Wie sollen die Uferbereiche in Bamberg künftig aussehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Tags der Städtebauförderung 2026, der am Samstag im Bamberger Bürgerlabor in der Hauptwachstraße stattfand.
Unter dem Motto „Die Uferbereiche in Bamberg – klimaangepasst denken“ diskutierten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger über die Zukunft von Adenauerufer, Kunigundendamm und den angrenzenden Freiräumen. Zwischen 10 und 14 Uhr entwickelten die Teilnehmenden an mehreren Themenstationen konkrete Ideen, Wünsche und Kritikpunkte für die weitere Stadtentwicklung.
Radverkehr steht klar im Fokus
Besonders deutlich zeigte sich bei der Veranstaltung der Wunsch nach besseren Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten eine konsequente Trennung von Fuß- und Radverkehr entlang der Uferbereiche. Auch eine durchgehende Beleuchtung auf beiden Seiten des Kanals sowie der Rückbau gefährlicher Engstellen – etwa zwischen Luitpold- und Kettenbrücke – wurden mehrfach angesprochen. Darüber hinaus sprachen sich viele Bürgerinnen und Bürger für eine verkehrsberuhigte Gestaltung des Kunigundendamms aus. Der bestehende durchgehende Radweg entlang des Kanals wurde zwar als großer Standortvorteil gelobt, gleichzeitig sahen viele Beteiligte dort noch erhebliches Ausbaupotenzial.
Weniger Autoverkehr in der Innenstadt gefordert
Neben dem Radverkehr spielte auch die allgemeine Verkehrsplanung eine wichtige Rolle. Mehrere Beiträge sprachen sich für Tempo-30-Regelungen sowie eine Reduzierung des Autoverkehrs in der Innenstadt aus. Einige Bürgerinnen und Bürger regten an, Parkflächen zugunsten von Aufenthaltsqualität zurückzubauen und den Innenstadtkern langfristig stärker vom Autoverkehr zu entlasten.
Mehr Grün und klimaresiliente Gestaltung gewünscht
Beim Thema Nachhaltigkeit standen vor allem klimaangepasste Lösungen im Mittelpunkt. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschten sich mehr klimaresiliente Bepflanzung entlang der Wege und Aufenthaltsbereiche. Zudem wurden Entsiegelungsmaßnahmen sowie moderne, versenkbare Müllbehälter als gestalterische Verbesserungen vorgeschlagen. Die Diskussion zeigte deutlich, dass sich viele Menschen mehr Grünflächen und eine nachhaltigere Gestaltung der öffentlichen Räume entlang des Wassers wünschen.
Aufenthaltsqualität soll verbessert werden
Auch die Nutzbarkeit der Uferbereiche spielte eine zentrale Rolle. Gewünscht wurden unter anderem zusätzliche Sitzmöglichkeiten, Trinkwasserspender sowie breitere Zugänge direkt ans Wasser. Besonders häufig wurde zudem die Idee einer sogenannten ‚KUNNI-Terrasse‘ genannt – ein zentraler Treffpunkt am Wasser, der Aufenthaltsqualität und Begegnung fördern soll.
Stadt zieht positives Fazit
Baureferentin Annegret Michler zeigte sich nach der Veranstaltung sehr zufrieden mit der Resonanz. „Die Menschen haben sehr konkret und sehr konstruktiv mitgedacht. Das ist eine wertvolle Grundlage für die weitere Planung“, erklärte Michler. Auch Fragen rund um den geplanten Tiefensammler hätten im Rahmen der Veranstaltung beantwortet werden können.
Ideen fließen in weitere Planungen ein
Die zahlreichen Vorschläge und Anregungen sollen nun in den laufenden Prozess zur Wasser- und Klimaanpassungsstrategie der Stadt Bamberg einfließen. Der Tag der Städtebauförderung machte dabei deutlich, wie groß das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Entwicklung ihrer Stadt ist – insbesondere, wenn es um klimaangepasste und lebenswerte öffentliche Räume geht.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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