Was für ein Basketball-Abend! Die BMA365 Bamberg Baskets haben im Halbfinale des BBL-Pokals ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und den haushohen Favoriten FC Bayern München Basketball nach Verlängerung mit 103:97 (34:36 – 83:83) niedergerungen.
In einem Spiel voller Emotionen, Führungswechsel und Dreier-Salven behielten die Bamberger in der Overtime die Nerven – und stehen nun absolut verdient im Finale des BMW TOP FOUR. Rund 11.500 Zuschauer im ausverkauften SAP Garden erlebten ein Offensivspektakel, das an Dramatik kaum zu überbieten war. Morgen wartet im Endspiel mit ALBA BERLIN bereits der nächste Hochkaräter.
Starker Start gegen den Favoriten
Von Beginn an zeigte Bamberg, dass man sich vom großen Namen nicht beeindrucken lassen würde. Nach Punkten von Cobe Williams und einem Dreier von Ibi Watson führte das Team aus Freak City schnell mit 5:0. Die Münchner wirkten zunächst überraschend fehleranfällig und leisteten sich mehrere Ballverluste. Doch das Spiel blieb eng. Nach einem Alley-Oop von Watson auf EJ Onu lag Bamberg mit 9:7 vorne. Die Intensität war hoch, allerdings sammelten Watson und Daniel Keppeler früh zwei Fouls. Trotzdem blieb Bamberg mutig, traf weiter von außen und führte zwischenzeitlich mit 17:12. Ein kleiner 6:0-Lauf der Bayern drehte das erste Viertel jedoch – 20:22 nach zehn Minuten.
Taktisches Duell auf Augenhöhe
Im zweiten Viertel wurde das Tempo zunächst gedrosselt. Das kam den Bayern entgegen, die sich defensiv stabilisierten. Doch Bamberg blieb im Spiel. Ein Dreier von Watson brachte die Führung zurück (27:26). Bayerns Head Coach Svetislav Pesić reagierte mit einer Auszeit – und seine Mannschaft erhöhte den Druck. Viele 50/50-Bälle landeten nun bei den Münchnern, die sich leicht absetzen konnten. Doch das Team von Anton Gavel blieb ruhig. Dunk von Onu, Dreier von Moritz Krimmer – zur Halbzeit stand es nur 34:36. Alles offen.
Moral, Defense und ein Dreier zum Viertelende
Nach der Pause starteten die Bayern besser. Vor allem Vladimir Lučić übernahm Verantwortung und brachte sein Team in Führung. Doch Bamberg ließ sich nicht abschütteln. Cobe Williams traf nach Offensiv-Rebound zum 47:47, die Verteidigung stand wieder kompakt. Kurz vor Ende des dritten Viertels glich Watson erneut aus, ehe Nenad Dimitrijević per Freiwurf konterte. Doch Watson hatte das letzte Wort – Dreier zum 54:53. Führung Bamberg vor dem Schlussabschnitt.
Sechs Punkte Vorsprung – und doch in die Verlängerung
Das vierte Viertel entwickelte sich zum offenen Schlagabtausch. Beim Stand von 61:61 war alles möglich. Dann schien das Momentum zu kippen: Andreas Obst traf für drei, wurde beim nächsten Versuch gefoult, Anton Gavel kassierte ein technisches Foul – vier Freiwürfe, 61:68. Doch Bamberg zeigte Charakter. Schnellangriff Crowley, And-one von Krimmer – plötzlich 78:72 für die Baskets. 57 Sekunden vor Schluss erhöhte Williams per Dreier auf 83:77. Doch die Bayern antworteten eiskalt. Obst und Dimitrijević trafen ebenfalls von außen – 83:83. Verlängerung.
Dreier-Shootout in der Overtime
Was folgte, war ein Offensiv-Feuerwerk. Dreier hier, Dreier da – beide Teams spielten mit offenem Visier. Williams traf zum 90:87, Obst konterte. Wieder Williams, diesmal antwortete Da Silva. Krimmer legte 75 Sekunden vor Schluss das 96:93 auf – doch Dimitrijević glich erneut aus. Dann übernahm Ibi Watson. Dreier zum 99:96. Dimitrijević vergab einen Freiwurf. Nach einem Ballverlust Bambergs vergab Obst die Chance – Rebound Bamberg. An der Freiwurflinie blieben Watson und Demarcus Demonia eiskalt. Der 103:97-Sieg war perfekt.
Die überragenden Akteure
Die Statistik unterstreicht die Teamleistung:
Bamberg:
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Ibi Watson: 24 Punkte
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Cobe Williams: 22 Punkte, 10 Assists
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Moritz Krimmer: 15 Punkte, 8 Rebounds
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EJ Onu: 13 Punkte
Bayern:
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Nenad Dimitrijević: 24 Punkte, 7 Assists
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Vladimir Lučić: 17 Punkte
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Andreas Obst: 17 Punkte
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Isiaha Mike: 13 Punkte, 12 Rebounds
Besonders bemerkenswert: Bamberg leistete sich nur neun Ballverluste – ein Schlüssel gegen die individuell stark besetzten Münchner.
Emotionale Stimmen nach dem Spiel
Head Coach Anton Gavel sprach von einem „emotionalen Sieg“ im SAP Garden gegen „die beste Mannschaft Deutschlands“. Vor allem die Defensive in der ersten Halbzeit und die Führungsqualitäten von Watson und Williams hob er hervor. Auch Bayerns Trainer Svetislav Pesić zeigte sich fairer Verlierer. Bamberg habe das Spiel bestimmt, seine Mannschaft sei „fast immer hintendran“ gewesen. Besonders die 20 Punkte in der Overtime beeindruckten ihn.
Jetzt wartet ALBA BERLIN
Lange Zeit zum Feiern bleibt nicht. Bereits morgen steigt das Finale gegen ALBA BERLIN, das sich souverän mit 98:78 gegen Oldenburg durchsetzte. Tip-Off ist um 16:30 Uhr – erneut im SAP Garden. Die Beine werden schwer sein, einige Spieler mussten viele Minuten gehen. Doch das Selbstvertrauen könnte größer kaum sein. Freak City lebt – und träumt vom Pokalsieg.
Annika
Als Redakteurin für Kulturthemen berichtet Annika über das vielfältige kulturelle Leben in Bamberg. Besonders das Theater liegt ihr am Herzen – ihre Rezensionen auf Bamberg – meine Stadt® bieten fundierte Einblicke und machen neugierig auf die nächsten Premieren.
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