In der heimischen Brose Arena unterlag die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel den bereits abgestiegenen Niedersachsen mit 92:101. Damit ist die letzte Hoffnung auf die Teilnahme an den Play-Ins endgültig dahin. Vor 4.606 Zuschauern präsentierten sich die Gäste wie ein Team im Titelrennen, während Bamberg erneut große Schwächen in der Defensive offenbarte.
Göttingen spielt befreit auf
Göttingens Coach Mikko Riipinen fand nach dem Spiel klare Worte: Sein Team sei angetreten, als wäre es das wichtigste Spiel der Saison. Trotz des bereits feststehenden Abstiegs zeigten die Veilchen eine geschlossene Mannschaftsleistung und behielten auch in engen Phasen die Nerven. Besonders herausragend: Small Forward Kostja Mushidi, der im dritten Viertel das Spiel mit einem unglaublichen 11-Punkte-Lauf in nur 108 Sekunden zu Gunsten der BG drehte.
Bamberger Start verheißungsvoll
Trotz Ausfällen von Ibi Watson, Kevin Wohlrath und des nach Israel gewechselten KeyShawn Feazell erwischten die Bamberger den besseren Start. Distanzwürfe von Locke, Krimmer, Tadda und Segu brachten eine frühe 15:7-Führung. Doch eine Auszeit der Gäste brachte die Wende, und nach zehn Minuten stand es 30:30. Zur Halbzeit konnte Bamberg dank eines engagierten Moritz Krimmer (9 Punkte, 6 Rebounds) noch eine 56:49-Führung behaupten.
Mushidi dreht das Spiel im Alleingang
Nach der Pause schien zunächst alles für Bamberg zu laufen – bis Kostja Mushidi die Bühne betrat. Drei Dreier und zwei Freiwürfe in kurzer Folge ließen den Vorsprung der Hausherren schmelzen und brachten die BG Göttingen in Front. Zwar konnte Ronaldo Segu mit einem eigenen Dreier kurzzeitig kontern, doch eine weitere 11:2-Serie der Gäste sorgte für eine 70:78-Führung nach dem dritten Viertel.
Göttingen bleibt cool in der Schlussphase
Im letzten Abschnitt kämpfte sich Bamberg noch einmal heran (75:78), doch Göttingen behielt die Ruhe. Mit effizienten Angriffen und kühlen Abschlüssen bauten die Veilchen ihren Vorsprung aus. Spätestens beim 79:91 durch Tra Holder knapp vier Minuten vor dem Ende war die Partie entschieden. Göttingen spielte die letzten Minuten souverän herunter und nahm den verdienten Auswärtssieg mit.
Stimmen zum Spiel
Mikko Riipinen (BG Göttingen):
„Wir haben lange für diesen Moment heute gearbeitet. Das war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung ohne große Aussetzer in unserem Spiel. […] Letztlich haben wir immer die Balance behalten. Auch als wir einige verrückte Würfe getroffen haben, sind wir nicht verrückt geworden. Als Bamberg einen Lauf gestartet hat, sind wir cool und unserem Gameplan treu geblieben.“
Anton Gavel (Bamberg Baskets):
„Wir haben heute wieder 100 Punkte kassiert. Gerade im dritten Viertel haben wir den Göttingern einen zu großen Lauf zugelassen und sind dann in alte Muster verfallen. Jedes Mal, wenn wir gesehen haben, dass unser Vorsprung schmilzt, sind wir in Panik verfallen. Zum Schluss sah das dann auch offensiv nicht mehr gut aus.“
Saisonfinale unter Druck
Für die Bamberg Baskets stehen nun vier Spiele innerhalb von elf Tagen auf dem Programm. Bereits am Mittwoch wartet das Auswärtsspiel bei den Veolia Towers Hamburg, gefolgt vom Heimspiel gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg am Samstag, den 3. Mai. Die Mannschaft muss dringend eine Reaktion zeigen, um die Saison wenigstens versöhnlich zu Ende zu bringen.
















