Wie lässt es sich im Bamberger Osten künftig besser wohnen, leben und bewegen? Wo fehlen Grünflächen, sichere Wege oder Orte zum Treffen?
Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Stadt Bamberg bei der Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes für das Sanierungsgebiet Starkenfeldstraße. Noch bis einschließlich Freitag, 25. September 2026, haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Anregungen und Stellungnahmen einzureichen. Dabei geht es um das gesamte Sanierungsgebiet und zahlreiche Themen, die den Alltag im Bamberger Osten betreffen.
Sanierungsgebiet umfasst rund 70 Hektar
Das Sanierungsgebiet ist deutlich größer, als der Name zunächst vermuten lässt. Es erstreckt sich über rund 70 Hektar und reicht vom Umfeld der Kloster-Langheim-Straße über die Starkenfeldstraße und Katzheimerstraße bis zum Volkspark. Damit umfasst das Gebiet ganz unterschiedliche Bereiche. Dazu gehören Wohnviertel ebenso wie Bildungs- und Sporteinrichtungen, Grünflächen und öffentliche Räume. Gerade diese Vielfalt macht die Beteiligung der Menschen vor Ort besonders wichtig. Sie kennen die Stärken ihres Viertels, wissen aber auch, an welchen Stellen Verbesserungen notwendig sein könnten.
Entwicklungskonzept stammt aus dem Jahr 2006
Grundlage für die weitere Entwicklung ist ein Entwicklungskonzept aus dem Jahr 2006. Seit seiner Erstellung hat sich im Bamberger Osten einiges verändert. Neue Anforderungen an das Wohnen, die Mobilität und die Klimaanpassung spielen heute eine größere Rolle. Auch die Bedeutung attraktiver öffentlicher Räume und gut erreichbarer Grünflächen hat zugenommen. Deshalb überarbeitet die Stadt das bestehende Konzept und möchte neue Schwerpunkte für die kommenden Jahre setzen. Ziel ist es, die bisherigen Maßnahmen neu zu bewerten und einen konzentrierten Maßnahmenkatalog für die weitere Entwicklung zu erstellen.
Viele Themen stehen im Mittelpunkt
Bei der Fortschreibung geht es nicht nur um Straßen und Gebäude. Betrachtet werden zahlreiche Bereiche, die für die Lebensqualität im Quartier wichtig sind.
Dazu gehören unter anderem:
- Wohnen und Gebäude
- Grün- und Freiräume
- sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer
- Verkehr und Mobilität
- soziale Angebote
- Bildung
- Nahversorgung und lokale Wirtschaft
- Klimaanpassung und Ökologie
- das Image des Stadtteils
- ein gutes Miteinander
Auch konkrete Orte im Bamberger Osten spielen eine Rolle. Dazu zählen beispielsweise das Stadtteilzentrum an der Katzheimerstraße, die Ost-West-Verbindung zum Volkspark und der Volkspark selbst.
Bürger sollen ihre Erfahrungen einbringen
Die Stadt möchte bei der Planung nicht allein auf bestehende Konzepte und fachliche Einschätzungen setzen. Auch die Erfahrungen der Menschen, die im Gebiet leben, lernen, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen, sollen berücksichtigt werden. „Wer hier lebt, lernt, arbeitet oder seine Freizeit verbringt, kennt die Stärken des Quartiers – und weiß oft sehr genau, wo etwas fehlt“, sagt Stadtplaner Daniel Waldhoff, dessen Büro mit der Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes beauftragt ist. Genau diese Erfahrungen können für die weitere Planung wichtige Hinweise liefern.
Wo braucht es Veränderungen?
Die Beteiligung ist bewusst offen gehalten. Bürgerinnen und Bürger können Hinweise zu unterschiedlichen Orten und Themen im gesamten Sanierungsgebiet geben.
Dabei können beispielsweise folgende Fragen eine Rolle spielen:
- Welche Orte sollten verbessert werden?
- Wo fehlen Schattenplätze?
- Wo könnten bessere Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen?
- Welche Wege brauchen mehr Sicherheit?
