Am 27. Februar 2026 ist es wieder so weit: Der Equal Pay Day macht auf die anhaltende Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam.
Auch in diesem Jahr verharrt der Gender Pay Gap bei 16 Prozent – ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben ist. Der Aktionstag steht symbolisch für die Zeit, die Frauen rechnerisch unentgeltlich arbeiten, während Männer bereits seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Die Zahl verdeutlicht: Die Entgeltlücke ist nach wie vor Realität.
Was der Equal Pay Day bedeutet
Der Equal Pay Day markiert den Zeitraum, den Frauen über das Jahresende hinaus arbeiten müssten, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu kommen. Bei einem Gender Pay Gap von 16 Prozent bedeutet das konkret: Frauen arbeiten statistisch gesehen 58 Tage im Jahr ohne Bezahlung. Erst ab dem 27. Februar verdienen sie rechnerisch genauso viel wie Männer bereits seit Neujahr. Der Aktionstag macht damit nicht nur auf eine Zahl aufmerksam, sondern auf ein strukturelles Problem mit gesellschaftlicher Tragweite.
Gender Pay Gap bleibt bei 16 Prozent
Der Gender Pay Gap liegt weiterhin bei 16 Prozent. Dass sich dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr nicht verringert hat, zeigt, wie hartnäckig die Entgeltungleichheit ist.
Die Lohnlücke entsteht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis verschiedener Faktoren, unter anderem:
-
unterschiedliche Branchen- und Berufswahlen
-
Teilzeitbeschäftigung, häufig aufgrund von Care-Arbeit
-
geringere Aufstiegschancen
-
strukturelle Benachteiligungen und fehlende Transparenz
Wichtig ist dabei: Der Gender Pay Gap ist kein einmaliges Ereignis, sondern das Resultat einer lebenslangen Entwicklung.
‚Equal Pay Every Day‘ – das Motto 2026
Unter dem Motto ‚equal pay every day‘ richtet der Equal Pay Day 2026 den Blick auf die Entstehung der Lohnlücke über alle Lebensphasen hinweg. Die Botschaft ist klar: Entgeltgleichheit darf kein symbolischer Stichtag sein, sondern muss jeden Tag gelten. Von der Berufswahl über Familienphasen bis hin zur Rente – finanzielle Ungleichheiten summieren sich im Laufe des Lebens. Die Folgen reichen von geringeren Karrierechancen bis hin zu einem erhöhten Risiko von Altersarmut.
Stadt Bamberg setzt ein sichtbares Zeichen
Auch die Bamberg beteiligt sich am Aktionstag. Die Gleichstellungsstelle hisst am 27. Februar 2026 die offizielle Flagge zum Equal Pay Day vor dem Rathaus am Maxplatz. Damit setzt die Stadt ein öffentliches Zeichen gegen die anhaltende Entgeltungleichheit und für faire Bezahlung. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bamberg, Gabriele Kepic, erklärt: „Dass die Lohnlücke weiterhin bei 16 Prozent verharrt, ist ein klares Signal, dass wir uns nicht zurücklehnen dürfen. Solange Frauen für gleichwertige Arbeit im Schnitt weniger verdienen und systematische Benachteiligung erfahren, bleibt diese strukturelle Ungerechtigkeit eine Herausforderung, die wir mit aller Entschlossenheit bekämpfen müssen.“
Mehr als eine Statistik
Der Equal Pay Day steht für mehr als nur eine Prozentzahl. Er macht deutlich, dass wirtschaftliche Gleichstellung noch nicht erreicht ist. Die anhaltende Lohnlücke betrifft nicht nur das monatliche Einkommen. Sie wirkt sich langfristig auf:
-
Vermögensaufbau
-
soziale Absicherung
-
Rentenansprüche
-
finanzielle Unabhängigkeit
aus. Solange Frauen im Durchschnitt weniger verdienen, bleibt echte Gleichberechtigung unvollständig.
Ein Auftrag für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Der 27. Februar 2026 ist daher nicht nur ein symbolischer Tag, sondern ein klarer Handlungsauftrag. Transparente Gehaltsstrukturen, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie gleiche Karrierechancen sind zentrale Bausteine auf dem Weg zu mehr Lohngerechtigkeit. Mit Aktionen wie dem Hissen der Flagge in Bamberg wird das Thema sichtbar gemacht. Doch nachhaltige Veränderungen erfordern kontinuierliches Engagement – damit „equal pay every day“ nicht nur ein Motto bleibt, sondern gelebte Realität wird.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
Kein Stadtgespräch mehr verpassen!
Wir halten Dich auf dem Laufenden! Hinterlasse uns einfach Deine E-Mail-Adresse und Du bekommst das aktuelle Stadtgespräch direkt in Dein Mail-Postfach.
Wir freuen uns, dass Du dabei bist!
Hier findest Du unsere Datenschutzhinweise. Deine E-Mail Adresse wird niemals an Dritte weitergegeben und ausschließlich zum Versenden des Newsletters genutzt.
















