Die Stadt Bamberg startet mit positiven Nachrichten in das Jahr 2026: Zum 1. April wurde sie erneut in das Bundesprogramm ‚Demokratie leben!‘ aufgenommen.
Nach einer zwischenzeitlichen Förderpause ist dies ein bedeutender Schritt für die Stadtgesellschaft und ein klares Signal für die nachhaltige Stärkung demokratischer Werte vor Ort. Die erneute Aufnahme ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher und intensiver Bemühungen seitens der Stadtverwaltung sowie zahlreicher engagierter Akteurinnen und Akteure aus der Zivilgesellschaft. Besonders hervorzuheben ist dabei das Durchhaltevermögen aller Beteiligten, die auch ohne externe Förderung die Demokratieförderung in Bamberg aktiv weitergeführt haben. Zweiter Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp unterstreicht die Bedeutung dieses Erfolgs. Die Rückkehr in das Programm ermögliche nicht nur die Fortsetzung bestehender Projekte, sondern eröffne auch neue Entwicklungsmöglichkeiten für die kommenden Jahre.
Kontinuität trotz Förderlücke
Bereits in der Förderperiode von 2019 bis 2024 war Bamberg Teil des Bundesprogramms und etablierte sich als aktive ‚Partnerschaft für Demokratie‘. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte initiiert, Netzwerke aufgebaut und wichtige Strukturen geschaffen, die das demokratische Miteinander in der Stadt nachhaltig gestärkt haben. Als Bamberg in der darauffolgenden Förderphase zunächst nicht berücksichtigt wurde, stellte dies eine Herausforderung dar. Dennoch gelang es, die aufgebauten Strukturen nicht nur zu erhalten, sondern auch weiterzuführen. Dies war vor allem dem Engagement der Stadtspitze, zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie der Unterstützung durch Eigenmittel und Spenden zu verdanken. Diese Phase ohne Förderung zeigte eindrucksvoll, wie tief demokratische Werte bereits in der Stadtgesellschaft verankert sind. Gleichzeitig wurde deutlich, dass nachhaltige Demokratieförderung langfristige Unterstützung benötigt – sowohl ideell als auch finanziell.
Ziele des Programms im Fokus
Mit der erneuten Aufnahme in ‚Demokratie leben!‘ knüpft Bamberg an bewährte Ziele an und setzt gleichzeitig neue Schwerpunkte. Im Mittelpunkt stehen:
- Stärkung der demokratischen Beteiligung
- Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements
- Ausbau von Strukturen gegen Extremismus und Diskriminierung
- Unterstützung eines respektvollen gesellschaftlichen Miteinanders
Ein besonderes Augenmerk liegt in der aktuellen Förderperiode auf der aktiven Einbindung junger Menschen. Sie sollen nicht nur angesprochen, sondern gezielt in Entscheidungsprozesse integriert werden. Darüber hinaus spielt die Vernetzung eine zentrale Rolle: Verwaltung, Bildungseinrichtungen, Vereine und Initiativen sollen noch enger zusammenarbeiten. Diese strategische Ausrichtung zeigt, dass Demokratieförderung nicht isoliert funktioniert, sondern auf einem starken Netzwerk basiert, das unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen vereint.
Aufbau neuer Strukturen in Bamberg
In den kommenden Wochen beginnt der strukturierte Aufbau der neuen Förderphase. Ein zentraler Bestandteil ist die Einrichtung eines breit aufgestellten Bündnisses. Dieses soll Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zusammenbringen und die strategische Ausrichtung der Partnerschaft für Demokratie begleiten. Als Grundlage dient das bereits bestehende ‚Netzwerk Demokratie‘, das sich aus dem früheren Begleitausschuss entwickelt hat. Besonders bemerkenswert ist, dass dieses Netzwerk auch während der förderfreien Zeit aktiv geblieben ist und somit eine stabile Basis für die zukünftige Arbeit bietet. Die geplanten Strukturen verfolgen das Ziel, bestehende Ressourcen effizient zu nutzen und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Dabei steht die langfristige Verankerung demokratischer Prozesse im Mittelpunkt.
Jugendbeteiligung als Schlüssel zur Zukunft
Ein zentrales Element der neuen Förderperiode ist die stärkere Einbindung junger Menschen. Hierfür wird ein Jugendforum eingerichtet, das Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit gibt, aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt mitzuwirken.
