Die diesjährige Sandkerwa in Bamberg steht unter einem besonderen Stern: Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf die Premiere der Graser-Biere freuen.
Noch bevor das neue Wirtshaus Graser offiziell seine Türen öffnet, werden von 21. bis 25. August am Ausschank vor der ehemaligen Brudermühle drei frisch eingebraute Bierspezialitäten ausgeschenkt: Helles Lager, Fränkisches Pils und Felsenkellerbier.
Drei Biere – drei Charaktere
Alle Graser-Biere beruhen auf den originalen Sudprotokollen von Konrad Graser. Jedes Bier besitzt seine eigene Besonderheit. Das Felsenkellerbier reift ohne künstliche Kühlung in den historischen Kellern der Hellerbräu am Stephansberg. Die konstanten Temperaturen von 8 bis 10 Grad Celsius sorgen für eine gleichmäßige Reifung und einen malzaromatischen, runden Geschmack.
Das Helle Lager wird mit Böhmischem Hopfen und weichem Wasser gebraut. Es überzeugt mit einer hopfenbetonten Frische und einem beinahe cremigen Mundgefühl. Das Fränkische Pils wiederum gilt als Urahn des Pils. Durch das Rösten des Hopfens in der Sudpfanne, ein von der Hellerbräu patentiertes Verfahren, entfaltet sich ein besonders intensives Aroma mit einer ausgeprägt fruchtigen Note.
Ein Schatz aus alten Zeiten
Die Inspiration für die neuen Biere stammt von der ältesten Brautradition Bambergs: der ehemaligen Brauerei Michaelsberg, deren Ursprünge bis ins Jahr 1122 zurückreichen. Konrad Graser, einst Bräu der Michaelsberg-Brauerei, hielt seine Rezepte akribisch in handgeschriebenen Sudprotokollen fest. Sein Nachfahre Matthias Trum, heutiger 14. Bräu der Hellerbräu, stieß im Nachlass seiner Großmutter auf diese historischen Dokumente. Gemeinsam mit einem Historiker und Braumeister Michael Hanreich gelang es, die alten Handschriften zu entschlüsseln und die Rezepte an moderne Braubedingungen anzupassen.
Vom Manuskript ins Seidla
Die Umsetzung war nicht einfach: Alte Maßeinheiten wie Scheffel oder die damals üblichen Eigenschaften von Zutaten mussten in die heutige Zeit übersetzt werden. Doch nach aufwendiger Arbeit erstrahlen die historischen Rezepte nun in neuem Glanz. „Wir freuen uns sehr, dass die Graser-Biere endlich ihren Weg ins Seidla finden und sind sehr gespannt, was die Bamberger zu diesen besonderen Bieren sagen werden“, betont Matthias Trum und blickt gespannt auf die Reaktionen der Bamberger.
Ein neues Wirtshaus für Bamberg
Neben den Bieren steht auch ein gastronomisches Projekt in den Startlöchern: Das Wirtshaus Graser, betrieben von Maximilian Beughold und Andreas Pickel, wird im September offiziell eröffnet. „Mit dem Wirtshaus Graser eröffnen wir in Kürze einen neuen Treffpunkt für Bamberger und Touristen. Der Ausschank zur Kerwa wird ein erster, kleiner Vorgeschmack für uns und unsere Gäste sein“, erklärt Beughold. Pickel ergänzt: „Als Brauereiausschank der Graser-Biere werden wir unsere Gäste im Wirtshaus Graser nicht nur mit richtig guter fränkischer Küche, sondern auch mit wirklich besonderen Bieren verwöhnen“.

Tradition mit Zukunft
Mit der Rückkehr der Graser-Biere lebt ein wichtiges Stück Bamberger Biergeschichte neu auf. Die Premiere auf der Sandkerwa ist dabei nur der Anfang: Künftig wird das Wirtshaus Graser den Gästen die Möglichkeit bieten, die alten Rezepte in einem modernen Ambiente zu genießen. Weitere Informationen rund um Konrad Graser und seine Biere gibt es unter www.konrad-graser.de.
















