Die BMA365 Bamberg Baskets haben am 29. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga ein echtes Statement gesetzt.
Im Spitzenspiel bei ratiopharm ulm setzte sich das Team von Head Coach Anton Gavel am Samstagabend souverän mit 89:73 durch. Vor 6.000 Zuschauern in der ausverkauften ratiopharm arena zeigte Bamberg dabei zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten – und am Ende vor allem die klar bessere.
Schwieriger Start mit Problemen am Brett
Der Beginn der Partie gehörte klar den Gastgebern. Ulm präsentierte sich extrem aggressiv beim Rebound und sicherte sich schon in den ersten Minuten zahlreiche zweite Wurfchancen. Besonders das Offensiv-Rebounding bereitete den Bambergern große Probleme. Die Folge: Bamberg lief früh einem Rückstand hinterher und fand offensiv nur schwer in die Partie. Zwar sorgten einzelne Aktionen von Ibi Watson und Demarcus Demonia für erste Highlights, doch insgesamt bestimmten die Ulmer das Tempo und die Intensität. Nach zehn Minuten stand ein deutlicher Rebound-Nachteil zu Buche, der sich auch im Ergebnis widerspiegelte.
Schrittweise Stabilisierung vor der Pause
Im zweiten Viertel gelang es den Bamberg Baskets, sich langsam zu stabilisieren. Zwar blieb Ulm zunächst weiterhin gefährlich und konnte zwischenzeitlich wieder davonziehen, doch Bamberg kämpfte sich zunehmend besser in die Partie. Ein wichtiger Moment war ein 12:2-Run, mit dem die Bamberger den zwischenzeitlichen Rückstand wieder egalisierten. Besonders Cobe Williams setzte in dieser Phase wichtige Akzente von außen. Zur Halbzeit war die Partie komplett offen – Ulm führte knapp mit 41:40, doch der Trend sprach bereits leicht für die Gäste, die zunehmend Zugriff auf das Spiel fanden.
Komplett verändertes Spiel nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel zeigte Bamberg dann sein vielleicht bestes Viertel der Partie. Die Defensive stand deutlich stabiler, die Reboundarbeit wurde konsequenter und die Intensität spürbar erhöht. Während Ulm offensiv zunehmend Probleme bekam, nutzten die Bamberger ihre Chancen jetzt deutlich effizienter. Immer wieder fanden sie Lösungen im Fastbreak oder über gut ausgespielte Systeme. Ein wichtiger Faktor war auch die bessere Kontrolle der Zone, wodurch die Gastgeber kaum noch zu zweiten Chancen kamen.
Entscheidung im Schlussviertel
Im letzten Abschnitt bauten die Bamberger ihre Führung kontinuierlich aus. Spätestens als Demarcus Demonia rund fünf Minuten vor dem Ende erstmals zweistellig stellte, war die Partie endgültig auf Bamberger Seite gekippt. Auch ein kurzer Ulmer Versuch, noch einmal heranzukommen, wurde konsequent abgewehrt. Bamberg blieb ruhig, traf weiterhin wichtige Würfe und spielte die Partie kontrolliert zu Ende. Am Ende stand ein verdienter 89:73-Auswärtssieg, der vor allem durch die starke zweite Halbzeit zustande kam.
Vier Spieler zweistellig – starke Teamleistung
Die Bamberg Baskets überzeugten vor allem durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Gleich vier Spieler punkteten zweistellig:
- Ibi Watson (18 Punkte) – Topscorer der Bamberger
- Cobe Williams (15 Punkte) – stark aus der Distanz
- Demarcus Demonia (12 Punkte) – entscheidende Energie in der zweiten Halbzeit
- Zach Ensminger (10 Punkte) – wichtiger Beitrag im Schlussviertel
Darüber hinaus zeigten auch Spieler wie Austin Crowley, Daniel Keppeler und Moritz Krimmer wichtige Impulse in beiden Spielhälften.
Rebound als Schlüssel zum Sieg
Entscheidend für den Spielverlauf war die Entwicklung beim Rebounding. Während Ulm im ersten Viertel noch klar dominierte und sich zahlreiche zweite Chancen erarbeitete, konnten die Bamberger dieses Defizit im Verlauf der Partie vollständig ausgleichen. Vor allem in der zweiten Halbzeit kontrollierte Bamberg die Bretter deutlich besser und entzog den Gastgebern damit eine ihrer wichtigsten Waffen.
Stimmen zum Spiel
Head Coach Anton Gavel zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Reaktion seines Teams.
„Es war alles andere als einfach, hier in Ulm zu bestehen. Zu Beginn hatten wir einige Ballverluste und sind nur schwer ins Spiel gekommen. Im Verlauf ist es uns aber gelungen, das Reboundduell wieder offener zu gestalten. Offensiv haben wir uns phasenweise noch schwergetan, die richtigen Lücken zu finden, konnten diese aber immer wieder nutzen. Am Ende freuen wir uns sehr, hier in Ulm einen Sieg geholt zu haben.“
Ulm-Coach Ty Harrelson hingegen sah vor allem die verpassten Chancen seines Teams als entscheidend:
„Im ersten Viertel haben wir die Rebounds gut kontrolliert. Offensiv haben wir uns aber Fehlwürfe geleistet und auch offene Würfe nicht getroffen, was sehr wichtig gewesen wäre. Wir hatten auch einige Ballverluste und konnten defensiv nicht die nötigen Stopps setzen. Im letzten Viertel hat sich vor allem beim Rebounding ein deutlicher Unterschied gezeigt.“
Tabellensituation weiter gefestigt
Mit dem Sieg in Ulm feiern die Bamberg Baskets ihren 19. Saisonsieg und behaupten weiterhin souverän ihren Platz in der oberen Tabellenregion. Der Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten unterstreicht die Ambitionen des Teams in der Schlussphase der Hauptrunde.
Ausblick auf das Heimspiel gegen Oldenburg
Für die Bamberger geht es bereits am kommenden Samstag weiter. Dann gastieren die EWE Baskets Oldenburg in der Freak City. Die Partie beginnt um 18:30 Uhr. Die Nachfrage ist groß: Bereits über 4.000 Tickets sind verkauft – eine volle und lautstarke BROSE ARENA ist damit nahezu garantiert.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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