Bamberg behält im Frankerderby gegen Würzburg Oberhand

0
66

Franken-Derby in der BBL. Oberfranken gegen Unterfranken. Brose Bamberg gegen s.Oliver Würzburg. Für „Freak City“ war das Aufeinandertreffen dieser Kontrahenten am Sonntagabend ein ganz besonderes. Der ehemalige Bamberger Erfolgscoach Dirk Bauermann kehrte zurück in die Brose Arena. Mittlerweile bekleidet er das Headcoach-Amt bei den Würzburgern. Mit frenetischem Jubel wurde er von den Bamberger Fans begrüßt, und diese Energie schien sich auch auf seine Mannschaft zu übertragen. Der Tabellenvierzehnte verkaufte sich gegen den amtierenden Meister teuer. Am Ende stand jedoch ein verdienter 88:78-Sieg für Bamberg.

Bambergs Cheftrainer Andrea Trinchieri ging mit einer völlig anderen Startaufstellung (Fabien Causeur, Daniel Theis, Maodo Lo, Vladimir Veremeenko und Jerel McNeal) in die Partie, als bisher in dieser Saison, bedingt durch Verletzungen diverser Spieler. Vor allem der Ausfall der Schlüsselakteure Nikos Zisis und Darius Miller war ein Rückschlag.
Die ersten zwei Punkte erzielte Fabien Causeur (2:0). Den ersten Dreier verwandelte nach einer Traumkombination um den Halbkreis herum Maodo Lo (7:4). Zwar konnte Jake Odum (And-One 1/1) den Spielstand ausgleichen, doch ließen die Würzburger in der Offensive jetzt einige Chancen liegen.

Dreierregen

Die nächsten 15 Punkte der Bamberger waren allesamt Distanztreffer. Daniel Theis nach starker Vorarbeit von Jerel McNeal, McNeal selbst, Fabien Causeur und noch einmal Theis waren erfolgreich von draußen (19:10). Die offenen Distanzwürfe der Bamberger bekamen die Würzburger nicht in den Griff.
Fabien Causeur legte darauf den nächsten Dreier nach (22:11). Mit 23:16 ging es ins zweite Viertel, in dem die Gäste keinen wirklichen Zugang fanden.
Zwar konnte Ex-Bamberger Maurice Stuckey für die Würzburger immer wieder Offensivakzente setzen, doch der Rest der Mannschaft fiel jetzt etwas ab.

Klare Verhältnisse

Bamberg spielte clever und routiniert seine Angriffe aus und demonstrierte die eigene Stärke, den Team-Basketball. Der Ball lief gut, sodass sich Andrea Trinchieris Mannschaft gute Möglichkeiten erspielte und oftmals zum unbedrängten Abschluss kam. Die Würzburger Defensive wirkte überfordert, mit 28:45 aus Sicht der Unterfranken ging es in die Pause.
Der erwartete Spielverlauf war eingetreten, und das Bild weiterhin unverändert. Durch erfolgreiche Freiwürfe (2/2) von Vladimir Eremeenko zog Bamberg auf 21 Punkte davon (49:28). Kresimir Loncar unter dem Korb (49:30) und Jason Ulmer per Distanztreffer verkürzten den Abstand (49:33). Die Gäste kamen etwas nöher heran, doch es zeigte sich die Tiefe der Bamberger Bank. Bis auf Leon Kratzer scorten an diesem Abend alle Brose-Akteure. Maodo Lo spielte seinen Gegenspieler schwindlig und nutzte den Dreier (55:42) und bescherte seiner Mannschaft somit einen erneuten komfortablen Vorsprung.

Doch zum Ende des Spielabschnitts ließen Kresimir Loncar (Dreier) und Shakur (Buzzerbeater-Dreier) bei den Würzburgern wieder Hoffnung aufkeimen (64:52).
Im letzten Viertel ging es hin und her. Die Gäste aus Unterfranken spielten mit dem Mute der Verzweiflung, nahmen wilde Würfe von weit hinter der Dreipunktelinie und trafen ein ums andere Mal.

Noch ist nichts entschieden

In der Crunchtime betrug die Bamberger Führung dennoch zehn Punkte. Maurice Stuckey und Jason Ulmer, die die unglaubliche Aufholjagd der Würzburger eingeläutet hatten, waren abermals erfolgreich von draußen (78:72), ehe Fabien Causeur die Führung auf acht erhöhte (80:72). Würzburgs Coach Dirk Bauermann nahm die Auszeit. Doch auch sein Gegenüber Andrea Trinchieri nutzte die Auszeit um sein Team einzuschwören: Daniel Theis mit dem Inside-Outside-Pass zu Melli, der nicht lange zögert und mit dem erfolgeichen Distanzwurf für Klarheit sorgt (83:72). Einzig Maurice Stuckey steckte noch immer nicht auf und verwandelte erneut zwei Dreier. Am Ende stand aber ein unter dem Strich solider, verdienter 88:78-Sieg Bambergs gegen ein sehr starkes Würzburger Team (15 Dreipunktkörbe). Überragender Akteur wurde bei den Bambergern Daniel Theis mit einem Double-Double (20 Punkte, 12 Rebounds, 1 Assist), bei Würzburg stach Maurice Stuckey hervor (18 Punkte, 6/8 Dreiern).