Das Jugendforum soll:
- Eigene Themen und Anliegen einbringen
- Projekte entwickeln und umsetzen
- Über einen eigenen Jugendfonds mitentscheiden
Dieser Ansatz fördert nicht nur demokratische Kompetenzen, sondern stärkt auch das Verantwortungsbewusstsein und die Identifikation junger Menschen mit ihrer Stadt. Gleichzeitig eröffnet er neue Perspektiven für innovative Projekte und frische Ideen. Die aktive Beteiligung der Jugend ist ein entscheidender Faktor für eine lebendige Demokratie, da sie langfristig die Grundlage für gesellschaftliches Engagement bildet.
Koordinierungsstelle als zentrale Schnittstelle
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Einrichtung einer Koordinierungs- und Fachstelle. Diese wird künftig gemeinsam mit dem federführenden Amt die operative Umsetzung des Programms übernehmen.
Zu den zentralen Aufgaben gehören:
- Beratung von Projektträgern
- Begleitung des Jugendforums
- Öffentlichkeitsarbeit
- Vernetzung aller beteiligten Akteurinnen und Akteure
Die Koordinierungsstelle fungiert somit als zentrale Schnittstelle zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft und weiteren Partnern. Sie sorgt dafür, dass Projekte effizient umgesetzt und Synergien optimal genutzt werden. Das Programm ist innerhalb der Stadtverwaltung im Amt für Inklusion angesiedelt. Diese Verortung unterstreicht den integrativen Ansatz der Demokratieförderung und zeigt, dass Vielfalt und Teilhabe zentrale Bestandteile der Strategie sind.
Demokratiewochen als sichtbarer Auftakt
Ein besonderer Höhepunkt der neuen Förderphase sind die geplanten Demokratiewochen ‚Bamberg. Demokratisch.‘ von Mai bis Juli 2026. Diese Veranstaltungsreihe dient als Plattform, um die Ziele und Möglichkeiten des Programms sichtbar zu machen.
Die Demokratiewochen bieten:
- Informationen zur neuen Förderphase
- Einblicke in Beteiligungsmöglichkeiten
- Raum für Austausch und Vernetzung
- Gewinnung neuer Partnerinnen und Partner
Durch verschiedene Veranstaltungen, Workshops und Aktionen wird das Thema Demokratie greifbar und erlebbar gemacht. Gleichzeitig wird die Öffentlichkeit aktiv eingebunden und zur Mitgestaltung eingeladen. Solche Formate sind entscheidend, um demokratische Werte nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern praktisch erfahrbar zu machen.
Beteiligung ausdrücklich erwünscht
Ein zentrales Anliegen des Programms ist es, möglichst viele Menschen einzubeziehen. Vereine, Initiativen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger sind ausdrücklich eingeladen, sich aktiv in die Partnerschaft für Demokratie einzubringen. Dabei geht es nicht nur um die Teilnahme an bestehenden Projekten, sondern auch um die Entwicklung eigener Ideen. Die Förderstruktur bietet hierfür vielfältige Möglichkeiten und unterstützt kreative Ansätze. Diese Offenheit ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, da sie unterschiedliche Perspektiven zusammenführt und die Vielfalt der Stadtgesellschaft widerspiegelt.
Nachhaltige Perspektiven für Bamberg
Die Rückkehr in das Bundesprogramm ‚Demokratie leben!‘ markiert für Bamberg nicht nur eine Fortsetzung bisheriger Arbeit, sondern auch einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft. Die Kombination aus bewährten Strukturen, neuen Impulsen und einer klaren strategischen Ausrichtung schafft optimale Voraussetzungen für eine nachhaltige Demokratieförderung. Besonders hervorzuheben ist dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft. Diese Partnerschaft bildet das Fundament für langfristige Erfolge und ermöglicht es, flexibel auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren. Gleichzeitig zeigt das Engagement der vergangenen Jahre, dass Demokratie in Bamberg aktiv gelebt wird – unabhängig von äußeren Rahmenbedingungen.
Gemeinsam die Demokratie gestalten
Die erneute Förderung eröffnet Bamberg die Chance, bestehende Initiativen weiter auszubauen und neue Projekte zu realisieren. Dabei steht eines im Mittelpunkt: die aktive Mitgestaltung durch die Bürgerinnen und Bürger. Demokratie ist kein statisches System, sondern lebt vom Engagement jedes Einzelnen. Die neue Förderphase bietet dafür die passenden Rahmenbedingungen und lädt dazu ein, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft der Stadt gemeinsam zu gestalten. Mit frischen Ideen, starken Netzwerken und einem klaren Bekenntnis zu demokratischen Werten geht Bamberg einen wichtigen Schritt nach vorne – hin zu einer offenen, vielfältigen und lebendigen Stadtgesellschaft.
















