Wie sieht Bamberg digital aus? Und was kann ein digitales Abbild der Stadt tatsächlich leisten?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Auftaktveranstaltung der Reihe ’smart verstehen‘ am Donnerstag, 8. Oktober 2026. Im Mittelpunkt steht dabei Bambergs digitaler Zwilling. Dabei handelt es sich um ein digitales, dreidimensionales Modell der Stadt. Was heute nach einer modernen Technologie klingt, hat in Bamberg bereits eine längere Geschichte. Schon Anfang der 2000er-Jahre begannen die Arbeiten an einem digitalen Modell. Der konkrete Anlass war die geplante Sanierung der Sterzermühle an der Unteren Mühlbrücke. Die Mühle lag seit 1945 in Ruinen. Bei der Suche nach einer passenden Lösung sollte gleichzeitig berücksichtigt werden, wie sich mögliche Veränderungen auf das Bamberger Welterbegebiet auswirken würden.
Sterzermühle gab den Anstoß
Die geplante Sanierung stellte die Verantwortlichen vor eine komplexe Aufgabe. Eine Lösung sollte gefunden werden, die notwendige Veränderungen ermöglicht und gleichzeitig das historische Stadtbild berücksichtigt. Um unterschiedliche Möglichkeiten besser beurteilen zu können, entstand ein digitales Modell des betreffenden Gebiets. In dieses Modell konnten architektonische Entwürfe eingefügt werden. Dadurch ließ sich visualisieren, wie sich unterschiedliche Planungen auf das Stadtbild auswirken könnten. Das digitale Abbild diente damit nicht nur der Darstellung, sondern auch dazu, mögliche Veränderungen besser zu beurteilen. Mittlerweile befindet sich an der Stelle der früheren Sterzermühle das Zentrum Welterbe Bamberg. Auch der digitale Zwilling hat sich seit seinen Anfängen weiterentwickelt.
Der digitale Zwilling wächst weiter
Das digitale Modell beschränkt sich inzwischen nicht mehr auf den Bereich rund um die Sterzermühle. Große Teile des Bamberger Welterbegebiets sind darin bereits enthalten. Darüber hinaus wurden auch weitere Bereiche der Stadt in den digitalen Zwilling aufgenommen. Das Modell bildet damit zunehmend größere Teile Bambergs digital und dreidimensional ab. Doch genau an diesem Punkt stellen sich neue Fragen: Was haben die Menschen in Bamberg von einem solchen digitalen Stadtmodell? Und wie wird der digitale Zwilling bereits heute eingesetzt? Welche Möglichkeiten bietet er über die reine Darstellung einer dreidimensionalen Stadtlandschaft hinaus? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Veranstaltung ‚Bambergs Digitaler Zwilling: Chancen für das Welterbe, die Stadt und die Menschen‘.
Was kann Bambergs digitales Abbild leisten?
Die Auftaktveranstaltung der Reihe ’smart verstehen‘ soll einen Einblick in die Geschichte, die Technik und die Anwendungsmöglichkeiten des digitalen Zwillings geben. Dabei geht es nicht nur darum, zu zeigen, wie Bamberg in einem digitalen Modell aussieht. Vielmehr soll auch deutlich werden, wofür das Modell genutzt werden kann und welche Chancen sich daraus ergeben. Gerade mit Blick auf das Welterbe bietet ein digitales Abbild die Möglichkeit, räumliche Zusammenhänge sichtbar zu machen. Die ersten Arbeiten am digitalen Zwilling zeigen bereits, dass solche Modelle eingesetzt werden können, um Auswirkungen von Planungen auf das Stadtbild zu veranschaulichen. Inzwischen ist das Modell deutlich umfangreicher geworden und umfasst neben Teilen des Welterbegebiets auch andere Bereiche Bambergs.
‚Smart verstehen‘ lädt zum Ausprobieren ein
Das Programm Smart City der Stadt Bamberg lädt am 8. Oktober zu einem Infoabend ein. Unter dem Titel ‚Bambergs Digitaler Zwilling: Chancen für das Welterbe, die Stadt und die Menschen‘ erhalten Interessierte zunächst eine kurze Einführung. Dabei werden die Geschichte des Projekts, die dahinterstehende Technik und mögliche Anwendungen vorgestellt. Anschließend bleibt ausreichend Zeit für Fragen. Besucherinnen und Besucher können außerdem den aktuellen Stand des digitalen Zwillings selbst entdecken und ausprobieren. Damit richtet sich die Veranstaltung nicht ausschließlich an Menschen, die sich bereits mit digitalen Technologien beschäftigen. Alle Interessierten sind eingeladen, sich selbst ein Bild vom Projekt zu machen und mit den Projektmitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.
