Die BMA365 Bamberg Baskets haben am 4. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga ein starkes Ausrufezeichen gesetzt.
Beim amtierenden Deutschen Meister ALBA BERLIN gewann das Team von Head Coach Jesús Ramírez am Samstagabend mit 98:83 (46:39). Vor 9.060 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Berliner Uber Arena zeigte Bamberg über weite Strecken eine konzentrierte und couragierte Leistung. Trotz einer starken Aufholjagd der Gastgeber im Schlussviertel behielten die Bamberger die Nerven und brachten den verdienten Sieg souverän über die Zeit.
Bamberg erwischt den besseren Start
Bereits zu Beginn übernahmen die Bamberger die Kontrolle über die Partie. Nach den ersten Punkten durch Tre Scott brachte Daniel Keppeler viel Energie ins Spiel. Der Center erzielte innerhalb kurzer Zeit sieben Punkte und hatte damit maßgeblichen Anteil daran, dass sich Bamberg früh absetzen konnte. Nach sieben Minuten führten die Gäste bereits mit 15:3. ALBA fand anschließend besser ins Spiel und verkürzte, doch Bamberg antwortete direkt. Richard Balint traf einen wichtigen Dreier und sorgte dafür, dass die Bamberger Führung zunächst komfortabel blieb. Nach dem ersten Viertel lag Bamberg mit 22:11 vorne. Allerdings hatte auch das Team von Jesús Ramírez bereits acht Ballverluste produziert.
ALBA kämpft sich zurück
Auch im zweiten Abschnitt blieb Bamberg zunächst tonangebend. Besonders spektakulär war ein Dunk von Daniel Keppeler, der sich gegen die Berliner Verteidigung durchsetzte und zum 24:12 erhöhte. Yuval Hochstadter baute die Führung wenig später mit einem Dreier auf 32:17 aus. Doch der Deutsche Meister gab sich nicht geschlagen. Mit einem 10:2-Lauf kamen die Berliner wieder näher heran. Bamberg fand jedoch immer wieder die passende Antwort. Tre Scott und Richard Balint trafen aus der Distanz und stellten den alten Abstand wieder her. Kurz vor der Halbzeit wurde es dennoch noch einmal spannend: ALBA legte einen 8:0-Lauf hin und verkürzte bis zur Pause auf 39:46.
Bamberger bleiben auch nach der Pause ruhig
Nach dem Seitenwechsel setzte sich zunächst die Aufholjagd der Berliner fort. ALBA verkürzte auf 43:48 und schien die Partie wieder vollständig unter Kontrolle bringen zu können. Doch die Bamberger blieben ruhig. Tre Scott erzielte wichtige Punkte, anschließend trafen Jordan Wright und Yuval Hochstadter von außen. Bamberg setzte sich erneut ab und führte Mitte des dritten Viertels mit 56:43. Auch eine schwierige Phase rund um eine umstrittene Entscheidung gegen Joshua Obiesie brachte die Gäste nicht aus dem Konzept. Bamberg behauptete seinen Vorsprung und ging mit einer 71:58-Führung in das letzte Viertel.
ALBA kommt noch einmal gefährlich nahe
Im Schlussabschnitt wurde es noch einmal richtig eng. Hason Ward musste nach seinem fünften persönlichen Foul bereits nach wenigen Sekunden auf die Bank. ALBA nutzte die Situation und arbeitete sich Punkt für Punkt heran. Nach einem Dreier von Malte Delow stand es knapp sechs Minuten vor dem Ende nur noch 72:75 aus Sicht der Gastgeber. Bamberg ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Jordan Wright übernahm Verantwortung und erzielte wichtige Punkte. Nach einem Berliner Ballverlust blockte Mylik Wilson zudem einen Fast-Break-Versuch von Jack Kayil. Im direkten Gegenzug traf Tre Scott einen wichtigen Dreier zum 80:72. Kurz darauf legte Wright ebenfalls aus der Distanz nach und stellte den Vorsprung wieder auf zehn Punkte.
Dreier entscheiden die Partie
In der Schlussphase spielte Bamberg seine Stärken konsequent aus. Richard Balint und Jordan Wright trafen weitere Dreier und sorgten endgültig für klare Verhältnisse. 66 Sekunden vor dem Ende machte Jordan Jones mit seinem Korbleger zum 93:78 endgültig den Deckel auf die Partie. Am Ende stand ein überzeugender 98:83-Auswärtssieg für die BMA365 Bamberg Baskets. Besonders auffällig war dabei die Treffsicherheit von außen. Bamberg verwandelte 14 von 31 Dreipunktewürfen, was einer starken Quote von 45 Prozent entsprach. Jordan Wright traf fünf seiner acht Versuche, Richard Balint sogar vier von sechs.
Wright führt Bambergs Offensive an
Auch offensiv verteilte sich die Last auf mehrere Schultern. Gleich fünf Bamberger Spieler punkteten zweistellig. Jordan Wright war mit 23 Punkten bester Werfer der Partie. Dazu sammelte er sieben Rebounds. Tre Scott steuerte 16 Punkte bei, Richard Balint kam auf 14 Zähler. Daniel Keppeler überzeugte mit elf Punkten und wichtigen Aktionen bereits in der Anfangsphase. Aufseiten der Berliner waren Jack Kayil und Joe Wieskamp mit jeweils 16 Punkten die erfolgreichsten Werfer.
Rebound-Duell geht klar an Bamberg
Ein weiterer Schlüssel zum Bamberger Erfolg war die Arbeit unter den Körben. Die Gäste entschieden das Rebound-Duell deutlich mit 40:28 für sich. Besonders bei den Offensiv-Rebounds zeigte Bamberg seine körperliche Präsenz. Insgesamt sicherten sich die Baskets 14 Abpraller am gegnerischen Brett. Damit erhielten sie zusätzliche Möglichkeiten, ihre Angriffe erfolgreich abzuschließen. Auch Head Coach Jesús Ramírez zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Entwicklung seines Teams. Seine Mannschaft habe vor allem in puncto Intensität und Physis einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht und auch in schwierigen Phasen die Ruhe bewahrt.
Ein Sieg mit Signalwirkung
Der Erfolg in Berlin ist für die Bamberger nicht nur aufgrund der Punkte in der Tabelle bemerkenswert. Die Mannschaft zeigte beim amtierenden Deutschen Meister, dass sie auch auf höchstem Niveau mithalten kann. Besonders beeindruckend war, wie die Baskets auf die mehrfachen Comeback-Versuche der Berliner reagierten. Statt die Kontrolle zu verlieren, fanden sie immer wieder Lösungen und trafen in entscheidenden Momenten ihre Würfe. Damit unterstrich Bamberg bereits früh in der Saison seine Ambitionen und sammelte gleichzeitig wertvolles Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.
Direkt weiter nach Griechenland
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Bambergern allerdings nicht. Nach der Partie in Berlin bleibt die Mannschaft noch eine Nacht in der Hauptstadt, bevor es am Sonntag direkt weiter nach Griechenland ging. Am Dienstag steht dort der Auftakt in der Basketball Champions League bei Peristeri Betsson auf dem Programm. Der Tip-off erfolgt um 18:30 Uhr deutscher Zeit. Anschließend wartet wieder ein Heimspiel auf die Bamberger Fans. Am kommenden Samstag empfangen die BMA365 Bamberg Baskets in der BROSE ARENA die Wölfe des SYNTAINICS MBC. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr. Für Bamberg dürfte der überzeugende Auftritt beim Deutschen Meister dabei zusätzlichen Rückenwind geben.