- Was benötigen Kinder und Jugendliche?
- Welche Angebote sind für Familien wichtig?
- Wo braucht es Verbesserungen für ältere Menschen?
Auch ganz konkrete Beobachtungen aus dem Alltag können in die Stellungnahmen einfließen.
Volkspark ist ein eigener Beteiligungsbaustein
Eine besondere Rolle spielt der Volkspark. Anlässlich seines 100. Jubiläums hatte die Stadt bereits eine eigene Befragung zur Zukunft der Anlage durchgeführt. Die dabei eingegangenen Wünsche und Anregungen werden derzeit ausgewertet. Die Ergebnisse sollen ebenfalls in die Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes Starkenfeldstraße einfließen. Die aktuelle Beteiligung geht allerdings deutlich darüber hinaus. Noch bis zum 25. September können Hinweise zum gesamten Sanierungsgebiet und zu allen Themen des Entwicklungskonzeptes eingereicht werden.
Bürgerlabor informiert beim Tag des offenen Denkmals
Eine weitere Gelegenheit zum Austausch gibt es bereits am Sonntag, 13. September 2026. Das Baureferat lädt an diesem Tag von 10 bis 15 Uhr ins Bürgerlabor in der Hauptwachstraße 3 ein. Dort wird unter anderem über die Entwicklung des Bamberger Ostens informiert. Außerdem werden die Gewinnerinnen und Gewinner des Volkspark-Quiz gezogen. Die mit dem Quiz verbundene Befragung zur Zukunft des Volksparks ist ein eigenständiger Beteiligungsbaustein. Auch deren Ergebnisse fließen in die weitere Arbeit am Entwicklungskonzept ein.
So können Bürger ihre Stellungnahme abgeben
Wer sich beteiligen möchte, kann seine Hinweise vorzugsweise per E-Mail an stadtsanierung@stadt.bamberg.de schicken. Die Unterlagen zur Beteiligung sind während des gesamten Zeitraums auf der Internetseite der Stadt Bamberg veröffentlicht. Zusätzlich können sie im Stadtplanungsamt, Untere Sandstraße 34, 3. Obergeschoss, eingesehen werden. Die Unterlagen liegen im Flur zwischen den Zimmern 305 und 306 aus. Die Einsichtnahme ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr möglich. Eine Stellungnahme kann nach vorheriger Terminvereinbarung auch vor Ort zur Niederschrift abgegeben werden.
Beteiligung läuft noch bis 25. September
Für Rückfragen stehen die Telefonnummern 0951/87-1637, -1643 und -1641 zur Verfügung. Die Beteiligung läuft noch bis einschließlich Freitag, 25. September 2026. Wer im Bamberger Osten lebt oder dort regelmäßig unterwegs ist, kann bis dahin seine persönlichen Erfahrungen und Ideen einbringen.
| Information | Details |
|---|---|
| Sanierungsgebiet | Starkenfeldstraße |
| Größe | rund 70 Hektar |
| Gebiet | von der Kloster-Langheim-Straße bis zum Volkspark |
| Grundlage | Entwicklungskonzept von 2006 |
| Fortschreibung | 2026 |
| Beteiligungszeitraum | 24. Juli bis 25. September 2026 |
| Stellungnahmen | vorzugsweise per E-Mail |
| stadtsanierung@stadt.bamberg.de |
Mitreden über die Zukunft des Bamberger Ostens
Mit der Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes möchte die Stadt die Weichen für die kommenden Jahre stellen. Dabei geht es um weit mehr als einzelne Bauprojekte. Wohnen, Mobilität, Grünflächen, Klimaschutz, soziale Angebote und öffentliche Räume sollen gemeinsam betrachtet werden. Die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger können dabei helfen, konkrete Probleme sichtbar zu machen und neue Ideen in die Planung aufzunehmen. Bis zum 25. September besteht noch die Möglichkeit, sich einzubringen. Damit können die Menschen im Bamberger Osten selbst d











Entwicklungskonzept stammt aus dem Jahr 2006



