Bamberg: Verkehrserziehung, die Schule macht

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Die Bamberger Grundschulen Martinschule, Luitpoldschule, Kaulbergschule, Trimbergschule und Grundschule Gaustadt führen zusammen mit der gGKVS gemeinnützige Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit mbH in der Zeit vom 14.-18. Juli die erste Schulwegsicherheitswoche „Auf die Bremse, fertig, los!“ durch.

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Das Projekt dient der Verkehrserziehung und dem Schutz von Schulkindern und den jüngsten Verkehrsteilnehmern. Schülerinnen und Schüler sollen dabei vor allem lernen, Geschwindigkeiten und Bremswege besser einzuschätzen. „Es ist ein primäres Ziel jeder Stadt, ihre Kinder vor Unfällen zu schützen. Deshalb unterstützen wir Projekte zur Verkehrserziehung wie das der gGKVS sehr gerne“, betonten Schul- und Bildungsreferent Dr. Christian Lange und Sozialreferent Ralf Haupt am Montagmorgen beim offiziellen Start der Aktionswoche.

Verkehrserziehung ist ein wichtiger Bestandteil des Lehrplans. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Verkehrsstatistik erschreckende Zahlen ausweist: Fast 30.000 verunglückte Kinder in Deutschlands Straßenverkehr, davon 5.000 Schwerverletzte und Getötete 1. Die Unfallursache ist zu fast 90 Prozent ein Fehlverhalten der Kinder beim Überschreiten der Fahrbahn. Deshalb ist gerade vor Schulen und Kindergärten eine angepasste Geschwindigkeit der übrigen Verkehrsteilnehmer so wichtig.

Geschwindigkeit ist auch das zentrale Thema der Projektwoche „Auf die Bremse, fertig, los!“ Mit den Kindern der 3. Klassen wird anhand spielerischer Bewegungen und Wahrnehmungsübungen die Thematik „Schulwegsicherheit“ erarbeitet. „Kinder unter zwölf Jahren sind aufgrund ihrer biologischen Entwicklung noch nicht selbständig in der Lage, Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen“, erklärt Ursula Auer, pädagogische Referentin für Präventionsarbeit der gGKVS.

Startschuss in der Turnhalle

Nachdem Eltern und Kinder im Vorfeld von den Klassenlehrerinnen und -lehrern informiert wurden, beginnt das Projekt in der Turnhalle der jeweiligen Schule. Beim Betreten der Halle werden die Klassen durch vorbereitete Laufbahnen, Pylone und Slalomstangen visuell schon auf eine temporeiche Unterrichtsstunde eingestimmt. Mit verschiedenen Übungen werden pädagogische Inhalte vermittelt, ohne dass die Freude an der Bewegung zu kurz kommt.

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Die Kinder, die gerade nicht selbst an der Reihe sind, kreuzen auf einem ausgearbeiteten Fragebogen an, welche Erfahrungen sie soeben gemacht haben. Ganz besonders sind sie mit Eifer bei der Sache, da es gilt, mit einem Rollbrett einen gesteckten Parcours zu durchfahren. Da machen die Kinder schnell die Erfahrung, dass es zwar schön ist, rasch voran zu kommen, aber eben auch unmöglich, sofort zu stoppen, wenn ein Signal oder Hindernis dazu auffordert. So erfahren die Kinder, wie Geschwindigkeit und Bremsweg direkt zusammenhängen.

Nach dem Einsatz in der Turnhalle geht es hinaus auf die Straße vor der Schule, wo den Kindern anschaulich gemacht wird, wie unterschiedlich schnell sich Fahrzeuge im Straßenverkehr bewegen. Sie sind dabei, wenn ein bereitgestelltes Messfahrzeug die ermittelten Geschwindigkeiten anzeigt und tadeln mit einer roten Karte Tempoüberschreitungen. Ebenso loben sie mit einer grünen Karte das korrekte Verhalten von Autofahrern.