Internationale Jugendpolitik zum Anfassen: Im Rahmen einer Tagung in Bamberg besuchte der Deutsch-Tschechische Jugendrat den offenen Kinder- und Jugendtreff in Oberhaid.
Die Delegation aus Deutschland und Tschechien nutzte den Termin, um sich ein Bild von der kommunalen Jugendarbeit im Landkreis Bamberg zu machen. Der Besuch bot den Gästen einen direkten Einblick in die Praxis der lokalen Jugendarbeit und zeigte zugleich, wie internationale Zusammenarbeit auf regionaler Ebene funktionieren kann.
Austausch über internationale Jugendpolitik
Der Deutsch-Tschechische Jugendrat ist das zentrale jugendpolitische Gremium für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien. Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerien, Jugendorganisationen und der Jugendarbeit beraten dort regelmäßig über Projekte und Maßnahmen zur Förderung des Jugendaustauschs. Unterstützt wird diese Zusammenarbeit von den Koordinierungszentren Tandem, die deutsch-tschechische Jugend- und Schulaustauschprogramme fördern und Kontakte zwischen Partnerorganisationen vermitteln.
Einblick in den Jugendtreff in Oberhaid
Beim Besuch in Oberhaid wurden die Gäste vom (damals noch) stellvertretenden Landrat Johannes Maciejonczyk sowie vom Bürgermeister Carsten Joneitis begrüßt. Im Mittelpunkt des Treffens stand der örtliche Jugendtreff. Jugendpfleger Martin Kaufmann stellte die Einrichtung vor und erklärte, welche Rolle offene Treffpunkte für junge Menschen spielen. Jugendtreffs seien wichtige Orte für Begegnung, Freizeitgestaltung und Beteiligung. Hier können Jugendliche ihre Ideen einbringen, Projekte entwickeln und sich aktiv am Gemeindeleben beteiligen.

Zusammenarbeit im Landkreis Bamberg
Anschließend erläuterte Oliver Schulz-Mayr, Kreisjugendpfleger des Landkreises Bamberg, die Strukturen der kommunalen Jugendarbeit in der Region. Landkreis und Gemeinden arbeiten dabei eng zusammen, um Jugendtreffs zu unterstützen, Projekte zu ermöglichen und Beteiligungsangebote für junge Menschen zu schaffen. „Offene Jugendtreffs sind wichtige Orte für Begegnung und Engagement. Hier erleben junge Menschen, dass ihre Ideen zählen und dass sie ihre Gemeinde mitgestalten können“, betonte Johannes Maciejonczyk.
Jugendbeteiligung und internationale Projekte
Weitere Einblicke in die Jugendarbeit im Landkreis gab Markus Bria, Koordinator des Jugendkreistags. Er stellte die Möglichkeiten der Jugendbeteiligung vor und zeigte, wie junge Menschen aktiv in politische Prozesse eingebunden werden können. Auch internationale Projekte aus der Region wurden vorgestellt. Friederike Straub, Ehrenamtsbeauftragte, berichtete über internationale Jugendbegegnungen beim TV Hallstadt. Darüber hinaus präsentierte Alexandra Baier das EU-Projekt Cisterscapes – Cistercian Landscapes Connecting Europe, das historische Zisterzienserlandschaften europaweit miteinander vernetzt und auch deutsch-tschechische Kooperationen umfasst.
Praktischer Einblick in erfolgreiche Jugendarbeit
Für die Mitglieder des Jugendrats bot der Besuch einen praxisnahen Einblick in die Jugendarbeit im Landkreis Bamberg. Besonders deutlich wurde, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Gemeinden und Ehrenamt ist. Kreisjugendpfleger Oliver Schulz-Mayr zog ein positives Fazit: „Der Besuch zeigt, wie gut kommunale Jugendarbeit funktioniert, wenn Landkreis, Gemeinden und Ehrenamt zusammenarbeiten. Daraus entstehen starke Angebote für junge Menschen – auch für internationale Begegnungen.“ Der Austausch machte deutlich, dass lokale Jugendarbeit und internationale Kooperationen sich gegenseitig ergänzen und neue Möglichkeiten für junge Menschen eröffnen.











