Im kommenden Wahlkampf geht die unabhängige Wähler:innenvereinigung Zwiebel einen ungewöhnlichen Weg: Sie verzichtet vollständig auf klassische Wahlplakate. Stattdessen will die Gruppierung auf persönliche Gespräche und digitale Formate setzen – aus Überzeugung für mehr Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit.
Bewusste Entscheidung gegen klassische Außenwerbung
„Wir haben uns bewusst entschieden, ohne Plakate zu arbeiten – aus ökologischen, sozialen und nachhaltigen Gründen“, erklärt Michi Schmitt von der Zwiebel. Klassische Wahlplakate verursachten einen hohen Material-, Energie- und Müllaufwand, ohne dabei einen entsprechenden Mehrwert für die politische Meinungsbildung zu bieten. Die eingesparten Ressourcen wolle man lieber in den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern investieren.
Fokus auf digitalen und Haustürwahlkampf
Statt auf Laternenmasten und Bauzäune setzt die Zwiebel auf digitalen Wahlkampf sowie den persönlichen Kontakt an der Haustür. Übermäßige Plakatwerbung werde im Stadtbild häufig als visuelle Belastung wahrgenommen und trage nur begrenzt zur politischen Orientierung bei, so die Einschätzung der Wähler:innenvereinigung.
Ressourcenschonung als zentrales Argument
Ein Hauptgrund für den Verzicht auf Wahlplakate ist die Schonung von Ressourcen. Wahlplakate bestehen meist aus bedrucktem Karton oder Kunststoff wie Hohlkammerfolie. Herstellung, Druck und Transport verbrauchen Energie und fossile Rohstoffe und verursachen CO₂-Emissionen. Auch Druckfarben und Beschichtungen können zusätzliche Umweltbelastungen mit sich bringen.
Müllproblem nach dem Wahlkampf
Hinzu kommt die Entsorgung nach dem Wahlkampf. „Die Plakate werden wieder entfernt und landen oft ohne klare Wiederverwertung im Müll“, sagt Lybl Fuchs. Auch Kabelbinder, mit denen Plakate befestigt werden, blieben nicht selten im öffentlichen Raum zurück – etwa in Grünanlagen – und belasteten die Umwelt. Obwohl manche Materialien theoretisch recycelbar seien, würden viele Wahlplakate letztlich im Restmüll verbrannt.
Zeichen für modernen, klimafreundlichen Wahlkampf
Mit dem Verzicht auf Plakatwerbung setzt die Zwiebel ein bewusstes Zeichen im Einklang mit ihren umweltpolitischen Zielen. Die Wähler:innenvereinigung wolle zeigen, dass ein moderner Wahlkampf auch dialogorientiert, digital und klimafreundlich gestaltet werden könne. Weitere Informationen zur Zwiebel, zu den Kandidatinnen und Kandidaten sowie zum Wahlprogramm gibt es unter www.zwiebel-bamberg.de.
















