Nur wenige Tage nach dem emotionalen Sieg im Frankenderby gegen Würzburg haben die BMA365 Bamberg Baskets erneut bewiesen, dass sie mit den Topteams der easyCredit Basketball Bundesliga auf Augenhöhe agieren können.
Beim Auswärtsspiel am 17. Spieltag bei ALBA BERLIN musste sich das Team von Head Coach Anton Gavel erst nach Verlängerung geschlagen geben. Vor 8.281 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle unterlagen die Bamberger knapp mit 82:87 (37:38, 76:76).
Nervöser Start, starke Reaktion
Der Beginn der Partie verlief aus Bamberger Sicht noch holprig. Früh leistete sich das Team mehrere Ballverluste und lag nach knapp drei Minuten mit 2:8 zurück. Doch die Gäste fanden schnell ihren Rhythmus. Ein Dreier von Cobe Williams, ein spektakulärer Alley-Oop von EJ Onu und ein Drei-Punkt-Spiel von Ibi Watson sorgten für den schnellen Ausgleich. Spätestens nach dem Dunk von Demarcus Demonia war Bamberg endgültig in der Partie angekommen. Trotz einer erhöhten Fehlerquote übernahmen die Baskets kurzzeitig die Führung und beendeten das erste Viertel nur hauchdünn mit 21:20 in Front.
Ausgeglichenes Duell vor der Halbzeit
Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel hart umkämpft. Dreier von Williams und Zach Ensminger sorgten zunächst für eine kleine Bamberger Führung, doch ALBA konterte über die Freiwurflinie und wechselte erneut die Führung. Vor allem Jack Kayil hielt die Berliner offensiv im Spiel. Defensiv steigerten sich die Bamberger sichtbar, zwangen den Gegner mehrfach zu Ballverlusten durch ablaufende Angriffszeiten. Dennoch konnte sich kein Team entscheidend absetzen, sodass es mit einem knappen 37:38-Rückstand für Bamberg in die Kabinen ging.
Berlin setzt sich ab – Bamberg bleibt dran
Nach dem Seitenwechsel nutzte ALBA eine kurze Schwächephase der Gäste, um sich etwas Luft zu verschaffen. Martin Hermannsson brachte die Berliner zwischenzeitlich mit sieben Punkten in Führung, doch Bamberg ließ sich nicht abschütteln. Zwar lag man nach drei Vierteln mit 53:59 zurück, blieb aber weiter in Schlagdistanz.
Dramatische Schlussphase erzwingt Overtime
Mit viel Energie starteten die Bamberger in den Schlussabschnitt. Dreier von Demonia und Watson sowie ein And-One von Daniel Keppeler brachten die Gäste wieder heran. In der Crunchtime entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. Zach Ensminger und Ibi Watson übernahmen Verantwortung, während ALBA immer wieder Antworten fand. Eine Sekunde vor dem Ende der regulären Spielzeit erzielte Watson den umjubelten 76:76-Ausgleich – die Verlängerung war perfekt.
Kleine Fehler entscheiden die Verlängerung
In der Overtime übernahm Jack Kayil das Kommando für die Berliner. Sein Dreier brachte ALBA scheinbar auf die Siegerstraße, doch Bamberg kämpfte sich erneut heran. Beim 82:83 war alles offen, ehe zwei entscheidende Ballverluste den Gästen zum Verhängnis wurden. ALBA nutzte die Fehler eiskalt und brachte den Sieg über die Zeit.
Stimmen zum Spiel
Zach Ensminger (Bamberg):
„Das Spiel hätte in beide Richtungen gehen können. Am Ende sind es eben die Kleinigkeiten, die ein Basketballspiel entscheiden. Hier in Berlin zu gewinnen, ist nie leicht und deshalb tut es jetzt natürlich auch extrem weh, weil wir eben so knapp dran waren. 22 Ballverluste sind in einem solchen Spiel aber ganz einfach auch zu viel.“
Anton Gavel (Head Coach Bamberg):
„Glückwunsch an Pedro und sein Team zum Sieg. Wir haben heute im Rahmen unserer Möglichkeiten gekämpft und uns so die Chance erarbeitet, das Spiel zu gewinnen. Wir haben leider zu oft den Ball verloren und offensiv gerade im dritten Viertel nicht gut agiert. Defensiv haben wir zu viele Freiwürfe verursacht und so das Overtime-Spiel verloren.“
Pedro Calles (Head Coach ALBA):
„Ich muss unserem Gegner Respekt zollen – die Bamberger haben heute offensiv und defensiv eine gute Leistung gezeigt und uns das Leben sehr schwergemacht. Dazu kommt, dass wir uns zwar einige offene Würfe erspielen konnten, aber unsere Dreier gar nicht gefallen sind. Der Schlüssel zum Sieg war unsere Defense. Glückwunsch an meine Spieler, dass sie das zweitbeste Offensivteam der Liga in der regulären Spielzeit bei unter 80 Punkten gehalten haben.“
Lautstarke Unterstützung aus Freak City
Ein besonderes Lob verdienten sich die mitgereisten Bamberger Fans. Trotz der Überzahl auf den Rängen waren sie akustisch jederzeit präsent und unterstützten ihr Team bis zur letzten Sekunde.
Der Blick nach vorn
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits am Mittwoch steht die Nachholpartie des 2. Spieltags an. In der BROSE ARENA empfangen die BMA365 Bamberg Baskets RASTA Vechta. Die Partie steht unter dem Motto ‚Basketball meets Handwerk‘ und bietet bereits ab 18:30 Uhr ein umfangreiches Rahmenprogramm. Tip-off ist um 20:00 Uhr.














