Bamberg – die Liebe meines Lebens

Vergangene Woche haben wir Euch gefragt: Was ist Eure Verbindung zu Bamberg, was macht die Domstadt zum Ort Eures Herzens?

Heute erzählen wir Euch die erste Geschichte, eingereicht von gobamberg.de Leserin Anna Zarling. Hier können wir Anna begleiten auf einer Reise durch die Zeit, denn sie erzählt vom Leben einer “waschechten Bambergerin”

Meine Heimat und Ich

“UNESCO-Weltkulturerbe, Universitätsstadt, malerische Häuser, verwinkelte Gässchen und kühles Bier. Bamberg hat so einiges zu bieten; ist weit über die Landesgrenzen bekannt, jedoch das Allerwichtigste für mich: Bamberg ist meine Heimat – meine Herzensstadt.

Als notorischer Nachgrübler und „Alleshinterfrager“ kommt mir in den Sinn: was bedeutet eigentlich Heimat? Lexikalisch bestätigt sich mein Verdacht: der Begriff Heimat verweist zumeist auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum.

Ich bin also mit Bamberg liiert, stecke in einer festen Beziehung, vielleicht bis dass der Tod uns scheidet – zumindest nicht ausgeschlossen. Wie in jeder normalen Partnerschaft gibt es auch in diesem Miteinander Höhen und Tiefen. Manchmal ist man übersättigt, möchte mal was anderes sehen und dann fängt er einen wieder ein, der unvergleichliche Charme dieser Stadt.

Mein Bamberg, ein Mosaik aus Erinnerungen und hinter jeder Ecke versteckt sich eine Geschichte. All die ersten Male, fest verschlungen mit den Plätzen dieser Stadt. Auf dem Hainspielplatz die erste Schaufel Sand genascht, am Gabelmann auf das erste Date gewartet, im Schlenkerla am ersten Rauchbier genippt. So geht sie dahin die Zeit, man wird erwachsen oder hält sich zumindest dafür und das Abenteuer zieht an einem, zieht einen fort. So geht man für eine Weile andere Wege, eine Trennung auf Zeit, kommt umso lieber zurück. Ohne Wenn und Aber nimmt sie einen wieder auf, die Heimat.

Vielleicht liegt sie mir im Blut, die Verbundenheit. Schon der Urgroßvater führte ein Hutgeschäft im Herzen der Stadt, die Großmutter aufgewachsen mit Blick auf den Maxplatz, der Vater in der „Revoluzzerzeit“ in so manchen Sitzstreik am Schönleinsplatz involviert. Aber wie tief sie auch ist, eine Beziehung besteht aus Geben und Nehmen.

Mein Bamberg, du hast mir so viel gegeben, Geborgenheit, Freude, Liebe, Abenteuer. Es ist Zeit mal etwas zurück zu geben, mal etwas für dich zu tun, sich zu engagieren, etwas zu bewegen, damit noch meine Urenkel diese Zeilen lesen und nickend einstimmen können. Ja so ist das mit uns beiden, meine Heimat und Ich.”

In der nächsten Geschichte werden wir jemanden begleiten, für den nicht nur Bamberg, sondern auch Deutschland eine ganz neue Erfahrung war! Ob diese gut oder schlecht ausgefallen ist, werdet Ihr demnächst hier erfahren!

Des Weiteren gilt natürlich nach wie vor: schreibt uns! Erzählt uns eure Erlebnisse, Bamberg – meine Geschichte, mein Augenblick! Texte oder Fragen an marie-kristin.tetzner@gobamberg.de