Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 42.376 Straftaten – ein Rückgang um 3.734 Fälle im Vergleich zu 2024. Damit setzt sich der bereits in den Vorjahren erkennbare Trend fort: Die Zahl der Straftaten sinkt kontinuierlich, was auf eine weitestgehend stabile Sicherheitslage in der Region hindeutet.
Spitzenplatz bei der Aufklärungsquote
Besonders hervorzuheben ist die hohe Aufklärungsquote: Mit 71,6 Prozent liegt Oberfranken deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 66 Prozent und nimmt damit erneut den Spitzenplatz im Freistaat ein. Dieser Erfolg ist laut Polizei das Ergebnis konsequenter Ermittlungsarbeit, moderner digitaler Prozesse und einer engen Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Die Zahlen zeigen, dass Straftaten nicht nur seltener werden, sondern auch häufiger aufgeklärt werden können.
Politisch motivierte Kriminalität nimmt wieder zu
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung gibt es auch Bereiche, die Anlass zur Sorge geben. So ist die politisch motivierte Kriminalität (PMK) im Jahr 2025 wieder angestiegen. Insgesamt wurden 708 Fälle registriert – 55 mehr als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 53,7 Prozent. Auffällig ist, dass mehr als die Hälfte der Fälle dem Bereich PMK – rechts zugeordnet wird. Diese Entwicklung zeigt, dass der Schutz demokratischer Grundwerte weiterhin ein zentraler Bestandteil polizeilicher Arbeit bleibt.
Callcenter-Betrug: Weniger Fälle, hoher Schaden
Ein differenziertes Bild ergibt sich beim sogenannten Callcenter-Betrug. Zwar gingen die Fallzahlen um 294 Fälle auf insgesamt 1.529 Taten zurück, doch der entstandene Schaden bleibt erheblich. Mit über 2,4 Millionen Euro liegt der finanzielle Verlust weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidium Oberfranken konnten 15 Tatverdächtige festgenommen werden. Die Bekämpfung dieser oft international organisierten Betrugsformen bleibt damit ein wichtiger Schwerpunkt für die Ermittler.
Polizei setzt weiter auf Präsenz und Prävention
Die aktuelle Statistik macht deutlich: Oberfranken zählt weiterhin zu den sicheren Regionen in Bayern. Dennoch bleibt die Polizei wachsam und richtet ihren Fokus gezielt auf problematische Entwicklungen. Neben der Strafverfolgung spielen auch Prävention und Bürgernähe eine zentrale Rolle. Ziel ist es, Sicherheit nicht nur statistisch zu belegen, sondern für die Menschen auch im Alltag spürbar zu machen.
Klare Worte vom Polizeipräsidenten
Armin Schmelzer betont zum Abschluss die Bedeutung der gemeinsamen Sicherheitsarbeit: „Unser Ziel ist es, Sicherheit spürbar zu machen: Wir hören zu, nehmen die Sorgen der Menschen ernst und handeln konsequent.“ Gleichzeitig spricht er allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Polizei sowie den Sicherheitspartnern seinen Dank für deren Engagement aus.
Sicherheit bleibt gemeinsame Aufgabe
Die Zahlen der Kriminalstatistik 2025 zeigen eine erfreuliche Entwicklung, machen aber auch deutlich, dass Sicherheit kein Selbstläufer ist. Nur durch kontinuierliche Arbeit, moderne Ermittlungsmethoden und die Unterstützung der Bevölkerung kann das hohe Niveau gehalten werden. Oberfranken bleibt damit nicht nur statistisch eine sichere Region – sondern auch ein Beispiel dafür, wie effektive Polizeiarbeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt zusammenwirken können.










