Glück und Wehmut im Wollstudio Bamberg

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Anlässlich des Museumstags am 18. Mai soll ein 500m langer „Roter Faden“ die Kultureinrichtungen am Bamberger Domberg verbinden. Ganz Bamberg ist aufgerufen an dieser Aktion teilzunehmen und den Faden gemeinsam zu stricken oder zu häkeln. Der Tag selbst steht unter dem Motto „Sammeln verbindet“. Der Faden soll sowohl Vergangenheit, als auch Gegenwart und die Menschen in Bamberg miteinander verbinden.

Die Koordinatorin der Dommuseen, Birgit Kastner, erklärt das Projekt folgendermaßen: „Der rote Faden für den Domberg wird ein Gemeinschaftswerk sein, das nicht nur die Museen am Domberg miteinander verbindet, sondern auf besondere Weise auch alle, die dazu beitragen, dass dieser Faden entsteht!“

Friederike PfundBeteiligt an der Aktion ist auch Friederike Pfund mit ihrem Wollstudio. Bei ihr konnten die erstellten Fadenstücke bis zum 2. Mai abgegeben werden. Oftmals hingen schon morgens vor Ladenöffnung Tüten mit Fadenstücken an der Tür. „Es kommt nicht oft vor, dass ganz Bamberg so gerne gemeinsam an einem Projekt arbeitet“, meint Friederike Pfund. Gemessen an den Mengen an Fadenstücken, die fast täglich bei ihr abgegeben wurden, wird der Faden um die 1500-2000 Meter lang werden.

Ganz Bamberg hilft mit

Fleißig gestrickt und gehäkelt haben Vereine, Schulen, private Häkelrunden und sogar Touristen, die von der Idee so begeistert waren, dass sie Päckchen mit Fadenstücken an das Wollstudio geschickt haben. Viele arbeiteten Zeichen in den Faden ein, um ihr gestricktes oder gehäkeltes Stück wiederzuerkennen. Friederike Pfund ist begeistert von der regen Teilnahme an der Aktion und wird den damit verbundenen Trubel in ihrem Geschäft vermissen.

Das endgültige Zusammennähen der Wollstücke hat „Mode macht Mut“ in der Luitpoldstraße übernommen. Ein Ort, an dem Frauen verschiedener Herkunft und Nationalitäten aus gespendeten Textilien Kleidung, Accessoires und viele andere Produkte herstellen.

So ist in die Aktion eine Vielzahl von Akteuren verwickelt, die den „Roten Faden“ zu einem echten Gemeinschaftsprojekt machen – sogar über die Grenzen Bambergs hinaus.

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