Brose Bamberg unterliegt Euroleague-Vorjahresfinalist Fenerbahce Istanbul und scheidet aus

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Aus der Traum von der Runde der letzten Acht. Das Weiterkommen in der Euroleague ist für Brose Bamberg nach der Niederlage von Donnerstagabend gegen Fenerbahce Istanbul nun auch rechnerisch nicht mehr möglich. Am 26. Spieltag der Euroleague unterlag Bamberg zuhause dem türkischen Finalisten aus dem Vorjahr. Topscorer wurde Fenerbahces Bobby Dixon (26 Punkte).

Die Gäste vom Bosporus legten stark los. Jan Vesely und Nikola Kalinic brachten Istanbul schnell in Front, ehe Nikos Zisis für die Heimmannschaft die ersten Punkte via Dreier erzielte (3:5). Doch Fenerbahce wurde zunehmend stärker und präsentierte sich sehr effizient. Nach Bobby Dixons Vierpunktspiel (erzielte im Fallen den Dreier (And-One 1/1)) betrug der Bamberger Rückstand bereits nach wenigen Minuten neun Punkte (14:5). In der Folge wurde Bamberg zwar stärker, doch die Gäste behielten ihre breite Brust. Bei einem Foul an Patrick Heckmann verletzte sich Bogdan Bogdanovic und musste ausgewechselt werden. Wiederum Bobby Dixon verwandelte mit dem Pausenton den Distanzwurf zur Istanbuler 27:21-Führung. Alleine im ersten Viertel erzielte Dixon zwölf Zähler.

Konstanter Rückstand

Im zweiten Spielabschnitt hielten die Gäste den Vorsprung einigermaßen konstant. Fenerbahces Jan Vesely fand keine Anspielstation, also zog er einfach selbst zum Korb und ließ die Bamberger Defense einfach stehen (23:31). Kurz darauf netzte Darius Miller seinen ersten Dreier (26:31). Zum Unmut der Bamberger Fans häuften sich nun die Pfiffe der Unparteiischen gegen die Heimmannschaft. Ein krachender Dunk von Leon Radosevic hob die Stimmung im Publikum wieder etwas an (28:36). Zum Ende des Viertels holte wieder Bamberg auf. Mit 38:42 ging es in die Halbzeitpause.

Bobby Dixon machte die ersten Punkte des dritten Viertels (38:45). Wenige Momente später echauffierte sich Bambergs Headcoch Andrea Trinchieri zu vehement über eine Schiedsrichterentscheidung und erhielt das technische Foul: Bobby Dixon (2/2) plus Einwurf (38:49).

Katastrophale Offensivausbeute

Die Stimmung beim Bamberger Anhang in der Brose Arena kippte durch diverse Schiedsrichterentscheidungen erneut. Die Fans skandierten „Schieber“. Doch in dieser Phase machten es die Hausherren Dixon und Co einfach zu leicht. Luigi Datome, Ekpe Udoh und Jan Vesely nutzten in der Offensive ihre Chancen, während „Freak City“ verunsichert wirkte. Ein deutlicher Indikator für die Verunsicherung war ein geblockter Dreipunktwurf von Darius Miller. Ein Fehler, der ihm normalerweise nicht unterläuft. Im Eins-gegen-Eins hinter der Dreierlinie gehört er zumindest in der Bundesliga zu den Besten. Minutenlang traf der Gastgeber den Korb nicht. Erst Darius Miller konnte einen 15 Punkte-Lauf der Gäste stoppen (40:55). Die Bamberger stemmten sich jetzt gegen die drohende Niederlage. Daniel Theis und Maodo Lo waren beide aus der Distanz erfolgreich. So ging es mit 56:68 ins Schlussviertel.

Zu spätes Comeback

Bamberg drückte weiter. Die Fenerbahce-Fans waren sichtlich erstaunt von der nun entfachten Offensivpower der Hausherren. Gerade als Fabien Causeur sein Team wieder entscheidend heranbrachte (62:68), kassierte Leon Radosevic das technische Foul. Luigi Datome ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte beide Freiwürfe (2/2). Fabien Causeur und Jerel McNeal drehten auf Bamberger Seite jetzt noch einmal auf. McNeal bediente Causeur, der zweimal von hinter der Dreipunktelinie erfolgreich abschloss. Das reichte aber nicht mehr.

Das endgültige Euroleague-Aus

Bamberg unterlag dem Euroleague-Vorjahresfinalisten mit 78:83 und kann jetzt auch rein rechnerisch nicht mehr in die Runde der letzten Acht einziehen. Mit Abstand bester Werfer wurde Bobby Dixon (26 Punkte). Einen unglaublichen Wert bot zudem Dixons Mannschaftskollege Ekpe Udoh. Seine Spielzeit betrug über 38 Minuten. Bei den Bambergern beste Werfer waren sowohl Fabien Causeur als auch Nikos Zisis, der am Donnerstagabend sein 279. Euroleague-Spiel absolvierte, mit jeweils 15 Punkten.

Bamberg scheidet nach großem Kampf und spannenden Partien aus der Euroleague aus. Das Quentchen Glück und die Banktiefe fehlte in den entscheidenden Momenten, um mit den ganz Großen auf europäischer Ebene nicht nur mitzuhalten, sondern diese auch in engen Spielen bezwingen zu können