Am 20. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga mussten sich die BMA365 Bamberg Baskets in eigener Halle mit 92:98 (52:57) gegen ALBA BERLIN geschlagen geben.
In der ausverkauften Brose Arena vor 5.700 Zuschauern war es am Ende eine Partie, die lange offen blieb – und dennoch mit Enttäuschung auf Bamberger Seite endete. Head Coach Anton Gavel brachte es nach Spielende auf den Punkt: „Da war mehr drin.“
Schwieriger Start und Defensivprobleme
Schon im ersten Viertel zeichnete sich ab, dass Bamberg vor allem defensiv große Probleme bekommen würde. Berlin dominierte unter den Brettern und gewann das Rebound-Duell im ersten Abschnitt deutlich mit 13:3. Hinzu kamen starke Wurfquoten der Gäste, die bereits 32 Punkte auf die Anzeigetafel brachten. Von jenseits der 6,75-Meter-Linie traf ALBA hochprozentig. Drei der ersten vier Dreier fanden ihr Ziel. Insgesamt nahmen beide Teams im ersten Viertel 19 Distanzwürfe. Berlin nutzte die Lücken konsequent und erspielte sich eine 26:32-Führung nach zehn Minuten. Bamberg hielt offensiv dagegen, fand defensiv jedoch zu selten Zugriff. Die 57 kassierten Punkte zur Halbzeit waren Ausdruck dieser Schwierigkeiten.
Emotionale Aufholjagd vor der Pause
Trotz zwischenzeitlichem zweistelligen Rückstand kämpften sich die Gastgeber zurück. Ein Steal von Ibi Watson leitete einen Schnellangriff ein, auch wenn dieser zunächst nicht erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Halle war da – und der Funke sprang über. Ein Dreier von Zach Ensminger sorgte dafür, dass Bamberg mit starken 52 Punkten in die Kabine ging. Doch die 57 Gegenpunkte wogen schwer. „Wenn ein Team hier bei uns in einer Halbzeit fast 60 Punkte erzielt, dann machen wir definitiv in der Verteidigung etwas falsch“, analysierte Ensminger später selbstkritisch.
17:2-Lauf bringt die Wende
Der Start in die zweite Halbzeit gehörte erneut den Gästen. Mit einem 8:0-Lauf setzte sich Berlin auf 52:65 ab. Kurz darauf betrug der Rückstand sogar 14 Punkte. Doch nun folgte die stärkste Phase der Bamberger. Mit einem beeindruckenden 17:2-Lauf drehten sie das Spiel. Austin Crowley vollendete einen Schnellangriff zur 73:72-Führung. Nach 30 Minuten lag Bamberg mit 77:74 vorne – die Partie war wieder komplett offen. Die Defensive stand nun stabiler, das Umschaltspiel funktionierte besser und das Publikum peitschte das Team nach vorne.
Entscheidende Minuten gehen an Berlin
Wie schon zuvor startete Bamberg jedoch auch ins Schlussviertel unglücklich. Erneut setzte ALBA eine 8:0-Serie und übernahm die Führung. Trotzdem kämpften sich die Hausherren noch einmal zurück. 2:40 Minuten vor Schluss führte Bamberg mit 90:85. Alles war angerichtet für einen Heimsieg. Doch dann folgten mehrere unglückliche Szenen: ein Schrittfehler von Richard Balint, ein verfehlter Dreier im Fast Break sowie ein Offensivfoul. Berlin nutzte diese Chancen eiskalt. Justin Bean traf wichtige Würfe, Noris Agbakoko glich per Dunk aus, und an der Freiwurflinie sicherten sich die Gäste die entscheidenden Punkte. Am Ende stand eine 92:98-Niederlage – erneut knapp, erneut schmerzhaft.
Sechs Bamberger zweistellig
Trotz der Niederlage überzeugte Bamberg offensiv über weite Strecken. Gleich sechs Spieler punkteten zweistellig:
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Richard Balint (19 Punkte, 3 Steals)
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Demarcus Demonia (13 Punkte, 10 Rebounds)
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Ibi Watson (13 Punkte)
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Zach Ensminger (12 Punkte)
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Cobe Williams (11 Punkte, 7 Assists)
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Austin Crowley (10 Punkte)
Auf Berliner Seite ragten Mattisseck (22 Punkte), Justin Bean (21 Punkte, 9 Rebounds) und Agbakoko (16 Punkte) heraus.
Stimmen zum Spiel
ALBA-Coach Pedro Calles lobte die Moral seines Teams: Man habe unter schwierigen Umständen eine klare Identität und große Energie gezeigt. Anton Gavel zeigte sich dagegen deutlich enttäuscht: „Wir haben jedes Viertel schlecht begonnen und die Partie auch schlecht beendet. Es ist uns nicht gelungen, besonders dann in den letzten Angriffen in der Defensive Stopps zu bekommen. Offensiv sahen wir das gesamte Spiel nicht gut aus und haben Entscheidungen getroffen, die wir uns im Training so nicht vorgenommen hatten. Zudem sind die 50/50-Bälle an den Gegner gegangen und so ist es im Großen und Ganzen ein enttäuschender Auftritt von uns. Da war mehr drin und um so verärgerter kann man über dieses Ergebnis sein.“
Blick nach vorne: Rostock und München warten
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits am Mittwoch gastieren die Bamberger bei den ROSTOCK SEAWOLVES. Spielbeginn in der StadtHalle Rostock ist um 18:30 Uhr. Am Wochenende folgt dann das Halbfinale beim BMW TOP FOUR im SAP Garden in München – eine weitere große Herausforderung. Die Niederlage gegen Berlin schmerzt. Doch sie zeigt auch: Dieses Team hat das Potenzial, große Spiele zu gewinnen. Nun gilt es, die Fehler schnell zu analysieren und in den kommenden Partien die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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