Die Früchte aus den historischen Streuobstwiesen werden in der hauseigenen Reihe ‚Bamberger Stiftsgarten‘ verarbeitet – unter anderem zu Apfelsecco, Säften, Likören, Bränden und neuerdings auch zu feinem Gelee. Damit lebt eine alte Tradition fort, die das historische Erbe der Klosteranlage mit moderner regionaler Produktvielfalt verbindet.
Schattenseite der Ernte: Diebstahl und Schäden
Leider kommt es immer wieder zu Vorfällen, bei denen Unbefugte Obst stehlen oder Bäume beschädigen. Um das wertvolle Kulturgut zu schützen, weist die gemeinnützige Bürgerspitalstiftung Bamberg als Eigentümerin der Anlage darauf hin, dass alle Fälle von Diebstahl und Sachbeschädigung konsequent zur Anzeige gebracht werden.
Sicherheitsdienst schützt die Klosteranlage
Aufgrund der wiederholten Vorfälle musste erneut ein Sicherheitsdienst beauftragt werden, der die Anlage überwacht. Während der Erntezeit wird die Kontrolle besonders intensiviert. Damit soll nicht nur das Obst gesichert, sondern auch die historische Anlage selbst geschützt werden.
Pflege durch die Lebenshilfe Bamberg
Die Obstbäume am Michaelsberg werden seit vielen Jahren von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lebenshilfe Bamberg e.V. gepflegt. Sie schneiden, hegen und ernten die Bäume sorgfältig. Damit die Früchte für Brände und Liköre die optimale Qualität erreichen, müssen Äpfel, Birnen und Quitten oft bis zur vollen Reife am Baum bleiben. Für die Stiftung ist die gesamte Ernte unverzichtbar, da nur so die beliebten Produkte in ausreichender Menge hergestellt werden können.
Ein geschütztes Kulturgut
Die historischen Streuobstwiesen ziehen sich vom Benediktinerweg über die barocken Terrassengärten und den Reuthersberg bis hin zur ehemaligen Propstei St. Getreu und dem Ottobrunnen. Als geschützte Landschaftsbestandteile nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind die Flächen besonders schutzwürdig. Das Betreten abseits der Wege ist streng verboten.
Verantwortung der Besucher
Die Bürgerspitalstiftung Bamberg appelliert an alle Besucherinnen und Besucher, die Natur und Kultur am Michaelsberg zu respektieren. Wer die Wege einhält und die Bäume unberührt lässt, trägt dazu bei, dass diese einzigartige Kulturlandschaft auch künftig bewahrt und ihre Früchte genossen werden können.














