Ein versuchter Callcenterbetrug im Landkreis Bamberg ist am Montagvormittag, 9. Februar 2026, dank der Aufmerksamkeit eines 67-jährigen Mannes gescheitert.
Der Senior erkannte die Betrugsmasche rechtzeitig – und alarmierte umgehend die Polizei. Kurz darauf klickten die Handschellen.
Falscher Polizeibeamter am Telefon
Gegen 10:30 Uhr erhielt der Mann aus Walsdorf einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten. Dieser berichtete von mehreren Einbrüchen in der Nachbarschaft und versuchte, den 67-Jährigen zu verunsichern. Solche Anrufe sind typisch für den sogenannten Callcenterbetrug. Ziel der Täter ist es, Angst zu erzeugen und die Betroffenen dazu zu bringen, Wertgegenstände oder Bargeld zur angeblichen Sicherung zu übergeben. Der Mann durchschaute jedoch die Masche. Statt sich einschüchtern zu lassen, ging er nur zum Schein auf das Gespräch ein – und verständigte parallel den Polizeinotruf.
Tatverdächtige erscheinen an der Haustür
Nur kurze Zeit später erschien eine 31-jährige Frau an der Wohnanschrift des Seniors. Sie soll sich als Beamtin der Kriminalpolizei ausgegeben haben. Nach bisherigen Erkenntnissen erklärte sie, Wertgegenstände abholen zu müssen, um diese angeblich vor Einbrechern in Sicherheit zu bringen. Doch statt Beute zu machen, erwarteten sie bereits echte Polizeibeamte.
Festnahme vor Ort
Einsatzkräfte der Polizei Bamberg nahmen die 31-Jährige unmittelbar fest. In der Nähe des Wohnhauses wartete zudem ein 34 Jahre alter Mann in einem Fahrzeug, der ebenfalls festgenommen wurde. Er gilt als mutmaßlicher Mittäter. Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen der Polizei konnte der Betrugsversuch beendet werden, bevor ein Schaden entstand.
Haftbefehle wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ das zuständige Gericht am Dienstagnachmittag Haftbefehle gegen die beiden Tatverdächtigen. Ihnen wird versuchter banden- und gewerbsmäßiger Betrug sowie Amtsanmaßung vorgeworfen. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Bamberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.
Wachsamkeit schützt vor Betrug
Der Fall zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit und besonnenes Handeln sind. Die Polizei rät grundsätzlich:
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Keine Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen an Unbekannte
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Bei angeblichen Polizeianrufen misstrauisch bleiben
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Im Zweifel sofort den Notruf 110 wählen
Dank des besonnenen Verhaltens des 67-Jährigen konnte in diesem Fall ein finanzieller Schaden verhindert und zwei Tatverdächtige festgenommen werden.
Leah
Leah unterstützt die Redaktion von Bamberg – meine Stadt® als Expertin für digitale Recherche und lokales Datenmanagement. Sie ist darauf spezialisiert, historische Archive und aktuelle Stadtinfos präzise aufzubereiten, damit kein wichtiger Insider-Tipp aus dem bamberglieben®-Netzwerk verloren geht.
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