In seiner Vollsitzung hat der Stadtrat die Einrichtung eines Wirtschaftsbeirats beschlossen. Das neue Gremium soll künftig als Fachbeirat den bereits bestehenden Wirtschaftssenat unterstützen und wirtschaftliche Themen stärker in politische und verwaltungsinterne Entscheidungsprozesse einbringen. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu intensivieren und wichtige Entwicklungen frühzeitig gemeinsam zu diskutieren.
Oberbürgermeister Niedermaier macht Wirtschaft zur Chefsache
Mit der Einrichtung des Wirtschaftsbeirats setzt Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier ein zentrales Wahlversprechen um. Bereits mit der Gründung des Wirtschaftssenats hatte die Stadt die Weichen für eine stärkere Berücksichtigung wirtschaftlicher Belange gestellt. „Ich habe vor der Wahl versprochen, die Wirtschaft in Bamberg zur Chefsache zu machen. Mit dem Wirtschaftssenat und jetzt dem Wirtschaftsbeirat schaffen wir die Strukturen, die es braucht, damit wirtschaftliche Themen frühzeitig, fundiert und gemeinsam mit den wichtigen Akteuren unserer Stadt beraten werden können“, erklärt Niedermaier.
Brücke zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung
Der Wirtschaftsbeirat soll künftig als zentrale Schnittstelle zwischen Unternehmen, Verbänden, Verwaltung und Stadtrat fungieren. Dabei geht es ausdrücklich nicht um die Vertretung einzelner Interessen, sondern um eine branchenübergreifende Betrachtung wirtschaftlicher Entwicklungen und Herausforderungen. Durch den regelmäßigen Austausch sollen Chancen, Probleme und Zukunftsthemen frühzeitig erkannt und in die politische Entscheidungsfindung eingebunden werden. So möchte die Stadt wirtschaftliche Rahmenbedingungen gezielt verbessern und langfristig sichern.
Breite Beteiligung wichtiger Institutionen
Dem neuen Wirtschaftsbeirat sollen Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher regionaler Wirtschaftsorganisationen und Institutionen angehören. Geplant ist die Beteiligung der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth, der Handwerkskammer für Oberfranken, des Handelsverbands Bayern, von DEHOGA Bayern, des Bundes der Selbständigen Bayern sowie weiterer wichtiger Akteure. Auch der Wirtschaftsclub Bamberg, die Wirtschaftsjunioren Bamberg, Bamberger StartUp e.V., die Otto-Friedrich-Universität Bamberg, die Agentur für Arbeit Bamberg und der Deutsche Gewerkschaftsbund Bayern sollen vertreten sein. Mit dieser breiten Zusammensetzung möchte die Stadt sicherstellen, dass unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen in die Beratungen einfließen.
Wirtschaftsbeirat erhält Antrags- und Empfehlungsrecht
Ein besonderes Merkmal des neuen Gremiums ist seine aktive Rolle im politischen Prozess. Der Wirtschaftsbeirat soll nicht nur beratend tätig sein, sondern auch Empfehlungen an den Stadtrat und dessen Ausschüsse aussprechen können. Darüber hinaus erhält er die Möglichkeit, wirtschaftsrelevante Anträge direkt an den Wirtschaftssenat zu richten. Diese Anliegen sollen dort zeitnah behandelt werden. Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller sieht darin einen wichtigen Vorteil: Durch die enge Zusammenarbeit könne der Stadtrat praxisnäher und schneller auf wirtschaftliche Entwicklungen reagieren.
Regelmäßiger Austausch für die Zukunft Bambergs
Den Vorsitz des Wirtschaftsbeirats übernimmt Oberbürgermeister Niedermaier. Geplant sind mindestens zwei Sitzungen pro Jahr. Bei Bedarf können zusätzliche Treffen stattfinden. Zudem besteht die Möglichkeit, externe Sachverständige, Unternehmensvertreter oder weitere Institutionen zu einzelnen Themen hinzuzuziehen. Damit soll ein dauerhafter und strukturierter Dialog entstehen, der die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt aktiv begleitet.
Gemeinsam Lösungen für kommende Herausforderungen entwickeln
Mit der Einrichtung des Wirtschaftsbeirats schafft Bamberg ein neues Forum für Zusammenarbeit und Zukunftsgestaltung. Wirtschaftliche Themen sollen künftig noch stärker in den Fokus rücken und gemeinsam mit den relevanten Akteuren diskutiert werden. Die konkrete Ausgestaltung des Gremiums erfolgt auf Grundlage einer eigenen Satzung. Bereits jetzt steht jedoch fest: Der Wirtschaftsbeirat soll dazu beitragen, Bamberg als attraktiven Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln und die Herausforderungen der kommenden Jahre gemeinsam anzugehen.















