Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September 2026, bietet die Universität Bamberg ein vielfältiges Programm an verschiedenen Orten in der Stadt.
Ab 10 Uhr können Besucherinnen und Besucher historische Räume entdecken, aktuelle Forschungsprojekte kennenlernen und Denkmäler aus neuen Perspektiven erleben. Die Angebote der Universität sind kostenfrei und richten sich an alle Interessierten.
Forschung zum Anfassen in der AULA
Ein zentraler Veranstaltungsort ist die AULA der Universität Bamberg. Dort öffnet das Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) seine Türen. Die Forscherinnen und Forscher geben Einblicke in ihre Arbeit und zeigen, mit welchen Fragen sich die Denkmalwissenschaften beschäftigen. Dabei geht es unter anderem darum, was Materialien über die Geschichte eines Bauwerks verraten und welche Spuren sich in ihnen erkennen lassen. Auch moderne Technologien spielen eine wichtige Rolle. Interaktive Tech-Demos zeigen, wie historische Gebäude und Materialien mit 3D-Scanning, Photogrammetrie, künstlicher Intelligenz und virtuellen Anwendungen digital erforscht werden können.
Historische Bibliothek öffnet ihre Türen
Auch die historische Bibliothek im ehemaligen Jesuitenkolleg, die heute als Teilbibliothek 1 genutzt wird, ist Teil des Programms Bei einer Führung durch den historischen Lesesaal können Besucherinnen und Besucher die besondere Atmosphäre der klassizistischen Bibliothek kennenlernen. Damit bietet sich die Gelegenheit, einen historischen Ort der Universität aus nächster Nähe zu erleben.
VR macht Kirchenräume erlebbar
Weitere Angebote gibt es beim Markt der Möglichkeiten auf dem Maxplatz, wo die Universität ebenfalls vertreten ist. Eine feldforscherische Spurensuche beschäftigt sich dort mit der Frage, wie unterschiedlich Menschen Zugang zu kulturellen Angeboten und Mobilität haben. Dabei wird auch sichtbar, an welchen Stellen soziale Ein- und Ausschlüsse im Stadtleben entstehen können. Zusätzlich können Besucherinnen und Besucher mithilfe von VR-Technik Kirchenräume auf eine neue Art erleben.
Auf den Spuren der Antike in Bamberg
Ein weiteres Angebot verbindet Wissenschaft mit einem Spaziergang durch die Stadt. Ein Impulsvortrag mit anschließendem Stadtspaziergang führt auf die Spuren der Antike in Bamberg. Dabei können Interessierte die Stadt aus einer historischen Perspektive kennenlernen und sich mit den Spuren beschäftigen, die antike Einflüsse hinterlassen haben.
Bundesweite Eröffnung in Bamberg
Der Tag des offenen Denkmals wird in diesem Jahr bundesweit in Bamberg auf dem Maximiliansplatz eröffnet. Gemeinsam mit der Stadt Bamberg gestaltet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dort ein umfangreiches Programm. Dazu gehören ein interaktiver Markt der Möglichkeiten, ein Bühnenprogramm und Schaubaustellen. Die Besucherinnen und Besucher erhalten dabei auch Einblicke in die praktische Arbeit der Denkmalpflege.
Denkmale aus neuen Perspektiven entdecken
Das diesjährige Motto lautet ‚NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur‘. Bundesweit öffnen zahlreiche historische Gebäude und Anlagen ihre Türen. Dabei geht es nicht nur darum, bekannte Bauwerke zu besichtigen. Viele Denkmale ermöglichen besondere Einblicke in Bereiche, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind. Auch bekannte Orte können an diesem Tag aus einer neuen Perspektive entdeckt werden. Die Angebote der Universität Bamberg verbinden diesen Gedanken mit aktuellen Forschungsansätzen und modernen Technologien.
Geschichte trifft auf moderne Forschung
Der Tag des offenen Denkmals bietet in Bamberg damit eine Mischung aus historischen Orten, wissenschaftlichen Einblicken und digitalen Technologien. Von der historischen Bibliothek über die Forschung des KDWT bis hin zu VR-Anwendungen und einem Stadtspaziergang reicht das Angebot der Universität. Alle Interessierten sind eingeladen, die Veranstaltungen am 13. September kostenlos zu besuchen. Weitere Informationen und das vollständige Programm für Bamberg gibt es auf der Website zum Tag des offenen Denkmals.
















