In Bamberg kam es am vergangenen Donnerstagnachmittag zu einem Vorfall, der nun strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht.
Zwei syrische Männer im Alter von 20 und 22 Jahren stehen im Verdacht, Falschgeld in Umlauf gebracht beziehungsweise hergestellt zu haben. Während sich der jüngere Tatverdächtige wegen Inverkehrbringens von Falschgeld verantworten muss, sitzt der 22-Jährige inzwischen in Untersuchungshaft.
Döner mit gefälschtem Geldschein bezahlt
Der Vorfall ereignete sich in einem Imbiss in der Luitpoldstraße. Ein 20-jähriger Mann bezahlte dort einen Döner mit einem 50-Euro-Schein. Beim Prüfen des Geldscheins wurde der Betreiber jedoch misstrauisch. Eine genauere Kontrolle bestätigte seinen Verdacht: Der Schein war gefälscht. Während der junge Mann seinen Döner weiterhin im Lokal verzehrte, informierte der Imbissbetreiber umgehend die Polizei. Die Beamten der Polizei Bamberg trafen kurze Zeit später ein und nahmen den 20-Jährigen vorläufig fest.
Weitere gefälschte Scheine sichergestellt
Bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen fanden die Einsatzkräfte zwei weitere gefälschte 50-Euro-Scheine. Damit erhärtete sich der Verdacht des Inverkehrbringens von Falschgeld. Gegen den Mann wurde ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet. Die schnelle Reaktion des Imbissbetreibers verhinderte möglicherweise, dass weitere falsche Banknoten in Umlauf gebracht wurden. Gerade im Einzelhandel sind aufmerksame Geschäftsinhaber oft die erste Kontrollinstanz, wenn es um gefälschtes Bargeld geht.
Spur führt zu weiterem Tatverdächtigen
Im Zuge der Befragung gab der 20-Jährige an, das Falschgeld von einem 22-jährigen Landsmann erhalten zu haben. Die Polizei leitete daraufhin umgehend weitere Maßnahmen ein. Nach kurzer Fahndung konnten die Beamten auch den 22-Jährigen vorläufig festnehmen. Sein Zimmer in einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Bamberg wurde durchsucht. Dabei machten die Ermittler einen brisanten Fund: Mehr als 7.000 Euro in gefälschten 50-Euro-Scheinen wurden sichergestellt.
Umfangreiche Ermittlungen wegen Geldfälschung
Die weiteren Ermittlungen übernahmen die Kriminalpolizei Bamberg sowie die Staatsanwaltschaft Bamberg. Gegen den 22-Jährigen wird wegen des dringenden Tatverdachts der Geldfälschung ermittelt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bamberg am Freitagnachmittag Haftbefehl gegen den 22-Jährigen. Er befindet sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt.
Geldfälschung: Kein Kavaliersdelikt
Geldfälschung zählt zu den schweren Straftaten. Wer Falschgeld herstellt oder in Umlauf bringt, muss mit empfindlichen Freiheitsstrafen rechnen. Auch das bewusste Weitergeben gefälschter Banknoten ist strafbar. Der aktuelle Fall zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit im Zahlungsverkehr ist. Durch das besonnene Handeln des Imbissbetreibers konnte die mutmaßliche Verbreitung größerer Mengen Falschgeld frühzeitig gestoppt werden. Die Ermittlungen dauern an.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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