Am Samstagabend steht für die BMA365 Bamberg Baskets eine besondere Partie in der easyCredit Basketball Bundesliga auf dem Programm.
Am 4. Spieltag gastiert der amtierende Deutsche Pokalsieger beim Deutschen Meister ALBA BERLIN. Dabei treffen zwei der traditionsreichsten Mannschaften der Bundesliga aufeinander. Insgesamt wird es bereits die 138. Begegnung zwischen Bamberg und Berlin sein – keine andere Paarung wurde in der Bundesliga bislang häufiger ausgetragen. Die nächste Auflage des Klassikers beginnt am Samstag, 4. Oktober, um 18:30 Uhr in der Uber Arena in Berlin.
Im Oktober folgt direkt das Pokal-Wiedersehen
Lange müssen sich beide Mannschaften nicht auf ein Wiedersehen einstellen. Bereits am 19. Oktober stehen sich Bamberg und Berlin erneut gegenüber. Dann geht es im Achtelfinale des Netto BBL Pokals wieder in der Hauptstadt um den Einzug in die nächste Runde. Für die Baskets bietet die Partie am Samstag damit auch die Möglichkeit, sich bereits mit den Gegebenheiten in Berlin vertraut zu machen. Im Mittelpunkt steht zunächst jedoch das Duell am 4. Spieltag der Bundesliga.
Ramírez erwartet „sehr starken“ Gegner
Bambergs Head Coach Jesús Ramírez weiß um die Schwere der Aufgabe. Berlin ist für den Trainer eine Mannschaft, die vor allem durch ihre konsequente Arbeit an den grundlegenden Dingen des Basketballs überzeugt. „In Berlin erwartet uns der amtierende BBL-Champion und ein sehr sehr starker und schwierig zu spielender Gegner“, erklärt Ramírez vor der Partie. Gleichzeitig sieht der Bamberger Trainer das Spiel nicht nur als große Herausforderung, sondern auch als wichtige Standortbestimmung für sein Team.
Baskets wollen Entwicklung unter Druck zeigen
Für Ramírez bietet die Begegnung die Gelegenheit zu sehen, wie weit sich seine Mannschaft seit Saisonbeginn bereits entwickelt hat. Gerade gegen Berlin erwartet den Bambergern von Beginn an hoher Druck. Die Mannschaft müsse deshalb über die komplette Spielzeit konzentriert bleiben und ihre Grundlagen umsetzen. „Beim Spiel in Berlin werden wir von Anfang bis Ende auf dem Spielfeld unter hohem Druck stehen und so wird man sehen, auf welchem Level wir aktuell spielen“, sagt Ramírez. Für den Coach sind kleinere Schwankungen zum Start einer Saison normal. Entscheidend sei deshalb, wie sich die Mannschaft in solchen Situationen präsentiert und ob sie ihre Entwicklung auch gegen einen starken Gegner zeigen kann.
ALBA mit zwei Siegen in die Saison gestartet
Die Berliner sind mit zwei Heimsiegen in die neue Spielzeit gestartet. Zum Auftakt der 61. BBL-Saison setzte sich ALBA gegen die NINERS Chemnitz mit 89:82 durch. Ausschlaggebend war dabei insbesondere ein starkes Schlussviertel, das die Berliner mit 30:20 für sich entschieden. Auch am zweiten Spieltag blieb ALBA vor heimischem Publikum erfolgreich. Gegen die SKYLINERS gewann die Mannschaft mit 94:83. Diesmal setzte sich Berlin vor allem gegen Ende des dritten Viertels entscheidend ab und führte zwischenzeitlich mit 69:55.
Niederlage in München
Am dritten Spieltag musste ALBA allerdings die erste Niederlage hinnehmen. Beim FC Bayern München unterlagen die Berliner deutlich mit 61:95. Damit steht ALBA nach drei Spieltagen bei zwei Siegen und einer Niederlage. Die Berliner gehören aktuell zu einer Gruppe von fünf Mannschaften, die mit dieser Bilanz im oberen Tabellendrittel stehen. Allerdings mussten die Berliner im zweiten Saisonspiel auch zwei Verletzungen verkraften. Martin Hermannsson zog sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu, Noris Agbakoko erlitt eine Fraktur des Innenknöchels.
Justin Bean als wichtiger Faktor
Im Gegnercheck der Baskets richtet sich der Blick unter anderem auf Justin Bean. Der US-Amerikaner steht nach Einschätzung von Bambergs BBL-Rekordspieler Karsten Tadda zwar weniger im Rampenlicht als einige seiner Teamkollegen, besitzt für ALBA aber eine wichtige Rolle. Bean war bereits in der vergangenen Saison ein entscheidender Faktor. In der Finalserie führte der Power Forward sein Team mit seiner Energie und seiner Rolle als Motivator und Leader zur Meisterschaft. Anschließend wurde der fast 30-Jährige zum MVP der Finalserie gewählt. ALBA setzte damit ebenfalls ein Zeichen und stattete Bean vor dieser Saison mit einem Dreijahresvertrag aus.
Brandon Angel bringt Distanzwurf mit
Neu im Berliner Kader ist Brandon Angel. Der 24-jährige Power Forward wechselte vor dieser Saison von Hapoel Be’er Sheva aus Israel an die Spree. Nach seiner College-Zeit in den USA bei Stanford und Oregon absolvierte Angel in der vergangenen Saison seine erste Profisaison in Israel. In 18 Spielen für Hapoel erzielte er durchschnittlich 16,8 Punkte und 7,9 Rebounds. Angel gilt als Spieler mit einem guten Distanzwurf und soll damit eine weitere offensive Option für die Berliner darstellen.
Joe Wieskamp kennt die BBL bereits
Ebenfalls im Fokus steht Joe Wieskamp. Der US-Amerikaner spielte in der vergangenen Saison noch für Science City Jena und überzeugte dort mit starken Leistungen. Mit durchschnittlich 16,2 Punkten und 7,7 Rebounds pro Partie machte Wieskamp auf sich aufmerksam. Zudem war er mit einem Effektivitätswert von 18,1 der effektivste Spieler der BBL in der vergangenen Saison. Zur neuen Spielzeit wechselte er nach Berlin und unterschrieb dort einen Vertrag über drei Jahre bis Sommer 2029. In seinen ersten drei Saisonspielen erzielte Wieskamp durchschnittlich 7,3 Punkte und sammelte 4,0 Rebounds pro Begegnung.
Live aus der Uber Arena
Die Partie zwischen ALBA BERLIN und den BMA365 Bamberg Baskets beginnt am Samstag um 18:30 Uhr. Basketballfans können die Begegnung live und in voller Länge bei DYN verfolgen. Die Übertragung aus der Uber Arena beginnt bereits um 18:10 Uhr. Kommentator der Partie ist Arne Malsch, die Moderation übernimmt Eleni Frommann. Für Bamberg geht es damit beim amtierenden Deutschen Meister um den nächsten anspruchsvollen Härtetest der noch jungen Saison. Gleichzeitig bietet das Duell die Möglichkeit, die eigene Entwicklung gegen einen starken Gegner unter Beweis zu stellen.
















