Ein aggressiver Fahrgast hat am Dienstagmorgen für einen außerplanmäßigen Halt eines ICE in Bamberg gesorgt.
Der Mann soll zunächst einen Zugbegleiter angegriffen und später auch während des Polizeieinsatzes erneut versucht haben, auf ihn loszugehen.
Streit wegen fehlendem Fahrschein
Der Vorfall ereignete sich gegen 7 Uhr im ICE 1104, der von Nürnberg in Richtung Erfurt unterwegs war. Nach Angaben der Bundespolizei geriet ein 29-jähriger Mann mit einem 65-jährigen Zugbegleiter in Streit, nachdem er keinen gültigen Fahrausweis vorzeigen konnte. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der Fahrgast den Zugbegleiter gegen den Oberkörper gestoßen haben. Der Bahnmitarbeiter erlitt dabei Schmerzen.
Bundespolizei schreitet ein
Der Zug hielt daraufhin außerplanmäßig in Bamberg, wo Einsatzkräfte der Bundespolizei den Streit zunächst beendeten. Während der anschließenden Sachverhaltsaufnahme soll der 29-Jährige jedoch erneut versucht haben, den Zugbegleiter anzugreifen. Die Beamten setzten daraufhin unmittelbaren Zwang ein und legten dem Mann Handfesseln an.
Identität in deutsch-polnischem Zentrum geklärt
Da der Beschuldigte keine Ausweispapiere bei sich hatte, wurde seine Identität über das Gemeinsame Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Świecko festgestellt. Während der Maßnahmen stellten die Beamten zudem Ausfallerscheinungen bei dem Mann fest. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Anschließend brachte ihn der Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Ermittlungen eingeleitet
Die Bundespolizei hat gegen den 29-jährigen polnischen Staatsangehörigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie des Erschleichens von Leistungen eingeleitet.











