Nach Angaben der Stadtwerke Bamberg sind dort erneut Drückerkolonnen unterwegs, die sich teilweise als Mitarbeitende des Unternehmens ausgeben. Die Stadtwerke warnen davor, den Personen ungeprüft Zugang zur Wohnung zu gewähren oder persönliche Vertragsdaten herauszugeben. Die betreffenden Haustürverkäufer gehören nicht zu den Stadtwerken Bamberg.
Drücker wollen Strom- und Internetverträge verkaufen
Die Personen treten häufig mit dem Hinweis auf, mit den Stadtwerken zusammenzuarbeiten. Tatsächlich geht es nach Angaben des Unternehmens in vielen Fällen darum, Strom- oder Internetverträge zu verkaufen. Dabei würden die Haustürverkäufer häufig mit unwahren Behauptungen auftreten. Die Stadtwerke empfehlen deshalb, bei solchen Besuchen besonders aufmerksam zu sein. Wer nicht darum gebeten hat, dass ein Vertreter an der Haustür erscheint, sollte nach Empfehlung der Stadtwerke gar nicht erst ein Gespräch beginnen. Zudem sollten die Besucher keinesfalls in die Wohnung gelassen werden.
Verträge nach Unterschrift genau prüfen
Wer an der Haustür bereits einen Vertrag unterschrieben hat, sollte die Unterlagen laut Stadtwerken kritisch prüfen. Bei Haustürgeschäften besteht für Verbraucher in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht, das mit dem Vertragsschluss beginnt. Wer unsicher ist, welche Rechte im konkreten Fall bestehen oder ob ein Vertrag tatsächlich gewollt war, sollte die Vertragsunterlagen genau prüfen und sich gegebenenfalls beraten lassen.
Gleichzeitig sind echte Stadtwerke-Mitarbeiter unterwegs
Parallel zu den Drückerkolonnen sind derzeit tatsächlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Bamberg im Stadtgebiet unterwegs. Sie führen Ablesungen von Stromzählern durch und benötigen dafür Zugang zu den entsprechenden Zählern. Die Ableser sind von Montag bis Samstag, auch in den Abendstunden, unterwegs. Im Unterschied zu den Haustürverkäufern können sie sich mit einem Dienstausweis der Stadtwerke ausweisen.
So erkennen Kunden die Ableser
Der Dienstausweis der Stadtwerke enthält nach Angaben des Unternehmens das Stadtwerke-Logo, den Namen und ein Passbild der jeweiligen Mitarbeiterin beziehungsweise des jeweiligen Mitarbeiters. Ein weiterer Unterschied: Die tatsächlichen Ableser fragen Kunden weder nach einer Unterschrift noch versuchen sie, einen Tarifwechsel zu vermitteln. Ihr Besuch dient ausschließlich der Ablesung der Stromzähler. Damit können Kunden die beiden Gruppen anhand mehrerer Merkmale voneinander unterscheiden.
Bei Unsicherheit direkt bei den Stadtwerken nachfragen
Wer Zweifel hat, ob tatsächlich ein Mitarbeiter der Stadtwerke vor der Haustür steht, kann den Besuch direkt beim Unternehmen überprüfen lassen. Die Stadtwerke Bamberg sind unter der Telefonnummer 0951 77-0 erreichbar. Dort können Bürgerinnen und Bürger nachfragen, ob es sich bei der Person an ihrer Haustür tatsächlich um einen Mitarbeiter des Unternehmens handelt. Die Stadtwerke raten angesichts der aktuellen Vorfälle insbesondere den Bewohnerinnen und Bewohnern im Bamberger Osten zu erhöhter Vorsicht.
Zwei unterschiedliche Anliegen an der Haustür
Für Verbraucher ist vor allem die Unterscheidung zwischen den derzeit auftretenden Drückerkolonnen und den tatsächlichen Stadtwerke-Mitarbeitern wichtig. Während die Ableser lediglich die Stromzähler erfassen, verfolgen die Haustürverkäufer nach Angaben der Stadtwerke ein Verkaufsinteresse. Ein Dienstausweis mit Foto und Stadtwerke-Logo kann dabei ein wichtiges Erkennungsmerkmal sein. Bei Unsicherheit sollten Bewohner die Tür nicht vollständig öffnen beziehungsweise niemanden in die Wohnung lassen und zunächst telefonisch beim Unternehmen nachfragen. So können sich Verbraucher vor unerwünschten Vertragsabschlüssen schützen und gleichzeitig sicherstellen, dass notwendige Zählerablesungen durchgeführt werden können.