Fragen stehen im Mittelpunkt
Ein wichtiger Bestandteil des Abends ist der direkte Austausch. Denn der digitale Zwilling wirft nicht nur technische Fragen auf. Interessant ist auch, wie ein solches Modell im Alltag einer Stadt eingesetzt werden kann und welchen konkreten Nutzen es für Bamberg hat. Die Veranstaltung möchte deshalb Antworten auf mehrere Fragen geben: Wo wird der digitale Zwilling bereits genutzt? Wie wird er eingesetzt? Wer arbeitet damit? Und welche Möglichkeiten bietet das Modell für die Stadt und ihre Menschen? Auch die Entwicklung vom ursprünglichen Modell rund um die Sterzermühle bis zum heutigen digitalen Abbild größerer Teile Bambergs soll dabei nachvollziehbar werden.
Zwischen Welterbe und moderner Stadtentwicklung
Die Geschichte des digitalen Zwillings zeigt, dass digitale Werkzeuge und der Schutz des historischen Stadtbildes miteinander verbunden werden können. Ausgangspunkt war eine konkrete Frage rund um die Sterzermühle und das Bamberger Welterbe. Mithilfe eines digitalen Modells konnten architektonische Entwürfe sichtbar gemacht und ihre Auswirkungen auf das Stadtbild beurteilt werden. Heute ist das Modell deutlich weiterentwickelt. Große Teile des Welterbegebiets sowie weitere Bereiche der Stadt sind darin bereits zu finden. Damit hat sich auch die Perspektive auf den digitalen Zwilling verändert. Aus einem Werkzeug für eine konkrete Planungsaufgabe ist ein umfangreicheres digitales Abbild Bambergs geworden.
Die Entwicklung begann vor mehr als 20 Jahren
Besonders interessant ist der zeitliche Verlauf des Projekts. Die Arbeiten an Bambergs digitalem Zwilling begannen bereits Anfang der 2000er-Jahre. Damit reicht die Geschichte des digitalen Stadtmodells deutlich weiter zurück als die aktuelle Diskussion um Smart Cities und digitale Stadtentwicklung. Die damaligen Arbeiten an der Sterzermühle bildeten einen konkreten Anwendungsfall. Heute stellt sich die Frage, welche weiteren Möglichkeiten sich aus der inzwischen gewachsenen digitalen Darstellung ergeben. Genau diese Entwicklung möchte die Veranstaltung am 8. Oktober sichtbar machen. Die Besucherinnen und Besucher können dabei nicht nur auf die Geschichte des Projekts zurückblicken, sondern auch den aktuellen Stand kennenlernen.
Termin, Ort und Teilnahme
Die Veranstaltung ’smart verstehen‘ findet am Donnerstag, 8. Oktober 2026, von 18:15 bis 19:45 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Stadt:Raum in der Promenadestraße 6a im Erdgeschoss. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind eingeladen, sich über Bambergs digitalen Zwilling zu informieren, Fragen zu stellen und das Modell selbst auszuprobieren.
Die wichtigsten Informationen im Überblick
| Punkt | Information |
|---|---|
| Veranstaltung | ‚Bambergs Digitaler Zwilling: Chancen für das Welterbe, die Stadt und die Menschen‘ |
| Reihe | ’smart verstehen‘ |
| Datum | Donnerstag, 8. Oktober 2026 |
| Uhrzeit | 18:15 bis 19:45 Uhr |
| Ort | Stadt:Raum, Promenadestraße 6a, EG |
| Teilnahme | kostenlos |
| Anmeldung | nicht erforderlich |
Bamberg lässt sich digital neu entdecken
Bambergs digitaler Zwilling hat seinen Ursprung in einer konkreten Herausforderung rund um die Sterzermühle und das Welterbe. Heute ist daraus ein deutlich umfangreicheres digitales Modell geworden, das bereits große Teile des Welterbegebiets und weitere Bereiche der Stadt umfasst. Die Veranstaltung ’smart verstehen‘ bietet nun die Gelegenheit, den aktuellen Stand kennenzulernen. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern vor allem um die Frage, welchen Nutzen ein digitales Abbild der Stadt für Bamberg und seine Menschen haben kann. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann am 8. Oktober ohne Anmeldung vorbeikommen, Fragen stellen und den digitalen Zwilling ausprobieren.















