Die “Gute Fee” hilft Kindern in Not – auch in Bamberg

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Die Angst jeder Mutter und jeden Vaters ist es wohl, sein Kind in einer großen Menschenmenge, sei es zum Beispiel auf einem Volksfest oder auch in der Stadt, zu verlieren. Doch falls in Bamberg ein kleiner Bürger in Not gerät, weil er seine Eltern nicht mehr finden kann, ist er nicht auf sich allein gestellt. GoBamberg Autorin Mirjam Stumpf hat von der Aktion “Gute Fee” erfahren:

Ich war etwa fünf Jahre alt, meine Eltern nahmen mich damals mit auf ein Altstadtfest. Die Musik war fröhlich dröhnend, es roch nach Zuckerwatte und Bratwurst. Nicht weit entfernt versprach ein blinkendes Fahrgeschäft Spaß und Besonderheit. Doch vor allem wimmelte es in den Straßen von Menschen. Mein Blick war damals gebannt von einem weißen Pferd auf dem Kinderkarussell, zu dem ich unbedingt sofort wollte. Zwei, drei übermütige Schritte in Richtung Karussell, ein Blick zurück und meine Eltern waren zwischen fremden Menschenmassen nicht mehr zu sehen. Was nun? Solche Situationen können für Kinder ziemlich angsteinflößend und gefährlich sein.

Ein sicherer Platz für verloren gegangene Kinder

Dann ist es gut, wenn es Aktionen wie die „Gute Fee“ gibt. Hinter der Aktion steckt die im wahrsten Sinne des Wortes zauberhafte Idee, Kindern eine sichere Anlaufstelle zu biete, wenn sie sich verirrt haben oder anderenfalls Hilfe benötigen.
Teilnehmende Lokalitäten sind an einem einheitlichen, runden orangefarbenem Logo meist am Eingang zu erkennen. In diesen Geschäften und Lokalen werden die Kinder in ihrer jeweiligen Situation ernst genommen, sie können dort telefonieren, die Toilette benutzen und Ansprechpartner finden. Diese Punkte zählen unter anderem zu den sieben goldenen Regeln der Aktion, zu denen sich teilnehmende Unternehmen bereit erklären. Gegründet wurde die Aktion „Gute Fee“ 1999 in Stuttgart, in Bamberg erhält sie seit 2007 Unterstützung durch das Stadtjugendamt, den Stadtjugendring, des Stadtmarketing Bamberg e.V. und die Familienbeauftragte der Stadt. Inzwischen wirken über 90 Unternehmen sowohl solidarisch als auch finanziell bei der Maßnahme mit. Wie ich damals wieder auf meine Eltern traf ist mit den Jahren in Vergessenheit geraten. Ein Vorhandensein von Anlaufstellen, wie die der „Guten Fee“ hätte aber sicherlich nicht geschadet.