Kurz vor den Kommunalwahlen in Bamberg haben die Oberbürgermeisterkandidierenden gemeinsam mit Mitgliedern verschiedener Stadtratsfraktionen und Parteien ein deutliches Zeichen gesetzt.
In einem gemeinsamen Statement bekennen sie sich zu Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Mit der Erklärung sprechen sie sich klar gegen Extremismus, Faschismus, Rassismus und Antisemitismus aus und betonen ihre gemeinsame Verantwortung für eine offene und respektvolle Stadtgesellschaft.
Klare Haltung für Vielfalt und Weltoffenheit
In ihrem Statement unterstreichen die Unterzeichnenden, dass Bamberg eine weltoffene Stadt sei, in der Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religionen, Kulturen und Lebensweisen zusammenleben. Die Erklärung betont den Anspruch, ein Umfeld zu schaffen und zu bewahren, das Vielfalt, Toleranz, Menschenrechte und Inklusion aktiv fördert. Ziel sei es, die Einzigartigkeit jedes Menschen zu respektieren und ein friedliches Zusammenleben zu stärken. Die Unterzeichnenden sehen diese Werte als grundlegende Basis für das gesellschaftliche Miteinander in der Stadt.
Deutliche Absage an Extremismus
Ein zentraler Punkt des Statements ist die klare Verurteilung von Extremismus in jeder Form. Dabei spielt es laut Erklärung keine Rolle, ob dieser politischer, religiöser, ethnischer oder ideologischer Natur ist. Extremistische Ideologien bedrohten die Grundwerte der demokratischen Gesellschaft und könnten zu Spaltung und Gewalt führen. Deshalb positionieren sich die Unterzeichnenden bewusst und deutlich dagegen. Gleichzeitig betonen sie, dass demokratische Kräfte gemeinsam Verantwortung tragen, solchen Entwicklungen entgegenzutreten.
Dialog, Zusammenhalt und Zivilcourage stärken
Neben der politischen Haltung steht auch der gesellschaftliche Zusammenhalt im Mittelpunkt der Erklärung. Die Unterzeichnenden wollen sich aktiv dafür einsetzen, Brücken zwischen unterschiedlichen Gruppen zu bauen und den Dialog zu fördern. Dabei gehe es darum, das Gemeinsame stärker zu betonen als das Trennende. Offenheit, gegenseitiges Verständnis und Respekt seien entscheidend für eine funktionierende Stadtgesellschaft. Ebenso rufen sie dazu auf, wachsam zu bleiben, hinzusehen und bei diskriminierenden oder extremistischen Entwicklungen Zivilcourage zu zeigen.
Aufruf an die Bevölkerung
Die Erklärung richtet sich nicht nur an politische Vertreterinnen und Vertreter, sondern ausdrücklich auch an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Alle Menschen in Bamberg werden dazu aufgerufen, sich ebenfalls für Demokratie, Vielfalt und Menschenwürde einzusetzen. Nur gemeinsam könne eine offene, vielfältige und lebenswerte Gemeinschaft erhalten werden. Auch die Möglichkeit zur Unterstützung des Statements durch weitere Bürgerinnen und Bürger ist vorgesehen. Unterschriften können unter anderem bei Infoständen zur Wahl oder bei verschiedenen Veranstaltungen in Bamberg gesammelt werden.
Vorbild aus Eggolsheim
Als Grundlage für das Bamberger Statement diente eine ähnliche Erklärung aus der Marktgemeinde Eggolsheim. Dort hatte der Marktgemeinderat im Februar 2024 eine Resolution verabschiedet, die sich klar für Vielfalt, Toleranz und Respekt sowie gegen Rechtsextremismus und Rassismus ausspricht. Die Erklärung entstand damals im Zusammenhang mit Gegenprotesten gegen einen AfD-Bezirksparteitag in der Region. Inzwischen entstehen auch in weiteren Gemeinden im Landkreis Bamberg ähnliche Initiativen. Häufig gehen diese von lokalen Bündnissen aus, die sich für demokratische Werte und ein friedliches Zusammenleben engagieren.
Zahlreiche Erstunterzeichnende aus Politik und Gesellschaft
Zu den Erstunterzeichnenden des Statements zählen mehrere Bamberger Oberbürgermeisterkandidierende sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Parteien und politischer Gruppierungen. Dazu gehören unter anderem Jonas Glüsenkamp (Grünes Bamberg), Melanie Huml (CSU), Sebastian Niedermaier (SPD), Ralf Stöcklein (FDP) und Dr. Hans-Günter Brünker (Volt). Darüber hinaus unterstützen zahlreiche Mitglieder aus Parteien, politischen Initiativen und gesellschaftlichen Gruppen die Erklärung.
Engagement für eine offene Stadt
Mit dem gemeinsamen Statement setzen die Beteiligten bewusst ein Zeichen der Geschlossenheit in einer politisch aufgeheizten Zeit. Trotz unterschiedlicher politischer Positionen eint sie der Wille, grundlegende demokratische Werte zu schützen. Die Botschaft ist klar: Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt sollen auch in Zukunft das Fundament des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Bamberg bilden.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
Kein Stadtgespräch mehr verpassen!
Wir halten Dich auf dem Laufenden! Hinterlasse uns einfach Deine E-Mail-Adresse und Du bekommst das aktuelle Stadtgespräch direkt in Dein Mail-Postfach.
Wir freuen uns, dass Du dabei bist!
Hier findest Du unsere Datenschutzhinweise. Deine E-Mail Adresse wird niemals an Dritte weitergegeben und ausschließlich zum Versenden des Newsletters genutzt.
















