Am sogenannten ‚Remeis-Hügel‘ in Bamberg werden Ende Februar 41 neue Streuobstbäume gepflanzt.
Die Neupflanzung erfolgt als Ersatz für Gehölzrückschnitte und Baumfällungen, die im vergangenen Herbst aus Gründen der Verkehrssicherheit durchgeführt wurden. Ziel der Maßnahme ist es, den typischen Charakter der Streuobstwiese rund um das beliebte Ausflugscafé Villa Remeis dauerhaft zu erhalten und ökologisch aufzuwerten.
Verkehrssicherheit und nachhaltige Entwicklung
Im Herbst waren auf dem Gelände Rückschnittarbeiten notwendig geworden. Sie dienten dazu, die Verkehrssicherheit in der öffentlich zugänglichen Parkanlage zu gewährleisten. Einzelne Gehölze mussten dabei stark zurückgeschnitten oder entfernt werden. Mit der nun geplanten Pflanzung wird nicht nur Ersatz geschaffen. Die Maßnahme ist zugleich ein klares Bekenntnis zum langfristigen Erhalt der historischen Streuobstwiese. Streuobstbestände sind wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und prägen das Landschaftsbild in besonderer Weise.
Pflanzung am Südhang unterhalb der Villa
Die 41 neuen Obstbäume werden am Südhang unterhalb der Villa gesetzt. Weitere Pflanzungen sind bereits für den kommenden Herbst vorgesehen. Die Auswahl der Obstbaumarten sowie die genauen Standorte wurden von einem anerkannten Baumsachverständigen festgelegt. Damit ist sichergestellt, dass die neuen Bäume optimal an die Standortbedingungen angepasst sind und sich langfristig gut entwickeln können. Für die Durchführung der Pflanzarbeiten ist der Einsatz eines Minibaggers erforderlich. Die dabei entstehenden Fahrspuren werden im Anschluss wieder aufgefüllt und die Flächen nachgesät, sodass sich das Gelände rasch regenerieren kann.
Stadt Bamberg als Eigentümerin
Eigentümerin des Grundstücks ist die Stadt Bamberg. Sie handelt in diesem Fall für das Sondervermögen des Villa Remeis-Fonds. Als öffentlich zugängliche Parkanlage ist das Areal ein beliebter Aufenthaltsort für Spaziergängerinnen und Spaziergänger. Die Stadt verfolgt daher das Ziel, sowohl die Sicherheit als auch die ökologische Qualität der Fläche dauerhaft zu gewährleisten.
Weitere ökologische Maßnahmen geplant
Auf der Pflanzfläche befinden sich noch einige wild aufgegangene Gehölzinseln. Diese wurden bereits im Herbst ‚auf den Stock gesetzt‘, also stark zurückgeschnitten. Nun sollen sie vollständig entfernt werden. Anschließend werden die Flächen mit Mutterboden aufgefüllt und neu angesät. So entsteht wieder eine offene, gepflegte Wiesenstruktur. Zusätzlich werden aus dem Material des früheren Gehölzrückschnitts sogenannte Totholzpyramiden errichtet. Diese entstehen in Abstimmung mit dem Klima- und Umweltamt der Stadt Bamberg. Totholzstrukturen bieten zahlreichen Insekten, Kleinsäugern und Vögeln wertvolle Rückzugsorte. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt.
Streuobstwiese als lebendiges Kulturgut
Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Sie verbinden ökologische Bedeutung mit kultureller Tradition und prägen vielerorts das Landschaftsbild. Mit der Pflanzung der 41 neuen Obstbäume wird der ‚Remeis-Hügel‘ nicht nur optisch aufgewertet. Vielmehr entsteht ein langfristiger Mehrwert für Natur, Klima und Naherholung. So bleibt die Umgebung der Villa Remeis auch künftig ein Ort, an dem sich Naturerlebnis, Erholung und ökologisches Engagement harmonisch verbinden.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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