Mit der länderübergreifenden Aktion ’sicher.mobil.leben – Zweiräder im Blick‘ hat die Polizei in Oberfranken ein klares Zeichen gesetzt: Mehr Rücksicht im Straßenverkehr kann Leben retten.
Am 28. April 2026 beteiligte sich das Polizeipräsidium Oberfranken mit zahlreichen Maßnahmen an dem Aktionstag. Ziel war es, die Sicherheit von Radfahrenden zu erhöhen und gleichzeitig das Bewusstsein für Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen.
Kontrollen und Prävention Hand in Hand
Im gesamten Regierungsbezirk führten Einsatzkräfte verstärkte Kontrollen durch und richteten Informations- sowie Präventionsstände ein. Dabei ging es nicht nur um die Ahndung von Verstößen, sondern vor allem um Aufklärung und Dialog. Polizeibeamtinnen und -beamte informierten vor Ort über wichtige Themen wie Schutzkleidung, sichere Fahrradausrüstung, Diebstahlschutz und altersgerechtes Verhalten im Straßenverkehr.
Typische Gefahren im Fokus
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf typischen Risiken, denen Radfahrende täglich begegnen. Dazu zählen unter anderem:
- Zu geringer Abstand beim Überholen
- Überhöhte Geschwindigkeit im Straßenverkehr
- Parken auf Rad- und Gehwegen
- Fahren im toten Winkel großer Fahrzeuge
- Rotlichtverstöße und ‚Geisterradeln‘
- Alkohol- und Drogenkonsum im Straßenverkehr
Durch gezielte Ansprache und Informationen sollten Verkehrsteilnehmende für diese Gefahren sensibilisiert werden.
Prominente Unterstützung in Bayreuth
Auch die Führungsebene der Polizei zeigte Präsenz: Polizeivizepräsident Florian Mayer besuchte den Präventionsstand im Ehrenhof des Alten Schlosses in Bayreuth. Er betonte die Bedeutung der Aktion und machte deutlich, dass es nicht nur um Kontrollen, sondern vor allem um ein besseres Miteinander im Straßenverkehr geht. Rücksicht und gegenseitiges Verständnis seien entscheidend, um Unfälle zu vermeiden.
Zahlen zeigen Handlungsbedarf
Die Bilanz des Aktionstags unterstreicht, wie wichtig solche Maßnahmen sind. Insgesamt waren 134 Polizeibeamtinnen und -beamte im Einsatz. Dabei wurden rund 560 Verstöße festgestellt – ein deutliches Zeichen dafür, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig zeigen solche Zahlen, dass Kontrollen ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit bleiben.
Dialog als Schlüssel zum Erfolg
Ein zentrales Element der Aktion war der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die Polizei setzt bewusst auf Gespräche statt ausschließlich auf Sanktionen. Erfahrungen zeigen, dass persönliche Ansprache und Aufklärung nachhaltiger wirken und zu einem bewussteren Verhalten im Straßenverkehr führen können.
Auch online präsent
Begleitet wurde der Aktionstag von einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien. Unter dem Hashtag #sichermobilleben veröffentlichte die Polizei Beiträge, Videos und Bilder, um das Thema Verkehrssicherheit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So konnten auch Menschen erreicht werden, die nicht direkt vor Ort waren.
Gemeinsam für mehr Sicherheit
Die Aktion ’sicher.mobil.leben – Zweiräder im Blick‘ macht deutlich: Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe. Ob Radfahrende, Autofahrende oder Fußgänger – nur durch gegenseitige Rücksicht und verantwortungsbewusstes Verhalten kann der Straßenverkehr sicherer werden. Die Polizei setzt dabei auf eine Mischung aus Kontrolle, Information und Dialog, um langfristig positive Veränderungen zu erreichen.
Kleine Veränderungen, große Wirkung
Oft sind es schon kleine Anpassungen im Verhalten, die einen großen Unterschied machen: ein kurzer Schulterblick, ausreichend Abstand oder das Beachten von Verkehrsregeln. Der Aktionstag zeigt, dass jeder Einzelne dazu beitragen kann, Risiken zu reduzieren und die Straßen für alle sicherer zu gestalten.










