Die Damen der Medikamente per Klick Bamberg Baskets haben ihr großes Saisonziel erreicht: den vorzeitigen Klassenerhalt in der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga Süd.
Trotz einer deutlichen 65:92-Auswärtsniederlage bei den USC BasCats Heidelberg kann das Team von Head Coach Samuel Gloser zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde nicht mehr auf einen Playdown-Platz abrutschen. Ausschlaggebend dafür war nicht nur die eigene Leistung, sondern auch die Konkurrenz: Da die Mainzerinnen ihr Spiel in Leimen verloren, ist der Verbleib in der Liga nun auch rechnerisch gesichert. Für die Bambergerinnen ist das ein wichtiger Meilenstein in einer intensiven und herausfordernden Saison.
Starke Einzelleistungen trotz klarer Niederlage
Auch wenn das Endergebnis deutlich ausfiel, konnten einige Spielerinnen der Bamberg Baskets überzeugen. Hailey van Roekel war mit 19 Punkten Topscorerin, gefolgt von Emma Rettinger (12 Punkte) und Faith Alston (10 Punkte). Auf Seiten der Heidelbergerinnen ragte jedoch eine Spielerin besonders heraus: Point Guard Kelly Moton zeigte eine außergewöhnliche Leistung. Mit 21 Punkten, 13 Rebounds, 9 Assists und 8 Steals verpasste sie nur knapp ein seltenes Quadruple-Double. Ihr Effektivitätswert von 43 unterstreicht die Dominanz, mit der sie das Spiel prägte.
Intensiver Beginn mit wechselnden Führungen
Die Partie startete temporeich und offensivfreudig auf beiden Seiten. Heidelberg ging früh in Führung, doch Bamberg antwortete mit einem starken 9:0-Lauf und übernahm zunächst die Kontrolle. Die Einwechslung von Kelly Moton brachte jedoch eine Wende. Heidelberg drehte das Spiel mit einem eigenen Lauf und setzte sich bis zum Ende des ersten Viertels leicht ab (24:18). Besonders auffällig war bereits in dieser Phase die Intensität beider Teams, die sich nichts schenkten.
Heidelberg setzt sich vor der Pause ab
Im zweiten Viertel gelang es den Gastgeberinnen, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Zwar hielten die Bambergerinnen kämpferisch dagegen und verkürzten zwischenzeitlich, doch Heidelberg fand immer wieder Antworten. Vor allem durch schnelle Angriffe und treffsichere Würfe aus der Distanz zogen die BasCats erstmals zweistellig davon. Mit einem Halbzeitstand von 36:48 blieb Bamberg zwar in Schlagdistanz, musste jedoch bereits viel Energie investieren, um mitzuhalten.
Kurzes Aufbäumen nach der Halbzeit
Nach der Pause erwischte Heidelberg den besseren Start und erhöhte schnell auf 53:36. Doch Bamberg zeigte Moral: Ein 7:0-Lauf von Emma Rettinger brachte das Team wieder näher heran. Auch ein Dreier von Faith Alston sorgte dafür, dass der Rückstand zwischenzeitlich wieder einstellig wurde. In dieser Phase zeigte sich der starke Teamgeist der Bambergerinnen, die sich trotz Rückstand nicht aufgaben und weiterhin mutig spielten.
Entscheidende Phase im dritten Viertel
Die vielleicht spielentscheidende Phase folgte kurz darauf. Heidelberg legte innerhalb weniger Minuten einen 11:2-Lauf hin und baute den Vorsprung erneut deutlich aus. Mit einem Spielstand von 68:52 ging es ins letzte Viertel. Die Kräfteverhältnisse wurden zunehmend deutlicher, auch weil Heidelberg mit einem breiteren Kader agieren konnte und regelmäßig frische Spielerinnen einwechselte.
Kräfteverschleiß im Schlussviertel
Im letzten Abschnitt machte sich die intensive Spielweise der Bambergerinnen bemerkbar. Mit nur neun einsatzfähigen Spielerinnen war die Belastung hoch, während Heidelberg aus dem Vollen schöpfen konnte. Trotz großem Einsatz und kämpferischer Leistung gelang es Bamberg nicht mehr, das Spiel zu drehen. Die BasCats bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus und entschieden die Partie spätestens beim Stand von 85:58 endgültig für sich.
Trainer lobt Teamgeist und Entwicklung
Head Coach Samuel Gloser zeigte sich nach dem Spiel trotz der Niederlage zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Das Spiel war unglaublich intensiv und unser Team hat über 40 Minuten toll gekämpft.“ Besonders hob er die defensive Leistung in der ersten Halbzeit hervor sowie den Zusammenhalt der Mannschaft. Auch nach Rückständen habe das Team Charakter gezeigt und sich ohne Auszeit wieder herangekämpft. Ein entscheidender Faktor sei letztlich die Kaderbreite der Heidelbergerinnen gewesen. Während Bamberg mit einer kurzen Rotation auskommen musste, konnte der Gegner immer wieder frische Kräfte bringen.
Zahlen und Fakten zum Spiel
| Team | Punkte | Viertelstände |
|---|---|---|
| USC BasCats Heidelberg | 92 | 24:18 – 24:18 – 20:16 – 24:13 |
| Bamberg Baskets | 65 | 18:24 – 18:24 – 16:20 – 13:24 |
Topscorer Bamberg:
- Hailey van Roekel: 19 Punkte
- Emma Rettinger: 12 Punkte
- Faith Alston: 10 Punkte
Topspielerin Heidelberg:
- Kelly Moton: 21 Punkte, 13 Rebounds, 9 Assists, 8 Steals
Heimfinale als emotionaler Saisonabschluss
Nach dem gesicherten Klassenerhalt richtet sich der Blick nun nach vorne. Am kommenden Wochenende steht das letzte Heimspiel der Saison an. In der Graf-Stauffenberg-Halle empfangen die Bamberg Baskets den MTV Stuttgart. Das Heimfinale wird nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch ein Highlight. Für die Fans wird ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten:
- Hüpfburg für Kinder
- Mini-Spiele und Mitmachaktionen
- Malecke für die jüngsten Fans
- Autogrammstunde nach dem Spiel
- Trikotverlosung für den guten Zweck
Auch kulinarisch ist für alles gesorgt – von Grillangeboten bis hin zu vegetarischen Optionen und Getränken.
Bedeutung des Klassenerhalts für die Zukunft
Der vorzeitige Klassenerhalt ist für die Bamberg Baskets mehr als nur ein sportlicher Erfolg. Er bedeutet Planungssicherheit und bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung des Teams. Gerade in einer Liga, die durch hohe Intensität und starke Konkurrenz geprägt ist, zeigt sich, wie wichtig Teamzusammenhalt, Einsatzbereitschaft und kontinuierliche Entwicklung sind. Diese Faktoren haben Bamberg in dieser Saison ausgezeichnet.
Ein Team, das zusammengewachsen ist
Auch wenn das Ergebnis in Heidelberg deutlich ausfiel, bleibt vor allem eines hängen: die positive Entwicklung der Mannschaft. Die Spielerinnen haben gezeigt, dass sie auch gegen starke Gegner mithalten können und sich nie aufgeben. Der gesicherte Klassenerhalt ist daher verdient und spiegelt die harte Arbeit der gesamten Saison wider. Nun gilt es, das Heimfinale zu genießen und die Spielzeit mit einem positiven Erlebnis vor den eigenen Fans abzuschließen.
















