Bamberg. Wir schreiben das Jahr 2091. Bei unserem Besuch des Welterbes finden wir vieles unverändert, manches dramatisch gewandelt vor. Der interstellare Raumverkehr in der Altstadt hat zugenommen, Ausweichmöglichkeiten für unser Raumschiff bietet der trockengelegte linke Arm der Regnitz. Erholung finden wir auch immer noch in der Fränkischen Schweiz. Aber welche Funktion hat hier die neue Forschungsstation und was hat es mit den seltsam leuchtenden Pflanzen auf sich? Fiktion, künftige Realität oder befinden wir uns gar in einer Parallelwelt? Die Zukunft und alle Aspekte, die mit ihr verbunden sind, faszinieren und interessieren die Menschen schon immer. Besonders im Regionalen gibt es aber Dinge, die man gerne unverändert wüsste. Michael Karg hat mit dem Kunstkalender „Bamberg 2091“ nun zwölf Motive geschaffen, die uns auf eine visuelle Reise schicken. Wir haben den Bamberger gefragt, was ihn dazu bewogen hat und wie er dabei vorgegangen ist.

Sechs Motive aus dem Kalender. Alle weiteren unter www.bamberg2091.de

 

Was ist das Bamberg 2091-Projekt genau?

Kalender mit Bamberg-Motiven gibt es schon viele auf dem Markt. Einen Kalender mit Motiven aus dem Jahr 2091 sicherlich noch nicht! Die Bilder zeigen Sehenswürdigkeiten aus Bamberg und der Umgebung eingebettet in futuristische Szenarien. 2091 steht hier nicht für eine wissenschaftliche Genauigkeit bezüglich der gezeigten Entwicklungen, sondern symbolisch für mein künstlerisches Gedankenspiel zur Zukunft. Der mehrjährig verwendbare Kunstkalender im A3-Querformat ist limitiert auf eine Auflage von 1000 Stück und ab Mitte Oktober verfügbar.

Was hat dich zu den Kunstwerken inspiriert?

Meine Inspiration zieht sich aus der Begeisterung für Kunstwerke und Filme, die sich mit Zukunftsvisionen der Menschheit beschäftigen. Wohl wissend, dass solche Darstellungen natürlich immer eine überspitzte Realität zeigen, woraus die Sciencefiction Film- & Literaturwelt sich ja generell bedient. Manchmal surreal, manchmal erschreckend real. Immer mit der Idee verbunden, dass es gleichzeitig positive und negative Aspekte von künftigen Entwicklungen geben wird und wir selbst entscheiden müssen, wie wir damit umgehen.

Warum interessiert dich gerade dieses Thema – Bamberg in der Zukunft?

Vielleicht nimmt man Bamberg in seiner jetzigen Form als allzu selbstverständlich an. Vermeintlich immer da, manchmal sogar nur Kulisse für Touristen. Gerade in der heutigen Zeit ändern sich viele Dinge, aber radikaler, als es man es für möglich hielt. Meine Motive und die darin verpackte Geschichte sollen aber vorrangig mit einem Augenzwinkern verstanden werden. Eine Mischung aus purer Unterhaltung und Freude am Detail und einem neuen Blickwinkel auf Altbekanntes und dessen Erhaltungswürdigkeit.

Wie lange brauchst du, um so ein Bild zu bearbeiten?

Ein Motiv kommt auf ca. 15–20 Stunden Arbeit. Es gilt natürlich, eine Idee im Kopf mit den Mitteln der digitalen Bildbearbeitung und Gezeichnetem so miteinander in Einklang zu bringen, dass ein stimmiges Gesamtbild daraus wird.

Seit wann machst du so etwas, Bildbearbeitung auf so eine kreative Art?

Schon seit Jugendtagen an. Begonnen hat es mit der privaten Entwicklung und Programmierung von Computerspielen, über die Ausbildung zum Grafiker bis zur heutigen Beschäftigung als Art Director bei der Mediengruppe Oberfranken. Natürlich gilt es dort mehr dem Gedanken nachzugehen, Design zu gestalten, das aus objektiver Sicht begreiflich und verständlich ist. Bamberg 2091 ist ein Kunstprojekt, das gerne rätselhafter sein darf. Ich bin gespannt, wie die Betrachter auf die Auflösung der beigefügten Geschichte der zusammenhängenden Motive reagieren.

Der „Bamberg 2091“-Kalender kann noch bis zum 15. November über bamberg2091.de zum Aktionspreis von 19.90 €, statt regulär 24.90 € bestellt werden. Außerdem ist er im Handel ab dem 04. Oktober in den Bamberger Geschäftsstellen des Fränkischen Tags, Karstadt, Osiander und comixart erhältlich. Schau doch mal vorbei: https://bamberg2091.de/