Gewalt gegen Frauen und Fragen der Gleichstellung standen im Mittelpunkt eines Aktionstags am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium in Bamberg.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Orange Days statt und richtete sich an die elften Klassen. Unterstützt wurde das Projekt von der Gleichstellungsstelle der Stadt Bamberg.
Sechs Perspektiven auf Gleichberechtigung
Expertinnen aus Wirtschaft, Gewerkschaft, Gleichstellungsarbeit, Polizei und dem Frauenhaus beleuchteten das Thema in sechs Kurzvorträgen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Im Anschluss diskutierten sie bei einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern. Die Debatte stand unter der Überschrift:
‚Sie lächelt so nett – das reicht doch. Wie steuern Vorurteile Chancen oder wie gelingt Gleichberechtigung?‘ Ziel war es, bestehende Rollenbilder zu hinterfragen und für strukturelle Benachteiligungen zu sensibilisieren.
Schülerprojekt thematisiert Diskriminierung im Alltag
Einen besonderen Beitrag leisteten Schülerinnen und Schüler eines Projekt-Seminars der elften Klasse. Sie produzierten einen Kurzfilm, der Erfahrungen mit Diskriminierung sowie gesellschaftliche Erwartungen an Frauen eindrücklich darstellt. Der Film trägt den Titel ‚Sprich darüber‘ und macht deutlich, dass viele Formen von Gewalt im Alltag oft unsichtbar bleiben.

Lichtspiel Bamberg zeigt Kurzfilm als Vorfilm
Das Lichtspiel Bamberg greift das Projekt auf und weist in seinem Programmheft darauf hin, dass Frauen und Mädchen häufiger von verbaler, psychischer und physischer Gewalt betroffen sind, als es auf den ersten Blick scheint. Der Kurzfilm wurde zwischen dem 22. und 26. Januar 2026 jeweils als Vorfilm der 20.35-Uhr-Vorstellung gezeigt. Das Kino setzt damit bewusst ein öffentlich sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen.
Klare Botschaft über die Aktionstage hinaus
„Die Botschaft ist klar: Gewalt an Frauen endet nicht mit den Orange Days – Aufmerksamkeit und Engagement müssen darüber hinaus bestehen bleiben“, betont Gabriele Kepic, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bamberg. Die Initiative zeige, wie wichtig es sei, junge Menschen frühzeitig für das Thema zu sensibilisieren und gesellschaftliche Verantwortung zu fördern.
















