Finnland und Deutschland verbindet eine enge Partnerschaft, die auch auf kommunaler Ebene gelebt wird.
Dies betonte Oberbürgermeister Andreas Starke beim Besuch des finnischen Botschafters Kai Sauer, der am 3. Februar zu Gast in Bamberg war.
Finnischer Botschafter auf Deutschlandreise
Kai Sauer, Botschafter der Republik Finnland mit Sitz in Berlin, verfolgt bewusst einen offenen Ansatz: Statt ausschließlich in der Bundeshauptstadt zu verweilen, möchte er Deutschland in seiner ganzen Vielfalt kennenlernen. Innerhalb eines Jahres besuchte er alle 16 Bundesländer. Nun richtet er seinen Blick verstärkt auf deutsche Städte und Regionen – und machte dabei Station in Bamberg, das er als „eine besondere Stadt“ bezeichnete.
Empfang im Alten Rathaus
Oberbürgermeister Andreas Starke empfing den Botschafter im Rokokosaal des Alten Rathauses, wo sich Kai Sauer in das Goldene Buch der Stadt Bamberg eintrug. Starke berichtete, dass aktuell 18 finnische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Bamberg leben. Begleitet wurde der Botschafter vom Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz, mit dem Sauer bereits zuvor zusammengearbeitet hatte. Ebenfalls anwesend war Auri Tusa, eine finnische Staatsbürgerin, die derzeit ein Volontariat im Historischen Museum der Stadt Bamberg absolviert.
Austausch über Kultur, Sport und Partnerschaften
Im Gespräch stellte Oberbürgermeister Starke unter anderem das Alte Rathaus vor, eines der meistfotografierten Bauwerke Deutschlands. Auch sportliche Themen kamen zur Sprache. Starke erinnerte daran, dass früher ein finnischer Spieler das Bamberger Basketballteam verstärkt hatte. Der Botschafter bekannte sich als leidenschaftlicher Eishockey-Fan, sprach jedoch ebenso über politische Themen. In diesem Zusammenhang wurde auf bestehende Städtepartnerschaften verwiesen: Während Bamberg mit der ukrainischen Stadt Mukatschewo verbunden ist, unterhält das finnische Tampere eine Partnerschaft mit Kiew.
Wehrpflicht und sicherheitspolitischer Austausch
Ein weiteres Thema war die Wehrpflicht. Anlässlich des zeitgleichen Besuchs von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius in skandinavischen Ländern erklärte Sauer, dass Finnland über ein umfassendes Wehrdienstmodell verfügt. Dort gilt eine allgemeine Wehrpflicht: Rund 70 Prozent der Männer leisten Wehrdienst, während die übrigen einen sozialen Dienst absolvieren. Der Austausch unterstrich die engen Beziehungen zwischen Finnland und Deutschland sowie das gemeinsame Interesse an sicherheits- und gesellschaftspolitischen Fragen.















