Sieben Bamberger Filmklassiker

Bamberg ist nicht nur eine wunderschöne Stadt, sondern auch als Filmkulisse ausgesprochen beliebt.

Ob Hollywood- oder ZDF-Produktion, Bamberg ist stets einen Dreh wert. Wir haben einige dieser Film für euch kurz zusammengefasst.

1. Resturlaub

Resturlaub ist eine Komödie aus dem Jahr 2011, welche auf einer Buchvorlage des prominenten Bamberg Fans Tommy Jaud basiert. Die Story dreht sich um Pitschi, einen verplanten und mindestens ebenso sympathischen Bamberger. Gestresst von Arbeit und Beziehung täuscht er seine eigene Entführung vor und versucht in Buenos Aires seinen Problemen zu entfliehen. Dass dieser Plan nicht so recht klappen will ist selbstverständlich.
Wenngleich der Großteil des Films in Argentinien spielt, beginnt er jedoch in Bamberg. So etwa befindet sich Pitschis Arbeitsplatz, eine Brauerei, in der Alten Hofhaltung, seine Wohnung am Pfahlplätzchen und sein Lieblingsbiergarten am Regnitzufer. Bamberg wirkt in diesem Film durchweg sympathisch, wenngleich auch etwas sehr provinziell.

2. Das fliegende Klassenzimmer

Das Fliegende Klassenzimmer ist ein deutscher Klassiker aus der Feder von Erich Kästner, welcher 1973 von Werner Jacobs verfilmt wurde. Hierbei handelt es sich um die Neuverfilmung des Films von 1954, in welcher Kästner noch selbst auftrat. Neben Joachim “Blacky” Fuchsberger als Lehrer Dr, Johannes “Justus” Bökh spielten in dieser Version auch zahlreiche Bamberger Schüler Rollen. Aus diesem Grund haben einige Bamberger eine ganz besondere Beziehung zu dem Film.
Der wohl bekannteste Bamberger Drehort in diesem Film ist wohl das sogenannte Aufsessianum. Dieses diente seinerzeit nicht nur im Film als Jungeninternat, sondern auch in Wirklichkeit. Weitere Szenen verteilen sich über das ganze Stadtgebiet.

3. Die Seelen im Feuer

Dieses ZDF Historiendrama aus dem Jahr 2014 basiert auf dem gleichnamigen Buchklassikers von Sabine Weigand und befasst sich mit dem wohl dunkelsten Kapitel der Bamberger Geschichte, der Hexenverfolgung. Hier werden der Schrecken und die Grausamkeit der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit dem Zuschauer anschaulich dargestellt.
Als Drehort für diesen deutschen Mittelalterepos diente unter anderem die Alte Hofhaltung.

4. Stadt ohne Mitleid

Wie bereits erwähnt lieben nicht nur deutsche Regisseure Bamberg. So etwa entschied sich Anfang der 60er Jahre bereits Hollywoodgröße Gottfried Reinhard dazu in Bamberg zu drehen. Das Endergebnis sollte der Klassiker Stadt ohne Mitleid mit Schauspiellegende Kirk Douglas aus dem Jahr 1961 werden. Dieser Film handelt von einem Militärgerichtsprozess, welcher die Vergewaltigung eines deutschen Mädchens durch amerikanische Soldaten aufklären soll. Im Rahmen des Prozesses leidet das Opfer jedoch so sehr an der öffentlichen Aufmerksamkeit, dass es sich letztendlich das Leben nimmt.
Wenngleich der Großteil der Szenen in Forchheim gedreht wurde, so diente auch die Bamberger Fischerei als Kulisse. Wer diesen Klassiker noch nicht kennt, sollte ihn sich dringend anschauen.

5. Das Sams

Diese Geschichte des Kinderbuchautors Paul Maar kennt wohl jeder Deutsche. Im Jahr 2001 kam es schließlich der Verfilmung der Abenteuer des plumpen Fabelwesens mit den magischen Sommersprossen.
Und selbstverständlich gehörte Paul Maars Heimat Bamberg zu den Drehorten. So wohnen Herr Taschenbier und das Sams im historischen Haus zum Einhorn, welches sich am Ende der Bamberger Judenstraße befindet. Außerdem erkennen Filmfreunde in einigen Szenen auch markante Orte, wie das Alte Rathaus oder das Sandgebiet wieder.

6. Die drei Musketiere

Ja, eigentlich spielt diese Geschichte in Paris. Dennoch verschlug es Hollywood und Orlando Bloom für Die drei Musketiere aus dem Jahr 2011 zu uns nach Oberfranken. Wenngleich dieser Film vermutlich eher in die Kategorie Popcornkino gehört, so verschuf er Bamberg doch international Aufmerksamkeit.
Drehort für dieses Meisterwerk der Unterhaltungskunst war unter anderem die Alte Hofhaltung. Hier lieferten Sich Bloom und seine Kameraden einen wilden Kampf am Anfang des Films. Aber mit ein wenig Hollywoodmagie gelang es den Filmemachern aus Amerika auch das Alte Rathaus von der Regnitz nach Paris zu verlegen.

7. Engelchen – oder Die Jungfrau von Bamberg

Diesen Film kennen heute wohl nur noch eingefleischte Fans der Hauptdarstellerin Gila von Weilershausen. Dennoch erregte die heute harmlos wirkende Sexkomödie, welche sich von der 19-jährigen Bamberger Provinzjungfrau Katja und ihren amourösen Abenteuern in München handelt, im Jahr 1968 große Aufmerksamkeit. Damit schaffte der Film sogar den Sprung über den großen Teich und kam in den USA unter dem Namen Angel Baby heraus.
Auch in diesem Werk kommt Bamberg selbst als Drehort etwas kurz. Der Film erzählt vor allem von Katjas wildem Leben im München. Dennoch erkennt man gleich am Anfang des Films, wie Katja als Mauerblümchen über den Bamberger Domplatz schlendert und am Bamberger Bahnhof in den Zug nach München steigt. Nach ihrem Abenteuer in der Großstadt kehrt sie als selbstbewusste Frau nach Bamberg zurück.
Die Fortsetzung dieses Meisterwerks heißt übrigens Engelchen macht weiter – hoppe, hoppe Reiter.