Bamberger Kadertiefe ausschlaggebend – Heimsieg gegen Gießen

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Basketball - Bamberg gegen GießenAm 24. Spieltag der Basketballbundesliga gastierten die Gießen 46ers bei Brose Bamberg. Die Gießener standen vor diesem Spiel auf Platz 9 und kämpfen um den Einzug in die Playoffs. Ein schwaches, erstes Viertel der Gäste reichte den Bambergern aus, um die Hessen für den Rest der Partie auf Distanz zu halten. Im dritten Viertel bot die Gießener Mannschaft zwar noch einmal ihr ganzes Können auf und bewies Kämpfermentalität, doch das reichte nicht gegen abgezockte Hausherren. Mit 82:68 triumphierten schlussendlich die Bamberger. Topscorer wurde allerdings ein Gießener: Justin Sears (20 Punkte, 7 Rebounds).

Andrea Trinchieri ging am Montagabend mit Fabien Causeur, Nicolo Melli, Maodo Lo, Vladimir Veremeenko und Jerel McNeal in die Partie.

Erwarteter Start

Vladimir Veremeenko sorgte für einen Blitzstart (2:0). McNeal erzielte dann den ersten Dreier der Partie (5:0). Maodo Lo fand keine Anspielstation, also schloss er einfach selbst ab – für Drei (8:4). Veremeenko zeigte sich zu Beginn stark und abgeklärt im Pick-and-Roll (10:4). Maodo Lo versenkte den nächsten Dreier (13:4). In der Folge zogen die Bamberger weiter davon. Doch nicht nur die Mannschaft beeindruckte, sondern auch ihre Fans. Immer wieder stimmte der Bamberger Fanblock eine Lobeshymne auf Ex-Bamberger und Neu-Gießener Andi Obst ein.

Nach dem ersten Viertel betrug der Vorsprung der Hausherren bereits 15 Punkte (23:8). Gießen wirkte in der Offensive noch zu einfallslos, um den Meister ärgern zu können.

Bamberg baut den Vorsprung aus

Gießens Jahenns Manigat leitete den zweiten Spielabschnitt mit dem Parkplatzdreier ein (23:11). Fabien Causeur legte auf Bamberger Seite den nächsten Dreier nach (26:11). Die Gäste hatten mit der aggressiven Bamberger Defense erhebliche Probleme. Der Gastgeber baute seinen Vorsprung indes immer weiter aus. Vor allem beim Pick-and-Roll waren die Bamberger heute sehr stark. Vladimir Veremeenko und Daniel Theis lieferten beide eine ordentliche Leistung unter dem Korb ab. Auch die Hessen kamen jetzt besser ins Spiel, doch der Neunte konnte dem Zweiten noch nicht die Stirn bieten. Die Machtdemonstration unterstrich Patrick Heckmanns Monsterblock gegen Dwayne Evans, der nach dem Fastbreak das Lay-Up versuchte, aber bei hiesigem von Heckmann abgeräumt wurde. Den nächsten Angriff schloss Patrick Heckmann dann auch selbst ab (44:22). Zur Pause (49:29) waren die Verhältnisse eigentlich klar, sollte man meinen.

Zu Beginn des dritten Spielabschnitts fehlte in der Gießener Defense die Zuordnung, das nutzte Fabien Causeur aus und zog zum Korb (51:29).

Gießen beweist Moral

Beide Mannschaften hatten Probleme, ihren Rhythmus zu finden. Viele hektische Plays, die oftmals am Ring landeten und einige Fehlpässe. Die Gießener hatten dann Mitte des Viertels ihre bisher stärkste Phase und fanden durch Skyler Bowlin, Dwayne Evans, Cameron Wells und Justin Sears Stück für Stück zurück ins Spiel. Dreier, And-One-Spiele und auch das Pick-And-Roll funktionierten bei den Gästen wesentlich besser als in der ersten Hälfte. Sie entschieden das dritte Viertel mit 22:16 für sich.

Doch am Ende war der Abstand zu groß und die Kraftreserven aufgebraucht.

Bamberger Teambasketball

Sears und Manigat taten alles, um den Abstand zu verkürzen, doch der große Kampf sollte nicht belohnt werden. Am Ende zeigte sich die Tiefe der Bamberger Bank, als Headcoach Andrea Trinchieiri auch noch die Youngster Leon Kratzer und Louis Olinde gemeinsam auf das Feld schickte. Bei den Hausherren trugen sich letztendlich elf Spieler auf dem Scoreboard ein, lediglich Nikos Zisis blieb beim 82:68-Erfolg punktlos. Für Bamberg traf Maodo Lo am häufigsten (16 Punkte, 4 Rebounds), bei den Gießenern machte Justin Sears von sich Reden (20 Punkte, 7 Rebounds, 1 Assist).