarbeit gestaltet werden. Dabei sind nicht nur konkrete Projekte gefragt, sondern auch Offenheit, Interesse und die Bereitschaft, neue Kontakte zu knüpfen. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – kann dazu beitragen, die Partnerschaft zu stärken.
Perspektiven für die Zukunft
Mit der geplanten Gründung des Freundeskreises eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Städtepartnerschaft. Von gemeinsamen Veranstaltungen über Austauschprogramme bis hin zu langfristigen Kooperationen ist vieles denkbar. Die Initiative steht noch am Anfang, doch das Interesse und die ersten Ideen zeigen bereits, welches Potenzial in diesem Projekt steckt. Wenn es gelingt, dieses Engagement zu bündeln, kann daraus eine nachhaltige und lebendige Verbindung zwischen Bamberg und Mukatschewo entstehen.
Gemeinsam Brücken bauen
Die Partnerschaft zwischen Bamberg und Mukatschewo ist mehr als ein offizieller Vertrag – sie ist eine Chance, Brücken zwischen Menschen zu bauen. Der geplante Freundeskreis bietet dafür eine ideale Plattform. Wer sich einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, Teil dieser Entwicklung zu werden. Denn am Ende lebt jede Partnerschaft von den Menschen, die sie gestalten und mit Leben füllen.















